Theodul Würsch

Aus Kloster-Engelberg
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Theodul (Melchior) Würsch (* 1. September 1852 in Emmetten; † 22. Januar 1908 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 5. Oktober 1870

Ämter

Küchenbruder: 1873–1882?

Lebensbeschreibung[1]

Br. Theodul wurde am 1. September 1852 in Emmetten geboren und auf den Namen Melchior getauft. 1869 begann er im Kloster Engelberg das Noviziat und konnte am 5. Oktober 1870 als Br. Theodul die einfache Profess ablegen und die ewigen Gelübde am 5. Oktober 1873. Er war dann Studentenaufwart und Küchenbruder. Am 25. September 1882[2] gehörte er, neben vier Patres, mit zur ersten Engelberger Möchsgemeinschaft die mit P. Adelhelm Odermatt nach Amerika zog und die am 30. Oktober in Portland ankam und das Kloster Mount Angel ins Leben rief. Dort arbeitete er als Koch und Wirtschafter und half sonst, wo er gebraucht wurde. 1900 kehrte er aber wieder nach Engelberg zurück. Doch sein Herz war mittlerweile mit den amerikanischen Verhältnissen zu sehr verwachsen. Eine dringende Einladung nach Portland, wo er vorher tätig war, kam ihm deshalb nicht unerwünscht, so dass er wieder nach Portland aufbrach, wo er wieder als Koch und Wirtschafter arbeitete. Er wirkte auch in der Kirche als Katechet und Musikdirektor. "Seine Aufführungen sollen höchst origineller Natur gewesen sein und die Pfarrangehörigen waren zufrieden."[3]

Ein schweres Magenleiden machte seinen rastlosen Schaffen am 22. Januar 1908 ein Ende. In der Todesnachricht heisst es: "Am Todestage des P. Benedikt (Gottwald) brachte der Telegraph aus Portland, Oregon, die Trauerkunde, dass dort Br. Theodul Wyrsch im Alter von 56 Jahren gestorben. Der gute Bruder, der seit 1882 unermüdlich im fernen Westen arbeitete, und den es, vor einigen Jahren heimgekehrt, bald wieder unwiderstehlich dorthin zurückzog, wird den alt Engelbergerstudenten der 70er Jahre als Studentenaufwart und Küchenbruder noch in lieber Erinnerung sein." In der Todesanzeige des Klosters wird er zusammen mit P. Benedikt Gottwald genannt, der am 2. Februar starb.[4]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge), Transkript von Br. Meinrad Haberl, übernommen.
  2. Über das genaue Datum gibt es verschiedene Angaben.
  3. Nachruf im Nidwaldner Volksblatt vom 7. März 1908.
  4. Kurzer Nachruf im "Luzerner Volksblatt" vom 29. Februar 1908.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 154.
  • Rippinger, Joel: Struggle and Ascent: The History of Mount Angel Abbey, 2020, S. 18.
  • StiArEbg Personal-Akte Br. Theodul Würsch.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer (Transkript Br. Meinrad Haberl).