Leodegar Elmiger: Unterschied zwischen den Versionen

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Paten: Josef Koller und Verena Lutziger.
 
Paten: Josef Koller und Verena Lutziger.
 
==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.</ref>==
 
==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.</ref>==
Fr. Leodegar wurde als Sohn des Nikolaus Elmiger und der Martina Luthiger von Meierskappel am 22. August 1835 geboren und auf den Namen Nikolaus getauft. Taufpaten waren Josef Koller und Verena Lutziger.<ref> Bescheinigung vom 11. März 1857, Meierskappel.</ref> Einige Erinnerungen zu seiner Jugend gehen aus einem Brief einer Schwägerin von Fr. Leodegar, Frau Elmiger-Muff, hervor, den Br. [[Beat Küttel]] von ihr erhielt: Zuhause wurde er offenbar "Kläuse" genannt. Als er gefirmt wurde, sagte er, "dass er nicht daran Freude hat, einen Paten zu haben und von diesem ein Geschenk zu bekommen, sondern der hl. Geist auf ihn herabsteige." Als der Vater einmal mit ihm in die Stadt ging, um Stoff für neue Hosen zu kaufen, meinte er, "Kläuse brauche nicht dabei zu sein. Es sei ihm gleichgültig, was für eine Farbe er auswähle, nur keine grüne, denn nur der Teufel habe grüne Hosen an."  
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Fr. Leodegar wurde als Sohn des Nikolaus Elmiger und der Martina Luthiger von Meierskappel am 22. August 1835 geboren und auf den Namen Nikolaus getauft. Taufpaten waren Josef Koller und Verena Lutziger.<ref> Bescheinigung vom 11. März 1857, Meierskappel.</ref> Einige Erinnerungen zu seiner Jugend gehen aus einem Brief einer Schwägerin von Fr. Leodegar, Frau Elmiger-Muff, hervor, den Br. [[Beat Küttel]] von ihr erhielt: Zuhause wurde er offenbar "Kläuse" genannt. Als er im Firmalter war, sagte er, sagte er, "dass er nicht daran Freude hat, einen Paten zu haben und von diesem ein Geschenk zu bekommen, sondern der hl. Geist auf ihn herabsteige." Als der Vater einmal mit ihm in die Stadt ging, um Stoff für neue Hosen zu kaufen, meinte er, "Kläuse brauche nicht dabei zu sein. Es sei ihm gleichgültig, was für eine Farbe er auswähle, nur keine grüne, denn nur der Teufel habe grüne Hosen an."  
  
 
Nikolaus scheint schon vor 1848 in der Schule in Engelberg gewesen zu sein, denn dieses Jahr sei ein schlechtes Kartoffeljahr gewesen. Sein Vater hätte ihn nicht weiter an die Klosterschule schicken können, da er das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnte. Er habe ganze Säcke Reis, Polenta und Gries zusammengekauft, um die grosse Familie mit zwei Frauen, sechs Buben, zwei Mädchen, Vater und Mutter, vier Knechten, zwei Mägden und dazu zwei Schwestern des Vaters ernähren zu können. Das Fleisch war zwar günstig aber dieses wurde nur Sonntags aufgetischt. Es brauchte jedes Mal 10 Pfund.
 
Nikolaus scheint schon vor 1848 in der Schule in Engelberg gewesen zu sein, denn dieses Jahr sei ein schlechtes Kartoffeljahr gewesen. Sein Vater hätte ihn nicht weiter an die Klosterschule schicken können, da er das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnte. Er habe ganze Säcke Reis, Polenta und Gries zusammengekauft, um die grosse Familie mit zwei Frauen, sechs Buben, zwei Mädchen, Vater und Mutter, vier Knechten, zwei Mägden und dazu zwei Schwestern des Vaters ernähren zu können. Das Fleisch war zwar günstig aber dieses wurde nur Sonntags aufgetischt. Es brauchte jedes Mal 10 Pfund.

Version vom 1. Juni 2021, 12:55 Uhr

Leodegar (Nikolaus) Elmiger (* 22. August 1835 in Meierskappel; † 26. September 1858 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 13. April 1857

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Nikolaus Elmiger und der Martina Luthiger.

Paten: Josef Koller und Verena Lutziger.

Lebensbeschreibung[1]

Fr. Leodegar wurde als Sohn des Nikolaus Elmiger und der Martina Luthiger von Meierskappel am 22. August 1835 geboren und auf den Namen Nikolaus getauft. Taufpaten waren Josef Koller und Verena Lutziger.[2] Einige Erinnerungen zu seiner Jugend gehen aus einem Brief einer Schwägerin von Fr. Leodegar, Frau Elmiger-Muff, hervor, den Br. Beat Küttel von ihr erhielt: Zuhause wurde er offenbar "Kläuse" genannt. Als er im Firmalter war, sagte er, sagte er, "dass er nicht daran Freude hat, einen Paten zu haben und von diesem ein Geschenk zu bekommen, sondern der hl. Geist auf ihn herabsteige." Als der Vater einmal mit ihm in die Stadt ging, um Stoff für neue Hosen zu kaufen, meinte er, "Kläuse brauche nicht dabei zu sein. Es sei ihm gleichgültig, was für eine Farbe er auswähle, nur keine grüne, denn nur der Teufel habe grüne Hosen an."

Nikolaus scheint schon vor 1848 in der Schule in Engelberg gewesen zu sein, denn dieses Jahr sei ein schlechtes Kartoffeljahr gewesen. Sein Vater hätte ihn nicht weiter an die Klosterschule schicken können, da er das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnte. Er habe ganze Säcke Reis, Polenta und Gries zusammengekauft, um die grosse Familie mit zwei Frauen, sechs Buben, zwei Mädchen, Vater und Mutter, vier Knechten, zwei Mägden und dazu zwei Schwestern des Vaters ernähren zu können. Das Fleisch war zwar günstig aber dieses wurde nur Sonntags aufgetischt. Es brauchte jedes Mal 10 Pfund.

Nach einem Jahr aber konnte sein Vater das Schulgeld wieder aufbringen und Nikolaus konnte das Gymnasium ganz durchmachen.[3] 1874 begann der "fleissige, bescheidene und musterhafte Kandidat" das Noviziat. Zusammen mit den Fratres Heinrich Schiffmann und Rudolf Kenel unter der Leitung des Priors Anselm Villiger konnten sie am Pfingstmontag den 13. April 1875 Profess ablegen, an der er seinen Klosternamen Leodegar erhielt. Das Studium der Philosophie und der Theologie absolvierte er in Einsiedeln, wo ihm auf Empfehlung seines Abtes Plazidus Tanner der in Einsiedeln weilende Bischof Karl Arnold-Obrist den Subdiakonat erteilte. Es war damals der Brauch, dass die Neugeweihten einen Alptag mitmachen konnten. Fr. Leodegar zog sich dabei aber eine starke Erkältung zu, die zu einer Lungenentzündung führte, an der er, erst 23 Jahre alt, am 26. September 1858 starb. Ein kurzer Hinweis zu seinem Tod findet sich in der "Schweizerischen Kirchenzeitung", wo es heisst: "Am 26. d. v. M. (Okt.) starb im Kloster Engelberg der ehrwürdige Frater professus Leodegar Elmiger von Meierskappel in einem Alter von 23 Jahren. Derselbe studierte letztes Jahr in Einsiedeln die Philosophie und kehrte kränklich in sein Kloster zurück, wo er seine Ruhestätte fand."[4]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Bescheinigung vom 11. März 1857, Meierskappel.
  3. Sein Vater starb 82-jährig in Oberbuonas an Arterienverkalkung, wie die meisten seiner Geschwister.
  4. Beilage zu Nr. 41, vom 9. Oktober 1858.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 148.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.
  • Vogel, Adalbert: Catalogus biogrgraphicus 1603–1901, Nr. 267.