Leopold Burkhart: Unterschied zwischen den Versionen

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== Beziehungsnetz ==
 
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Sohn des Josef Burkhart und seiner Frau Marianne Burkart.
  
 
Paten: Josef Meyer von Dietwil und Barbara Villiger.
 
Paten: Josef Meyer von Dietwil und Barbara Villiger.
==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.</ref>==
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==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Manuskript von Br. Meinrad Haberl (StiArEbg Professbucheinträge, mit Vorarbeiten von P. Gall Heer) übernommen.</ref>==
Die Burkhart stammen aus der Freiämter Gemeinde Rüstenschwil, Pfarrei Auw, im Kanton Aargau. Er wurde als Sohn des Josef Burkhart und seiner Frau Marianne<ref>Hess erwähnt erwähnt Maria Anna, in: Das geistliche Engelberg, S. 33 Nr. 69 u. Nr.71.</ref> geb. Burkart, am 2. März 1825 in Rüstenschwil geboren und am gleichen Tag durch den Pfarrer von Auw, den Engelberger P. [[Anselm Faller]], auf den Namen Peter Josef getauft. Seine Eltern waren wohlhabende Leute. Taufpaten waren Josef Meyer von Dietwil und Barbara Villiger.<ref>Der Taufschein ist am 10. Januar 1845 durch P. [[Nikolaus Zelger]]vom Kloster Engelberg ausgestellt. Seine Firmung ist nicht vermerkt.</ref> Seine Schulzeit absolvierte er an der Stiftsschule Einsiedeln, die er bis in die obersten Klassen besuchte.
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Die Burkhart stammen aus der Freiämter Gemeinde Rüstenschwil, Pfarrei Auw, im Kanton Aargau. Er wurde als Sohn des Josef Burkhart und seiner Frau Marianne Burkart<ref>Hess erwähnt erwähnt Maria Anna, in: Das geistliche Engelberg, S. 33, Nr. 69 u. Nr. 71.</ref> am 2. März 1825 in Rüstenschwil geboren und am gleichen Tag durch den Pfarrer von Auw, den Engelberger P. [[Anselm Faller]], auf den Namen Peter Josef getauft. Seine Eltern waren wohlhabende Leute. Taufpaten waren Josef Meyer von Dietwil und Barbara Villiger.<ref>Der Taufschein ist am 10. Januar 1845 durch P. [[Nikolaus Zelger]] vom Kloster Engelberg ausgestellt. Seine Firmung ist nicht vermerkt.</ref> Seine Schulzeit absolvierte er an der Stiftsschule Einsiedeln, die er bis in die obersten Klassen besuchte.
  
1842 begann er mit seinem Freund, [[Alois Küng]], dem späteren P. Augustin, die Kandidatur und 1844 das Noviziat. Zusammen mit ihm legte er am 12. Januar 1845 als Fr. Leopold Profess ab.<ref>Seinen Klosternamen Leopold erhielt er zu Ehren des damaligen Abtes von Wettingen-Mehrerau, Leopold Höchle, der mit Engelberg eng befreundet war. Aus welchem Grund ist aber nicht angegeben.</ref> Die Philosophie und Theologie studierte er im Kloster unter P. Eugen Schwärzmann an der klösterlichen Hausschule in Engelberg.<ref>Bei Omlin, S. 183, steht, dass er die Philosophie und Theologie in Einsiedeln studiert hat.</ref>  
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1842 begann er mit seinem Freund, Alois Küng, dem späteren P. Augustin, die Kandidatur und 1844 das Noviziat. Zusammen mit ihm legte er am 12. Januar 1845 als Fr. Leopold Profess ab.<ref>Seinen Klosternamen Leopold erhielt er zu Ehren des damaligen Abtes von Wettingen-Mehrerau, Leopold Höchle, der mit Engelberg eng befreundet war. Aus welchem Grund ist aber nicht angegeben.</ref> Die Philosophie und Theologie studierte er im Kloster unter P. Eugen Schwärzmann an der klösterlichen Hausschule in Engelberg.<ref>Bei Omlin, S. 183, steht, dass er die Philosophie und Theologie in Einsiedeln studiert hat.</ref>  
  
Die Weihen erhielt er alle 1847 durch den Nuntius Alessandro Macioti in: Den Subdiakonat am 25. Juli in Luzern, den Diakonat am 8. August in Engelberg, (zusammen mit Fr. Augustin Küng) und die Priesterweihe am 18. September wieder in Luzern mit Altersdispens von eineinhalb Jahren. Die Primiz feierte er schon tags darauf am 19. September 1847, vermutlich in Engelberg. Am 14. Juni 1850 erteilte ihm der Churer Bischof Kaspar de Carl von Hohenbalken die Ausübung der Seelsorge in seinem Bistum. Zunächst war er von 1847 bis 1857 als Professor an der Klosterschule tätig, wo er u. a. auch französisch erteilte. Als Präfekt musste er von 1857 bis 1859 die Schule leiten. Dazu war er schon 1853 ernannt worden, hatte aber auf dieses Amt verzichtet. Der spätere Abt [[Leodegar Scherer]] hielt in seinen Erinnerungen, während seiner Schulzeit, kurz zu ihm fest: Nachdem P. Adalbert Vogel nach vier Jahren als Präfekt Abt Plazidus bat, ihn von diesem Posten abzuberufen, "wurde seiner Bitte entsprochen, aber nicht im Interesse der Schule; denn unter seinem Nachfolger P. Leopold Burkard nahm ihr guter Ruf infolge pädagogischer Missgriffe wieder ab und demgemäss sank die Zahl der Zöglinge von sechzig wieder auf fast dreissig herab." Zum Klassenunterricht zog Abt Plazidus auch ältere Patres herbei, so u. a. auch P. Leopold, "unter dessen Schulszepter ich kam. Er nahm es genau und ernst mit seinen Schülern und wir fürchteten ihn alle etwas, weniger wegen seiner Streng, als wegen seines etwas diffizilen Charakters."<ref>Hess, Abt Leodegar Scherer von Engelberg – Erinnerungen, in: Gedenkblätter für die Freunde u. Zöglinge der Stiftsschule, 1915, S. 13.</ref>
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Die Weihen erhielt er alle 1847 durch den Nuntius Alessandro Macioti: Den Subdiakonat am 25. Juli in Luzern, den Diakonat am 8. August in Engelberg, (zusammen mit Fr. [[Augustin Küng]]) und die Priesterweihe am 18. September wieder in Luzern mit Altersdispens von eineinhalb Jahren. Die Primiz feierte er schon tags darauf am 19. September 1847, vermutlich in Engelberg. Am 14. Juni 1850 erteilte ihm der Churer Bischof Kaspar de Carl von Hohenbalken die Ausübung der Seelsorge in seinem Bistum. Zunächst war er von 1847 bis 1857 als [[Lehrer]] an der Klosterschule tätig, wo er u. a. auch Französisch erteilte. Als [[Präfekt]] musste er von 1857 bis 1859 die Schule leiten. Dazu war er schon 1853 ernannt worden, hatte aber auf dieses Amt verzichtet. Der spätere Abt [[Leodegar Scherer]] hielt in seinen Erinnerungen, während seiner Schulzeit, kurz zu ihm fest: Nachdem P. [[Adalbert Vogel]] nach vier Jahren als Präfekt Abt Plazidus bat, ihn von diesem Posten abzuberufen, "wurde seiner Bitte entsprochen, aber nicht im Interesse der Schule; denn unter seinem Nachfolger P. Leopold Burkard nahm ihr guter Ruf infolge pädagogischer Missgriffe wieder ab und demgemäss sank die Zahl der Zöglinge von sechzig wieder auf fast dreissig herab." Zum Klassenunterricht zog Abt Plazidus auch ältere Patres herbei, so u. a. auch P. Leopold, "unter dessen Schulszepter ich kam. Er nahm es genau und ernst mit seinen Schülern und wir fürchteten ihn alle etwas, weniger wegen seiner Strenge, als wegen seines etwas diffizilen Charakters."<ref>Hess, Abt Leodegar Scherer von Engelberg – Erinnerungen, in: Gedenkblätter für die Freunde u. Zöglinge der Stiftsschule, 1915, S. 13.</ref>
  
Von 1859 bis 1867 war er [[Küchenmeister]].<ref>Nach Omlin, Die Geistlichen Obwaldens, S. 183, war er von 1859 bis 1895 [[Küchenmeister]].</ref> Von 1862 bis 1867 war er erstmals Pfarrer von Engelberg. Zu seinem Abschied schrieb die Schweizerische Kirchenzeitung<ref>Ausgabe Nr. 22, am 1. Juni 1867, S. 210. Es war das einzige Mal, dass die Schweizerische Kirchenzeitung einen solchen Amtswechsel im Kloster Engelberg mit einem Abschnitt vermerkte.</ref>: „R. P. Leopold wurde vom Hochw. Abten zum Grosskellner befördert. Wie er die Liebe und Achtung seiner Pfarrkinder besass, zeigten die vielen Thränen, die bei der Nachricht seiner Versetzung geflossen sind. Letzten Sonntag, als er zum letzten Male die Schuljugend mit Preisen beschenkte, wurde er von der Blechmusik des Thales abgeholt und feierlich in's Schulhaus begleitet. Eine recht wehmütige Stimmung herrschte unter den Kindern und Eltern ja beim Pfarrer selbst." Im Mai 1867 wurde ihm für ein Jahr das Amt des [[Grosskellner]]s übertragen. 1869 wurde er als [[Spiritual]] in das Frauenkloster Leiden Christi bei Gonten im Kanton Appenzell gesendet, wo er aber wohl nur kurz wirkte. Von 1869 bis 1871 war er als [[Spiritual]] und Katechet im Institut Ingenbohl im Kanton Schwyz.  
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In der Zeit von 1859 bis 1895 war er zweimal [[Küchenmeister]].<ref>Omlin, Die Geistlichen Obwaldens, S. 183.</ref> Von 1862 bis 1867 war er erstmals Pfarrer von [[Engelberg]]. Zu seinem Abschied schrieb die Schweizerische Kirchenzeitung<ref>Ausgabe Nr. 22, am 1. Juni 1867, S. 210. Es war das einzige Mal, dass die Schweizerische Kirchenzeitung einen solchen Amtswechsel im Kloster Engelberg mit einem Abschnitt vermerkte.</ref>: "R. P. Leopold wurde vom Hochw. Abten zum Grosskellner befördert. Wie er die Liebe und Achtung seiner Pfarrkinder besass, zeigten die vielen Thränen, die bei der Nachricht seiner Versetzung geflossen sind. Letzten Sonntag, als er zum letzten Male die Schuljugend mit Preisen beschenkte, wurde er von der Blechmusik des Thales abgeholt und feierlich in's Schulhaus begleitet. Eine recht wehmütige Stimmung herrschte unter den Kindern und Eltern ja beim Pfarrer selbst." Im Mai 1867 wurde ihm für ein Jahr das Amt des [[Grosskellner]]s übertragen. 1869 wurde er als [[Spiritual]] in das Frauenkloster Leiden Christi bei Gonten im Kanton Appenzell gesendet, wo er aber wohl nur kurz wirkte. Von 1869 bis 1871 war er als [[Spiritual]] und Katechet im Institut Ingenbohl im Kanton Schwyz.  
  
Von 1871 bis 1873 war er dritter Unterpfarrer von [[Engelberg]] und hatte auch die Kinderlehre zu halten. Von 1873 bis 1879 war er zum zweitenmal Pfarrer von [[Engelberg]] und auch Schulpräsident.<ref>Heß, S. 33 Nr. 71.</ref> In letzterer Eigenschaft hatte er mitgewirkt, 1874 ein neues Schulhaus zu bauen, das noch im Oktober bezogen werden konnte. Im gleichen Jahr sah er sich gezwungen, sich erneut an Mutter Theresia Scherer als Bittsteller zu wenden und um zwei Lehrschwestern aus Ingenbohl zu bitten, die den Unterricht im neuen Schulhaus zeitweise übernehmen sollten. Wie er ihr mitteilte, hatte der Tod eines Lehreres in der Knabenschule eine unüberbrückebare Kluft geschaffen, da erst für zwei Jahre später ein Lehrerersatz aus dem Seminar Schwyz zugesichert wurde. Von 1874 bis 1876 unterrichteten also zum ersten Mal zwei Schwestern in der Knabenschule.<ref>Dufner, Engelberg und Ingenbohl 1858–1983, in: Engelberger Dokumente, Heft 15, 1983, S. 12.</ref> Ab 1879 war er nochmals Unterpfarrer in [[Engelberg]]. Das Amt des Grosskellners versah er nur ungern, mit Unlust und Unwillen. Er wollte möglichst bald davon wieder befreit werden. Abt [[Anselm Villiger]] aber schätzte ihn sehr. Er rühmt ihn als "umsichtig, energisch und haushälterisch. Er habe aber eine Neigung zur Bequemlichkeit und lasse sich leicht entmutigen. Dann sei er wieder schwer aufzurichten." Als [[Küchenmeister]] nannte er ihn "fleissig und sorgfältig".<ref>StiArEBG Tagebuch Abt Villiger, Bd. V. S. 1 ?.</ref>  
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Von 1871 bis 1873 war er dritter Unterpfarrer von [[Engelberg]] und hatte auch die Kinderlehre zu halten. Von 1873 bis 1879 war er zum zweitenmal Pfarrer von [[Engelberg]] und auch Schulpräsident.<ref>Hess, Das geistliche Engelberg, S. 33, Nr. 71.</ref> In letzterer Eigenschaft hatte er mitgewirkt, 1874 ein neues Schulhaus zu bauen, das noch im Oktober bezogen werden konnte. Im gleichen Jahr sah er sich gezwungen, sich erneut an Mutter Theresia Scherer als Bittsteller zu wenden und um zwei Lehrschwestern aus Ingenbohl zu bitten, die den Unterricht im neuen Schulhaus zeitweise übernehmen sollten. Wie er ihr mitteilte, hatte der Tod eines Lehreres in der Knabenschule eine unüberbrückbare Kluft geschaffen, da erst für zwei Jahre später ein Lehrerersatz aus dem Seminar Schwyz zugesichert wurde. Von 1874 bis 1876 unterrichteten also zum ersten Mal zwei Schwestern in der Knabenschule.<ref>Dufner, Engelberg und Ingenbohl 1858–1983, in: Engelberger Dokumente, Heft 15, 1983, S. 12.</ref> Ab 1879 war er nochmals Unterpfarrer in [[Engelberg]]. Das Amt des Grosskellners versah er nur ungern, mit Unlust und Unwillen. Er wollte möglichst bald davon wieder befreit werden. Abt [[Anselm Villiger]] aber schätzte ihn sehr. Er rühmt ihn als "umsichtig, energisch und haushälterisch. Er habe aber eine Neigung zur Bequemlichkeit und lasse sich leicht entmutigen. Dann sei er wieder schwer aufzurichten." Als [[Küchenmeister]] nannte er ihn "fleissig und sorgfältig".<ref>StiArEBG Tagebuch Abt Villiger, Bd. V. S. 1?.</ref>  
  
Am 13. Januar 1875 war er zum Zeugen bei der Wahl des neu gewählten Einsiedler Abtes Basilius Oberholzer berufen worden. 1879 wählte ihn der Abt als seinen Begleiter zur Äbte-Konferenz in Gries. Bei der Renovation der Grafenortskapelle bezahlte er aus seinem Peculium eines der farbigen Glasfenster.<ref>Acta cap. 267.</ref> Im Nachruf über ihn im Vaterland<ref>Beilage zu Nr. 222 vom 27. September 1900.</ref> heisst es zu ihm unter anderem: "P. Leopold war ein Mann, strotzend von Gesundheit und Kraft, und wenn auch seit vielen Jahren ein unheilbares Leiden seinen Stimmorganen zusetzte und das fortschreitende Alter seine Gestalt beugte, so schwanden doch nicht die Merkmale seiner einst kerngesunden Natur und seines kräftigen Temperamentes. Da begannen Lähmungen und Schlaganfälle seine Kraft zu erschüttern und eine Art Gehirnerweichung seinen Geist zu schwächen. Drei Jahre lang (bei Heer 2 Jahre) ist P. Leopold, oft schwer leidend und hilflos wie ein Kind im Bett gelegen bis in der Tod von seinen Leiden erlöste." (Vaterland) P. Leopold starb am Montag den 24. September 1900 gegen Abend mit 75 Jahren. Zur Trauerfeier heisst es im Obwaldner Volksfreund<ref>Ausgabe Nr. 39 vom 29. September 1900.</ref>: "Ergreifend klangen von der Orgel die Töne des Männerchor-Requiems; viele Andächtige, besonders vom weiblichen Geschlechte wohnten demselben bei; auch die Männerwelt des Dorfes war gut vertreten. Während des Seelamtes blieb die Leiche in der Kirche ausgesetzt, nachher folgte die Beisetzung, begleitet von dem so innig flehenden Gesang der Brüder: 'In's Paradies mögen dich die Engel geleiten.' Es ist ein tiefergreifender Augenblick, da der Leichnam des Verstorbenen in die Gruft gesenkt wird, während seine Mitbrüder, jeder selbst schon mit dem eigenen Todtenkleide, der langen faltigen Chorkukulla angetan, die Grabgesänge anstimmen. Der Prior spendet den letzten Segen und spricht die Gebete und dumpf und schwer beschließt das 'De profundis' die Trauerhandlung."
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Am 13. Januar 1875 war er zum Zeugen bei der Wahl des neu gewählten Einsiedler Abtes Basilius Oberholzer berufen worden. 1879 wählte ihn der Abt als seinen Begleiter zur Äbte-Konferenz in Gries. Bei der Renovation der Grafenortskapelle bezahlte er aus seinem Peculium eines der farbigen Glasfenster.<ref>Acta capitularia IX (1851–1924), StiArEbg cod. 284/1, S. 267.</ref> Im Nachruf über ihn im Vaterland<ref>Beilage zu Nr. 222 vom 27. September 1900.</ref> heisst es zu ihm unter anderem: "P. Leopold war ein Mann, strotzend von Gesundheit und Kraft, und wenn auch seit vielen Jahren ein unheilbares Leiden seinen Stimmorganen zusetzte und das fortschreitende Alter seine Gestalt beugte, so schwanden doch nicht die Merkmale seiner einst kerngesunden Natur und seines kräftigen Temperamentes. Da begannen Lähmungen und Schlaganfälle seine Kraft zu erschüttern und eine Art Gehirnerweichung seinen Geist zu schwächen. Drei Jahre lang<ref>Bei Heer werdem 2 Jahre genannt.</ref> ist P. Leopold, oft schwer leidend und hilflos wie ein Kind im Bett gelegen bis in der Tod von seinen Leiden erlöste." P. Leopold starb am Montag den 24. September 1900 gegen Abend mit 75 Jahren. Zur Trauerfeier heisst es im Obwaldner Volksfreund<ref>Ausgabe Nr. 39 vom 29. September 1900.</ref>: "Ergreifend klangen von der Orgel die Töne des Männerchor-Requiems; viele Andächtige, besonders vom weiblichen Geschlechte wohnten demselben bei; auch die Männerwelt des Dorfes war gut vertreten. Während des Seelamtes blieb die Leiche in der Kirche ausgesetzt, nachher folgte die Beisetzung, begleitet von dem so innig flehenden Gesang der Brüder: 'In's Paradies mögen dich die Engel geleiten.' Es ist ein tiefergreifender Augenblick, da der Leichnam des Verstorbenen in die Gruft gesenkt wird, während seine Mitbrüder, jeder selbst schon mit dem eigenen Todtenkleide, der langen faltigen Chorkukulla angetan, die Grabgesänge anstimmen. Der Prior spendet den letzten Segen und spricht die Gebete und dumpf und schwer beschliesst das 'De profundis' die Trauerhandlung."
  
Eine Erinnerung an P. Leopold soll hier nicht übergangen werden: Während der langen Zeit da er von 1873 bis 1895 [[Küchenmeister]] war, hatte er ein Kupferbecken konstruieren lassen um den Morgenkaffee warm zu halten. Dieses wurde damals und noch lange nachher als "der Leopold" bezeichnet. Als während des 2. Weltkriegs das Kupfer selten und teuer wurde, sprach man davon, man sollte es verkaufen. Br. [[Othmar Rittler]] hatte aber damit andere Pläne. Er war nicht nur ein tüchtiger Elektriker, sondern verstand sich auch auf die Behandlung von Metallen. Er nahm den "Leopold" auseinander, bog ihn zu kräftigem Kupferblech zurecht und schuf aus dem Ganzen die Fassungen für die Lampen im Gastsaal des Klosters und zwar so, dass sie sich in dem barocken Stil des Saales gut einfügten. So lebt das Kupferkessi des "Leopold" in einer anderen Form weiter.<ref>Nach Aussagen von Br. [[Othmar Rittler]].</ref>  
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Eine Erinnerung an P. Leopold soll hier nicht übergangen werden: Während der langen Zeit als er [[Küchenmeister]] war, hatte er ein Kupferbecken konstruieren lassen um den Morgenkaffee warm zu halten. Dieses wurde damals und noch lange nachher als "der Leopold" bezeichnet. Als während des 2. Weltkriegs das Kupfer selten und teuer wurde, sprach man davon, man sollte es verkaufen. Br. [[Othmar Rittler]] hatte aber damit andere Pläne. Er war nicht nur ein tüchtiger Elektriker, sondern verstand sich auch auf die Behandlung von Metallen. Er nahm den "Leopold" auseinander, bog ihn zu kräftigem Kupferblech zurecht und schuf aus dem Ganzen die Fassungen für die Lampen im Gastsaal des Klosters und zwar so, dass sie sich in dem barocken Stil des Saales gut einfügten. So lebt das Kupferkessi des "Leopold" in einer anderen Form weiter.<ref>Nach Aussagen von Br. [[Othmar Rittler]].</ref>
  
 
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==Professnummer==
(Quellen: P. A. Vogel: „Catalogus biogr. 310; P. E. Omlin: „Die Geistlichen Obwaldens“, 1984, S. 183; P. I. Heß: Das geistliche Engelberg – I. Verzeichnisse“, 1943, S. 33 Nr. 69 u. Nr.71;  ders. als Hrsg. von „Abt Leodegar Scherer von Engelberg“ – Erinnerunge - , Gedenkblätter f. d. Freunde u. Zöglinge der Stiftsschule, 1915, S. 13; „Schweiz. K.-Z.“ Nr. 22 v. 1. Juni 1867, S. 210; P. G. Dufner: „Engelberg und Ingenbohl (1858 - 1983“ in „Engelberger Dokumente“ Heft 15, 1983;  Nachruf im „Vaterland“ Beilage zu Nr. 222 v. 27. 9. 1900; im „Obw. Volksfreund“ 30 Jg. Nr. 39 v. 29. Sept. 1900 )
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* Nr. 618
  
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==
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== Bibliographie ==
 
== Bibliographie ==
* Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 147.
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* Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 147, Nr. 618.
* StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.
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* StiArEbg Professbucheintrag nach dem Manuskript von Br. Meinrad Haberl (mit Vorarbeiten von P. Gall Heer).
 
 
  
 
[[Kategorie:Professbuch|618]][[Kategorie:Priestermönch]][[Kategorie:Priestermönch 1800–1850]][[Kategorie:Herkunftskanton Aargau]]
 
[[Kategorie:Professbuch|618]][[Kategorie:Priestermönch]][[Kategorie:Priestermönch 1800–1850]][[Kategorie:Herkunftskanton Aargau]]

Aktuelle Version vom 23. April 2022, 02:29 Uhr

Leopold (Peter) Burkhart (* 2. März 1825 in Rüstenschwil; † 24. September 1900 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 12. Januar 1845

Priesterweihe: 18. September 1847

Primiz: 19. September 1847

Ämter

Lehrer an der Stiftsschule: 1847–1857

Präfekt: 1857–1859

Küchenmeister: 1859–1867?, 1879?–1895

Pfarrer in Engelberg: 1862–1867, 1873–1879

Spiritual in Leiden Christi: 1868–1869

Spiritual in Ingenbohl: 1869–1871

Grosskellner: 1867–1868, 1871?–1895?

Unterpfarrer in Engelberg: 1871–1873, 1879–18?

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Josef Burkhart und seiner Frau Marianne Burkart.

Paten: Josef Meyer von Dietwil und Barbara Villiger.

Lebensbeschreibung[1]

Die Burkhart stammen aus der Freiämter Gemeinde Rüstenschwil, Pfarrei Auw, im Kanton Aargau. Er wurde als Sohn des Josef Burkhart und seiner Frau Marianne Burkart[2] am 2. März 1825 in Rüstenschwil geboren und am gleichen Tag durch den Pfarrer von Auw, den Engelberger P. Anselm Faller, auf den Namen Peter Josef getauft. Seine Eltern waren wohlhabende Leute. Taufpaten waren Josef Meyer von Dietwil und Barbara Villiger.[3] Seine Schulzeit absolvierte er an der Stiftsschule Einsiedeln, die er bis in die obersten Klassen besuchte.

1842 begann er mit seinem Freund, Alois Küng, dem späteren P. Augustin, die Kandidatur und 1844 das Noviziat. Zusammen mit ihm legte er am 12. Januar 1845 als Fr. Leopold Profess ab.[4] Die Philosophie und Theologie studierte er im Kloster unter P. Eugen Schwärzmann an der klösterlichen Hausschule in Engelberg.[5]

Die Weihen erhielt er alle 1847 durch den Nuntius Alessandro Macioti: Den Subdiakonat am 25. Juli in Luzern, den Diakonat am 8. August in Engelberg, (zusammen mit Fr. Augustin Küng) und die Priesterweihe am 18. September wieder in Luzern mit Altersdispens von eineinhalb Jahren. Die Primiz feierte er schon tags darauf am 19. September 1847, vermutlich in Engelberg. Am 14. Juni 1850 erteilte ihm der Churer Bischof Kaspar de Carl von Hohenbalken die Ausübung der Seelsorge in seinem Bistum. Zunächst war er von 1847 bis 1857 als Lehrer an der Klosterschule tätig, wo er u. a. auch Französisch erteilte. Als Präfekt musste er von 1857 bis 1859 die Schule leiten. Dazu war er schon 1853 ernannt worden, hatte aber auf dieses Amt verzichtet. Der spätere Abt Leodegar Scherer hielt in seinen Erinnerungen, während seiner Schulzeit, kurz zu ihm fest: Nachdem P. Adalbert Vogel nach vier Jahren als Präfekt Abt Plazidus bat, ihn von diesem Posten abzuberufen, "wurde seiner Bitte entsprochen, aber nicht im Interesse der Schule; denn unter seinem Nachfolger P. Leopold Burkard nahm ihr guter Ruf infolge pädagogischer Missgriffe wieder ab und demgemäss sank die Zahl der Zöglinge von sechzig wieder auf fast dreissig herab." Zum Klassenunterricht zog Abt Plazidus auch ältere Patres herbei, so u. a. auch P. Leopold, "unter dessen Schulszepter ich kam. Er nahm es genau und ernst mit seinen Schülern und wir fürchteten ihn alle etwas, weniger wegen seiner Strenge, als wegen seines etwas diffizilen Charakters."[6]

In der Zeit von 1859 bis 1895 war er zweimal Küchenmeister.[7] Von 1862 bis 1867 war er erstmals Pfarrer von Engelberg. Zu seinem Abschied schrieb die Schweizerische Kirchenzeitung[8]: "R. P. Leopold wurde vom Hochw. Abten zum Grosskellner befördert. Wie er die Liebe und Achtung seiner Pfarrkinder besass, zeigten die vielen Thränen, die bei der Nachricht seiner Versetzung geflossen sind. Letzten Sonntag, als er zum letzten Male die Schuljugend mit Preisen beschenkte, wurde er von der Blechmusik des Thales abgeholt und feierlich in's Schulhaus begleitet. Eine recht wehmütige Stimmung herrschte unter den Kindern und Eltern ja beim Pfarrer selbst." Im Mai 1867 wurde ihm für ein Jahr das Amt des Grosskellners übertragen. 1869 wurde er als Spiritual in das Frauenkloster Leiden Christi bei Gonten im Kanton Appenzell gesendet, wo er aber wohl nur kurz wirkte. Von 1869 bis 1871 war er als Spiritual und Katechet im Institut Ingenbohl im Kanton Schwyz.

Von 1871 bis 1873 war er dritter Unterpfarrer von Engelberg und hatte auch die Kinderlehre zu halten. Von 1873 bis 1879 war er zum zweitenmal Pfarrer von Engelberg und auch Schulpräsident.[9] In letzterer Eigenschaft hatte er mitgewirkt, 1874 ein neues Schulhaus zu bauen, das noch im Oktober bezogen werden konnte. Im gleichen Jahr sah er sich gezwungen, sich erneut an Mutter Theresia Scherer als Bittsteller zu wenden und um zwei Lehrschwestern aus Ingenbohl zu bitten, die den Unterricht im neuen Schulhaus zeitweise übernehmen sollten. Wie er ihr mitteilte, hatte der Tod eines Lehreres in der Knabenschule eine unüberbrückbare Kluft geschaffen, da erst für zwei Jahre später ein Lehrerersatz aus dem Seminar Schwyz zugesichert wurde. Von 1874 bis 1876 unterrichteten also zum ersten Mal zwei Schwestern in der Knabenschule.[10] Ab 1879 war er nochmals Unterpfarrer in Engelberg. Das Amt des Grosskellners versah er nur ungern, mit Unlust und Unwillen. Er wollte möglichst bald davon wieder befreit werden. Abt Anselm Villiger aber schätzte ihn sehr. Er rühmt ihn als "umsichtig, energisch und haushälterisch. Er habe aber eine Neigung zur Bequemlichkeit und lasse sich leicht entmutigen. Dann sei er wieder schwer aufzurichten." Als Küchenmeister nannte er ihn "fleissig und sorgfältig".[11]

Am 13. Januar 1875 war er zum Zeugen bei der Wahl des neu gewählten Einsiedler Abtes Basilius Oberholzer berufen worden. 1879 wählte ihn der Abt als seinen Begleiter zur Äbte-Konferenz in Gries. Bei der Renovation der Grafenortskapelle bezahlte er aus seinem Peculium eines der farbigen Glasfenster.[12] Im Nachruf über ihn im Vaterland[13] heisst es zu ihm unter anderem: "P. Leopold war ein Mann, strotzend von Gesundheit und Kraft, und wenn auch seit vielen Jahren ein unheilbares Leiden seinen Stimmorganen zusetzte und das fortschreitende Alter seine Gestalt beugte, so schwanden doch nicht die Merkmale seiner einst kerngesunden Natur und seines kräftigen Temperamentes. Da begannen Lähmungen und Schlaganfälle seine Kraft zu erschüttern und eine Art Gehirnerweichung seinen Geist zu schwächen. Drei Jahre lang[14] ist P. Leopold, oft schwer leidend und hilflos wie ein Kind im Bett gelegen bis in der Tod von seinen Leiden erlöste." P. Leopold starb am Montag den 24. September 1900 gegen Abend mit 75 Jahren. Zur Trauerfeier heisst es im Obwaldner Volksfreund[15]: "Ergreifend klangen von der Orgel die Töne des Männerchor-Requiems; viele Andächtige, besonders vom weiblichen Geschlechte wohnten demselben bei; auch die Männerwelt des Dorfes war gut vertreten. Während des Seelamtes blieb die Leiche in der Kirche ausgesetzt, nachher folgte die Beisetzung, begleitet von dem so innig flehenden Gesang der Brüder: 'In's Paradies mögen dich die Engel geleiten.' Es ist ein tiefergreifender Augenblick, da der Leichnam des Verstorbenen in die Gruft gesenkt wird, während seine Mitbrüder, jeder selbst schon mit dem eigenen Todtenkleide, der langen faltigen Chorkukulla angetan, die Grabgesänge anstimmen. Der Prior spendet den letzten Segen und spricht die Gebete und dumpf und schwer beschliesst das 'De profundis' die Trauerhandlung."

Eine Erinnerung an P. Leopold soll hier nicht übergangen werden: Während der langen Zeit als er Küchenmeister war, hatte er ein Kupferbecken konstruieren lassen um den Morgenkaffee warm zu halten. Dieses wurde damals und noch lange nachher als "der Leopold" bezeichnet. Als während des 2. Weltkriegs das Kupfer selten und teuer wurde, sprach man davon, man sollte es verkaufen. Br. Othmar Rittler hatte aber damit andere Pläne. Er war nicht nur ein tüchtiger Elektriker, sondern verstand sich auch auf die Behandlung von Metallen. Er nahm den "Leopold" auseinander, bog ihn zu kräftigem Kupferblech zurecht und schuf aus dem Ganzen die Fassungen für die Lampen im Gastsaal des Klosters und zwar so, dass sie sich in dem barocken Stil des Saales gut einfügten. So lebt das Kupferkessi des "Leopold" in einer anderen Form weiter.[16]

Professnummer

  • Nr. 618

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Manuskript von Br. Meinrad Haberl (StiArEbg Professbucheinträge, mit Vorarbeiten von P. Gall Heer) übernommen.
  2. Hess erwähnt erwähnt Maria Anna, in: Das geistliche Engelberg, S. 33, Nr. 69 u. Nr. 71.
  3. Der Taufschein ist am 10. Januar 1845 durch P. Nikolaus Zelger vom Kloster Engelberg ausgestellt. Seine Firmung ist nicht vermerkt.
  4. Seinen Klosternamen Leopold erhielt er zu Ehren des damaligen Abtes von Wettingen-Mehrerau, Leopold Höchle, der mit Engelberg eng befreundet war. Aus welchem Grund ist aber nicht angegeben.
  5. Bei Omlin, S. 183, steht, dass er die Philosophie und Theologie in Einsiedeln studiert hat.
  6. Hess, Abt Leodegar Scherer von Engelberg – Erinnerungen, in: Gedenkblätter für die Freunde u. Zöglinge der Stiftsschule, 1915, S. 13.
  7. Omlin, Die Geistlichen Obwaldens, S. 183.
  8. Ausgabe Nr. 22, am 1. Juni 1867, S. 210. Es war das einzige Mal, dass die Schweizerische Kirchenzeitung einen solchen Amtswechsel im Kloster Engelberg mit einem Abschnitt vermerkte.
  9. Hess, Das geistliche Engelberg, S. 33, Nr. 71.
  10. Dufner, Engelberg und Ingenbohl 1858–1983, in: Engelberger Dokumente, Heft 15, 1983, S. 12.
  11. StiArEBG Tagebuch Abt Villiger, Bd. V. S. 1?.
  12. Acta capitularia IX (1851–1924), StiArEbg cod. 284/1, S. 267.
  13. Beilage zu Nr. 222 vom 27. September 1900.
  14. Bei Heer werdem 2 Jahre genannt.
  15. Ausgabe Nr. 39 vom 29. September 1900.
  16. Nach Aussagen von Br. Othmar Rittler.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 147, Nr. 618.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach dem Manuskript von Br. Meinrad Haberl (mit Vorarbeiten von P. Gall Heer).