Konrad Amhof: Unterschied zwischen den Versionen

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Paten: Heinrich und Anna M. Conrad.
 
Paten: Heinrich und Anna M. Conrad.
  
==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge), Transkript von Br. Meinrad Haberl, übernommen.</ref>==
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==Lebensbeschreibung<ref> Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Manuskript von Br. Meinrad Haberl (StiArEbg Professbucheinträge, mit Vorarbeiten von P. Gall Heer) übernommen.</ref>==
 
Br. Konrad wurde am 29. April 1782 in Auw als Sohn von Martin Amhof und dessen Frau Anna Maria Conrad geboren und auf den Namen Heinrich Conrad getauft. Taufpaten waren Heinrich und Anna M. Conrad.<ref>Der Taufschein wurde am 18. April 1829 von Pfarrer Thomas Amhof, Onkel des Br. [[Jakob Amhof]], 1806–1869, in Auw ausgestellt.</ref> 1805 begann er das Noviziat und konnte am 23. November 1806 als Br. Konrad Profess ablegen. Zwischen 1812 und 1815 spielte er in der letzten Engelberger Schauspielvorführung auf der "Schütti" des Klosters mit anderen Patres, Brüder und Studenten in "Der Räuber Moor" – Schillers Räuber – mit. Er war ein grosser und schwerer Mann und so gab er die robuste Gestalt des grossen Schweizers, eines Räubers, wieder.<ref>Titlisgrüsse 9/1, März 1923, S. 6-8.</ref>
 
Br. Konrad wurde am 29. April 1782 in Auw als Sohn von Martin Amhof und dessen Frau Anna Maria Conrad geboren und auf den Namen Heinrich Conrad getauft. Taufpaten waren Heinrich und Anna M. Conrad.<ref>Der Taufschein wurde am 18. April 1829 von Pfarrer Thomas Amhof, Onkel des Br. [[Jakob Amhof]], 1806–1869, in Auw ausgestellt.</ref> 1805 begann er das Noviziat und konnte am 23. November 1806 als Br. Konrad Profess ablegen. Zwischen 1812 und 1815 spielte er in der letzten Engelberger Schauspielvorführung auf der "Schütti" des Klosters mit anderen Patres, Brüder und Studenten in "Der Räuber Moor" – Schillers Räuber – mit. Er war ein grosser und schwerer Mann und so gab er die robuste Gestalt des grossen Schweizers, eines Räubers, wieder.<ref>Titlisgrüsse 9/1, März 1923, S. 6-8.</ref>
  
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* Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 140.
 
* Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 140.
 
* Schweizer Kirchen-Zeitung, Nr. 39, 24. Sept. 1864.
 
* Schweizer Kirchen-Zeitung, Nr. 39, 24. Sept. 1864.
* StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer (Transkript Br. Meinrad Haberl).
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* StiArEbg Professbucheintrag nach dem Manuskript von Br. Meinrad Haberl (mit Vorarbeiten von P. Gall Heer).
  
  

Aktuelle Version vom 23. April 2022, 01:52 Uhr

Konrad (Heinrich) Amhof (* 29. April 1782 in Auw; † 7. November 1867 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 23. November 1806

Ämter

Konventbruder: ?

Sakristan: ?

Küchenbruder: 1817–1823

Grafenortsbruder: 1823–1863

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Martin Amhof und der Anna Maria Conrad.

Neffe: Br. Jakob Amhof.

Paten: Heinrich und Anna M. Conrad.

Lebensbeschreibung[1]

Br. Konrad wurde am 29. April 1782 in Auw als Sohn von Martin Amhof und dessen Frau Anna Maria Conrad geboren und auf den Namen Heinrich Conrad getauft. Taufpaten waren Heinrich und Anna M. Conrad.[2] 1805 begann er das Noviziat und konnte am 23. November 1806 als Br. Konrad Profess ablegen. Zwischen 1812 und 1815 spielte er in der letzten Engelberger Schauspielvorführung auf der "Schütti" des Klosters mit anderen Patres, Brüder und Studenten in "Der Räuber Moor" – Schillers Räuber – mit. Er war ein grosser und schwerer Mann und so gab er die robuste Gestalt des grossen Schweizers, eines Räubers, wieder.[3]

Er war zeitweise Konventbruder und Sakristan und 1817 wurde er zum Küchenbruder ernannt. 1823 ernannte ihn Abt Eugen von Büren dann zum "Grafenortsbruder", der die ganze Verwaltung dieses Klosterbesitzes zu besorgen hatte. Dieses wichtige und vertrauensvolle Amt versah er 37 Jahre lang gewissenhaft bis 1861. Für Abt Eugen war er aber auch noch in einer anderen Sache sehr wichtig. Als leidenschaftlicher Sammler begann Abt Eugen 1829 mit einer Sammlung alter und neuer Münzen in Gold, Silber und Kupfer, die er fortlaufend durch geschenkte und gekaufte Münzen und Medaillen ergänzte. Dabei hatte er sich vor allem auf schweizerische Denkmünzen und päpstliche Stücke spezialisiert für die er allein 200 Gulden auslegte. Diese numismatischen Geschäfte brachten ihn bald mit dem berühmten Zürcher Numismatiker Karl Gustav Ritter von Schulthess-Rechberg in Beziehungen. Der Briefwechsel gab Anlass zu einer aufrichtigen Freundschaft mit Abt Eugen, die bis zu dessen Tod dauerte. Die Briefe liegen indes nur bis 1847 vor. Schon 1831 erschien Schulthess in Engelberg auf einem ersten Besuch dem später noch viele folgten. Eine wichtige Rolle in diesem Verkehr spielte auch Br. Jakob. Da nicht immer die teuren Originalien der Münzen erhältlich waren, gab der Abt diesem den Auftrag, Abgüsse in Metall und Gips herzustellen, was der geschickte Br. Jakob so gut verstand, dass er auch von auswärts dafür manches grosse Lob ernten durfte. Im November 1832 bemühte sich Schulthess, Br. Jakob auf einer "Bronzier-Hochschule" auf diesem Gebiet weiterbilden zu lassen. Die "Bronzier-Hochschule" dürfte aber humorvoll oder ironisch gemeint gewesen sein. Vermutlich war an einen Ausbildungskurs bei einem tüchtigen Händler gemeint, dessen Namen nicht überliefert ist.[4]

Vom Klosterchronisten P. Adalbert Vogel, der ihn noch persönlich kannte, wird er "als ein stattlicher Mann von kräftigem Körperbau, der kerngesund war und kaum krank. Er starb dann auch an Altersschwäche. Sein gemessenes Auftreten und sein gravitätischer Schritt erinnerte etwas an einen feierlichen Prälaten. Dabei war gegenüber den Obern sehr ergeben, gegenüber den Mitbrüdern freundlich und gegenüber den Dienstboten in Grafenort fast zu nachsichtig. Er liess sich nicht leicht aus der Fassung bringen und wusste allem eine gute Seite abzugewinnen."[5] Erst mit fast 80 Jahren kehrte er 1863 ins Kloster zurück. Br. Konrad war 1864 schon 58 Jahre im Orden und somit Senior der ganzen Schweizerischen Benediktinerkongregation. Er starb am 7. November 1867 mit 84 Jahren.

Professnummer

  • Nr. 594

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Manuskript von Br. Meinrad Haberl (StiArEbg Professbucheinträge, mit Vorarbeiten von P. Gall Heer) übernommen.
  2. Der Taufschein wurde am 18. April 1829 von Pfarrer Thomas Amhof, Onkel des Br. Jakob Amhof, 1806–1869, in Auw ausgestellt.
  3. Titlisgrüsse 9/1, März 1923, S. 6-8.
  4. Heer, Vergangenheit, S. 406–407.
  5. Vogel, Cat. biogr.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 140.
  • Schweizer Kirchen-Zeitung, Nr. 39, 24. Sept. 1864.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach dem Manuskript von Br. Meinrad Haberl (mit Vorarbeiten von P. Gall Heer).