Kolumban Weber: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 26. Januar 2022, 03:59 Uhr

Br. Kolumban Weber vor seinem Eintritt ins Kloster.
Br. Kolumban Weber in späteren Jahren im Habit.
Das Wanderbüchlein, das zwischen die verschiedenen Arbeitsorte des Schreinergesellen Florian Weber zwischen 1855 und 1866 bestätigt. Die Arbeit führte in aus dem Vorarlbergischen hinaus nach Norden bis Augsburg und nach Süden bis Brixen. Gegen Ende seiner Gesellenjahre wirkte Weber im St. Gallischen Kriesern.

Kolumban (Florian) Weber (* 9. Dezember 1835 in Brederis; † 28. Dezember 1910 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 17. Oktober 1868

Ämter

Schreiner

Pförtner

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Florian Weber und der Elisabeth Bechtold.

Lebensbeschreibung[1]

Br. Kolumban wurde als Sohn des Florian Weber und Elisabeth Bechtold, in Brederis, Pfarrei Rankweil in Voralberg, am 9. Dezember 1835 geboren und am gleichen Tag auf den Namen Florian getauft. Die Firmung erhielt er am 20. Juni 1841. Nach seiner Schulzeit erlernte er das Tischler- oder Schreinerhandwerk. In seinem Nachlass befindet sich ein "Wanderbüchlein für das Mitglied des Kath. Gesellen-Vereins". Darin heisst es: "Florian Weber, Tischler von Rankweil, aufgenommen zu Brixen am 4. April 1887." Weiter enthält seine Personalakte im Stiftsarchiv ein "Wanderbuch", worin auf der ersten Seite vermerkt ist: "Florian Weber, aus Brederis (Bregenz), geb. 1836 richtiger 1835. Wohnort Brederis, Müllergeselle/ Jetzt Schreinergeselle, katholisch, Statur: Gross, Gesicht: ovales, Haare: braun. Ausgestellt vor dem Bezirksamt Feldkirch, 27. Juni 1855." Hierin ist vermerkt, wo und zu welcher Zeit er seine Wander-Arbeitsstellen antrat, "wo er überall zur vollen Zufriedenheit und guten Betragen in Arbeit stand". So arbeitete er vom 18. April 1855 bis am 4. Juni in Lindau, "mit Reisegeld nach Lindau, Kempten den 27. November 1850. Nach Kaufbeuren mit der Eisenbahn am 4. Juni 1855, nach Augsburg mit der Eisenbahn am 5. Juni 1855. Nach Bregenz am 28. Nov. 1855 – 20. März 1856." Im April 1856 arbeitete er 14 Tage in Brixen, dann bis 24. November in Klausen, dann bis 25. Februar in Bozen. Ab 1. August 1859 arbeitete er in Kriesern, Kanton St. Gallen, von Juni 1860 bis März 1864 in Oberriet. Danach arbeitete er im Kapuzinerinnenkloster Wonnenstein, wie aus dem letzten eingetragenen Datum vom 27. September 1866 hervorgeht, "dass Florian Weber von Renkweil seit 2 ½ Jahren hier als Schreiner gearbeitet und das beste Zeugniss des Fleisses und des sittlichen Betragens verdient. Fraumutter (...) Kohler".

Im vorhandenen Leumundszeugnis für den Klostereintritt vom 4. September 1867 schreibt Pfarrer Bohler von Renkweil, dass Florian Weber "sich von Jugend auf nicht nur klaglos sondern auch arbeitsam, nüchtern u. sittlich vergelten gebe. Später erlernte er die Schreinerprofession und es ging niemals eine Klage, weder von seiner Lehr- noch Gesellen-Zeit wider ihm ein, sondern hat sich vielmehr durch sein Benehmen u. Seine Aufführung die Achtung Aller erworben, die ihn kannten. Die letzten Jahre arbeitete er als Geselle in der Schweiz. (...) Er ist mit keinen Schulden belastet, sondern besitzt vielmehr von seinen verstorbenen Eltern einiges Vermögen. … Obiges bestätigt Feldkirch 7. Sept. 1867, Generalvikar." (Pers. - Akt)

1867 begann er im Kloster Engelberg das Noviziat und konnte am 17. Okt. 1868 als Br. Kolumban die einfache Profess ablegen. Über seine Tätigkeiten im Kloster sind im Pers.-Akt keine Informationen vorhanden. Nur im Schweizer Katholischen Sonntagsblatt heisst es bei seiner Todesnachricht u. a., dass er als Schreiner tätig war und viele Jahre die Pförtnerstelle im Kloster versah. Dazu wird noch erwähnt: "Der vielen Lesern des Sonntagsblatt wohlbekannte ehrw. Br. Kolumban Weber von Bredis bei Rankweil (Vorarlberg)." Leider ist nicht angegeben, weshalb er den Lesern so bekannt gewesen sein soll. Er starb nach längerer Krankheit am 28. Dezember 1910 im Alter von 76 Jahren.

Professnummer

  • Nr. 646

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge), Transkript von Br. Meinrad Haberl, übernommen.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 154.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer (Transkript Br. Meinrad Haberl).