Konrad Stocker

Aus Kloster-Engelberg
Version vom 10. November 2021, 14:09 Uhr von A.Sandmeier (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Konrad (Kaspar) Stocker (* 29. Januar 1734 in Abtwil; † 4. Januar 1790 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 7. Januar 1753

Ämter

Schuhmacher

Lebensbeschreibung[1]

Br. Konrad war Freiämter aus Abtwil. Er wurde am 29. Januar 1734 geboren. Über sein Leben ist nur sehr wenig bekannt. Die Profess legte er am 7. Januar 1753 ab. Im Kapitel wurde er als schlichter, offener Charakter, fromm, voll Eifer für den Gehorsam und zu allen Arbeiten bereit charakterisiert. Er konnte zwar nicht gut lesen und schreiben als er ins Kloster eintrat, sollte es aber noch lernen.

Im Winter sorgte er für die Öfen, im Sommer und den übrigen Zeiten arbeitete er als Schuhmacher. Von seinem Vormund - der Vater war wohl bereits gestorben - erhielt er 1000 gld. als Aussteuer sowie ein aufgerüstetes Bett.[2] Er muss ein zuverlässiger Mann gewesen sein. Denn Abt Leodegar Salzmann schickte ihn am 8. März 1775, also im Jubeljahr, zusammen mit Br. Josef Schiffmann auf eine Wallfahrt nach Rom. Zu dieser "Römerreis" notierte er: "meus sit ipsis propitius 220 gld".[3]

Am 14. September 1786 nahm er mit dem Kammerdiener Maurus Feierabend und P. Hieronymus Doppler an der bisher zweiten bekannten Titlisbesteigung teil.[4] Er starb am 4. Januar 1790. Er war am Tag der Unschuldigen Kinder von einem heftigen Fieber ergriffen worden. Er sei ein guter, frommer und diensteifriger Bruder gewesen.[5] Er starb abends um 11 Uhr nach kurzer Krankheit.[6]

Professbuchnummer

  • Nr. 562

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Acta capitularia III (Jan. 1747 – Juni 1754), StiArEbg cod. 192, S. 305 und 310.
  3. "Gott sei mit Ihnen!" StiArEbg cod. 40, 8. März 1775. Siehe Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 343.
  4. Luzerner Wochenblatt V, 1787.
  5. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 454.
  6. StiArEbg cod. 397 (Pfarrbuch 1778-1851), Tabula Defunctorum V, 1790.

Bibliographie

  • De Kegel, Rolf: Der Tiltis ist schauerlich, in: Engelberger Dokumente, Heft 20, 1997, S. 20-23.
  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 133, Nr. 562.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.