Nikolaus Artho: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Kloster-Engelberg
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Die Seite wurde neu angelegt: „'''Nikolaus (Josef) Artho''' (* 8. September 1690 in Gallenkappel; † 17. Januar 1731 in Engelberg) == Lebensdaten == Profess: 7…“)
 
Zeile 17: Zeile 17:
  
 
==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.</ref>==
 
==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.</ref>==
 
+
Die Familie gehört seit 1630 zu den Bürgern von Uznach. Artho wurde aber im nahen St. Gallenkappel geboren. Seine Eltern waren Johann Kaspar Artho, Bannerher d Barbara Hoffmann. Er empfing die heilige Taufe in der dortigen Pfarrkirche am 8. Sept. 1690 und erhielt den Namen Josef Anton. Paten waren Johann Melchior Artho und Anna Wismann. Die Firmung spendete ihm der Bischof von Chur in der Kirche von Gommiswald. Der Taufschein wurde am 27. März 1709 auf die Profess hin von Pfarrer Johann Landis ausgestellt. Die Artho waren 1630 aus dem Augstal (Aosta) in Uznach eingebürgert worden (cf. Blöchlinger A. Die Uznacher Bürgergeschlechter, Uznach 1969, S. 7). ucht zunächst mit seinem jüngern Bruder Johann Melchior die Latein­schule in Rapperswil und brachte von dort ein sehr gutes Zeugnis mit, unterschrieben von Magister Johann Peter Breni, Custos und Cantor, datiert am 16. Oktober 1706. Nachtiem er in Rapperswil vier Klassen durchlaufen hatte, kam er noch für zwei Jahre an die Stiftsschule und trat 1708 ein ins Noviziat ein und legte am 7. April 1709 die Profess auf den Namen des Klosterpatrons Nikolaus ab. Die Studien der Philosohpie und 16fuologie machte er im Kloster. Die Weihe zum Subdiakon erhielt er durch den Nuntius Caracioli in der Stiftskirche Einsiedelnam 13. September 1711, den Diakonat am 10. Juni 1713 durch den Bischof von Chur in seiner Hofkapelle, den Presbyterat ebenfalls durch den Bischof von Chur am 22. Sept. 1714. Zur Primiz erhält er mit der Aussteuer einen Kelch und ein Messgewand mit Wappen.(cf. Hess I. Goldscruniedearbeiten 13). An die Aussteuer selbst zahlt sein Bruder Johann Melchior, der mit ihm in Rapperswil studierte, wohl nach dem Tod des Vaters, noch 250 gld mit Zins von 12 gld, zusammen 262 gld (Rechnungsbuch 1721 ersuchten die Leute von Auw im Freiamt  Abt Albini er möchte durch einen unserer Patres das Kirchenurbar ihrer Pfarrei in Ordnung bringen lassen, worauf P. Nikolaus, damals Pfarrer in [[Sins]], mit P. Berchtold Wipfli, Pfarrer in Auw, die Aufgabe übernahm (Pfarrer in Sins vom 27. April 1718 bis 8. April 1725, Hess, die Pfarrgeistlichen 108). Die Angabe bei P. Ignaz, Artho sei 1718 nach Sins gekommen, kann nicht stimmen. Denn P. Dekan Egloff von Muri hatte ihn auf den 12. Okt. 1716 als Kirchweihprediger eingeladen.(Brief vom 9. Sept. 1716). Als P. Nikolaus 1725 zum [[Subprior]] ernannt wurde, kehrte er nach Engelberg zurück, nahm das angefangene Urbar mit und führte es bis 1729 weiter, musste aber ausberuflichen Gründen auf den Abschluss verzichten (cf. Cod. 252, 133). Nach Straumeyer (Cod 229, 25) legte er auch ein Verzeichnis liler Lehengüter des Klosters seit 1588 an (Straumneyer, Annales 291). Er berichtet auch, Artho habe als O om in Sins eine neue Scheune gebaut. Er nennt ihn einen tüchtigen Oekonom (Acta Cap. I, 361). Als P. Benedikt Deuring das Missale Angelo/f{ontanum kopierte und am 13. April 1713 zum Abschluss brachte, war bei dieser grossen Arbeit auch P. Nikolaus beteiligt (cf. Festschrift Angelo Montana, Franz Huber, Geschichte der Kirchenmusik 405). Tragisch war das Ende dieses tüchtigen Mannes.crun 1ag nach der Wahl des Abtes Emanuel Crivelli, die in Grafenort stattfand, hatte P. Nikolaus, damals am Morgen die heilige Messe gefeiert. Während des Mittagessens, das er rnit dem Neugewählten und den Gästen im Grafenortshaus einnahm, bekam er - er hatte seit Tagen unter heftigem Katarrh gelitten wie er in die eisige Kälte dieses Wintertages hinaustrat, einen so heftigen Anfall, dass er ins Haus zurückgebracht werden musste und hier nach kurzem unter dem geistlichen Beistand des P. Ildephons Straumeyer, der ihm noch die Absolution spenden konnte, aus dem Leben schied (Tab. ef. sub dato)
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==
 
<references />
 
<references />

Version vom 18. September 2020, 00:16 Uhr

Nikolaus (Josef) Artho (* 8. September 1690 in Gallenkappel; † 17. Januar 1731 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 7. April 1709

Priesterweihe: 22. September 1714

Ämter

Pfarrer in Sins:

Subprior:

Grosskellner:

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Lebensbeschreibung[1]

Die Familie gehört seit 1630 zu den Bürgern von Uznach. Artho wurde aber im nahen St. Gallenkappel geboren. Seine Eltern waren Johann Kaspar Artho, Bannerher d Barbara Hoffmann. Er empfing die heilige Taufe in der dortigen Pfarrkirche am 8. Sept. 1690 und erhielt den Namen Josef Anton. Paten waren Johann Melchior Artho und Anna Wismann. Die Firmung spendete ihm der Bischof von Chur in der Kirche von Gommiswald. Der Taufschein wurde am 27. März 1709 auf die Profess hin von Pfarrer Johann Landis ausgestellt. Die Artho waren 1630 aus dem Augstal (Aosta) in Uznach eingebürgert worden (cf. Blöchlinger A. Die Uznacher Bürgergeschlechter, Uznach 1969, S. 7). ucht zunächst mit seinem jüngern Bruder Johann Melchior die Latein­schule in Rapperswil und brachte von dort ein sehr gutes Zeugnis mit, unterschrieben von Magister Johann Peter Breni, Custos und Cantor, datiert am 16. Oktober 1706. Nachtiem er in Rapperswil vier Klassen durchlaufen hatte, kam er noch für zwei Jahre an die Stiftsschule und trat 1708 ein ins Noviziat ein und legte am 7. April 1709 die Profess auf den Namen des Klosterpatrons Nikolaus ab. Die Studien der Philosohpie und 16fuologie machte er im Kloster. Die Weihe zum Subdiakon erhielt er durch den Nuntius Caracioli in der Stiftskirche Einsiedelnam 13. September 1711, den Diakonat am 10. Juni 1713 durch den Bischof von Chur in seiner Hofkapelle, den Presbyterat ebenfalls durch den Bischof von Chur am 22. Sept. 1714. Zur Primiz erhält er mit der Aussteuer einen Kelch und ein Messgewand mit Wappen.(cf. Hess I. Goldscruniedearbeiten 13). An die Aussteuer selbst zahlt sein Bruder Johann Melchior, der mit ihm in Rapperswil studierte, wohl nach dem Tod des Vaters, noch 250 gld mit Zins von 12 gld, zusammen 262 gld (Rechnungsbuch 1721 ersuchten die Leute von Auw im Freiamt Abt Albini er möchte durch einen unserer Patres das Kirchenurbar ihrer Pfarrei in Ordnung bringen lassen, worauf P. Nikolaus, damals Pfarrer in Sins, mit P. Berchtold Wipfli, Pfarrer in Auw, die Aufgabe übernahm (Pfarrer in Sins vom 27. April 1718 bis 8. April 1725, Hess, die Pfarrgeistlichen 108). Die Angabe bei P. Ignaz, Artho sei 1718 nach Sins gekommen, kann nicht stimmen. Denn P. Dekan Egloff von Muri hatte ihn auf den 12. Okt. 1716 als Kirchweihprediger eingeladen.(Brief vom 9. Sept. 1716). Als P. Nikolaus 1725 zum Subprior ernannt wurde, kehrte er nach Engelberg zurück, nahm das angefangene Urbar mit und führte es bis 1729 weiter, musste aber ausberuflichen Gründen auf den Abschluss verzichten (cf. Cod. 252, 133). Nach Straumeyer (Cod 229, 25) legte er auch ein Verzeichnis liler Lehengüter des Klosters seit 1588 an (Straumneyer, Annales 291). Er berichtet auch, Artho habe als O om in Sins eine neue Scheune gebaut. Er nennt ihn einen tüchtigen Oekonom (Acta Cap. I, 361). Als P. Benedikt Deuring das Missale Angelo/f{ontanum kopierte und am 13. April 1713 zum Abschluss brachte, war bei dieser grossen Arbeit auch P. Nikolaus beteiligt (cf. Festschrift Angelo Montana, Franz Huber, Geschichte der Kirchenmusik 405). Tragisch war das Ende dieses tüchtigen Mannes.crun 1ag nach der Wahl des Abtes Emanuel Crivelli, die in Grafenort stattfand, hatte P. Nikolaus, damals am Morgen die heilige Messe gefeiert. Während des Mittagessens, das er rnit dem Neugewählten und den Gästen im Grafenortshaus einnahm, bekam er - er hatte seit Tagen unter heftigem Katarrh gelitten wie er in die eisige Kälte dieses Wintertages hinaustrat, einen so heftigen Anfall, dass er ins Haus zurückgebracht werden musste und hier nach kurzem unter dem geistlichen Beistand des P. Ildephons Straumeyer, der ihm noch die Absolution spenden konnte, aus dem Leben schied (Tab. ef. sub dato)

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 123.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.