Joseph Mauchle: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Kloster-Engelberg
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Aktuelle Version vom 27. Januar 2022, 02:40 Uhr

Joseph (Karl) Mauchle (* 5. April 1886 in Niederwil; † 25. März 1942 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 25. April 1915

Ämter

Gärtner: 1912–1930

Grafenortsbruder: 1930–1936

Küchenbruder: 1936–1942

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Johann Eusebius Mauchle und der Maria Barbara Bernarda Führer.

Lebensbeschreibung[1]

Br. Joseph kam als fünftes von neun Geschwistern auf dem stattlichen Bauerngut Aufhofen bei Niederwil im Fürstenland (SG) geboren. Nach dem Besuch der Primar- und Fortbildungsschule gab es für den kräftigen jungen Burschen dort reichlich Gelegenheit zur Betätigung, umso mehr, als drei seiner Brüder zur Vorbereitung auf den Förster-, bezw. Lehrer- und Prie­sterberuf sich dem Studium zuwandten. Zudem war der Vater durch sein Amt als Gemeindeammanns vielfach in Anspruch genommen. Nebst diesen und der Bewirtschaftung sei­nes Hofs verstand sich Vater Mauchle auch vorzüglich auf das Auffinden und die Ausnützung von Wasserquellen, und eine ansehnliche Zahl von Bauerngütern des Fürstenlandes verdankt ihm die Erstellung ihrer Wasserversorgung. Bei solchen Un­ternehmungen leistete auch Br. Joseph als erfahrener Brunnenmeister seinen Beitrag und dies oft trotz schlechter Wit­terung, sodass er sich bei einer solchen Gelegenheit eine arge Erkältung und als bleibende Folge davon eine nicht unmerk­liche Schwächung des Gehörs zuzog. Dieser Nachteil bewirkte dann zu seinem grossen Bedauern, dass er als Vorreiter der Batterie 48 nicht Unteroffizier werden konnte.

Was dem Verstorbenen bei den erwähnten mühsamen Arbeiten zu statten kam, war sein unverwüstlicher Humor. Es mochte daher für den Vater eine Überraschung sein, als der 26-jährige Sohn mit seinem Entschluss hervortrat, sein Leben als Laienbruder in einem Kloster durch Gebet und Arbeit ganz Gott zu weihen. Mit einem warmen Empfehlungsschreiben des benachbarten Spirituals im Kloster Glattburg, Dr. P. Gregor Koch von Einsiedeln, bat Br. Joseph im April des Jahres 1912 um Aufnahme ins Kloster Engelberg. Sie wurde ihm gerne gewährt, da Brüderkandidaten mit dem im Empfehlungsschreiben erwähnten Eigenschaften, willkommen waren. Nach den üblichen Prüfungszeiten der Kandidatur und des Noviziats legte Br. Joseph am 25. April 1915 die heilige Ordensprofess ab.

Darauf betätigte er sich mit grossem Fleiss und Interesse während einer Reihe von Jahren an den mannigfaltigen Arbeiten der ausgedehnten Klostergärten. Die Erkrankung von Br. Peter Haag, Ökonom der Klosterbesitzung Grafenort, führte ihn dann erstmals im Herbst 1926 für ein gutes Jahr zur Stellvertretung und im März 1930 zur definitiven Übernahme jenes arbeitsreichen und verantwortungsvollen Vertrauenspostens. Hier konnte Br. Joseph seine vielseitige Befähigung und Erfahrungen reichlich entfalten und verwerten in der Landwirtschaft, im Wald und im Garten, bei der Aufsicht über den Betrieb der Gastwirtschaft und über den Zustand der dortigen Pachtgüter des Klosters.

Ob der unermüdliche Ökonom sich dabei zu wenig schonte oder eine Veranlagung dazu schon in sich trug: nach sechs Jahren eifrigen Schaffens auf dem neuen Posten traten leider schon die An­zeichen einer ernsten Magenkrankheit auf, die ein Jahr später eine schwere Operation nötig machte. Diese brachte zwar Linderung der Schmerzen, zwang aber den Kranken doch ins Kloster zurückzukehren und leichtere Beschäftigung im Küchendienst zu übernehmen. Nach zwei Jahren stellten sich indes die früheren Schmerzen und Beschwer­den wieder in vermehrtem Mass ein. Trotzdem erschien der Kranke mit zäher Ausdauer und ohne über seine Leiden viel zu klagen, immer noch an seinem Arbeitsplatz, um sich durch diese und jene Dienstleistungen nützlich zu machen. Br. Joseph starb am 25. März 1942, nachdem er entkräftet drei Wochen an seine Zelle gebunden war.

Professnummer

  • Nr. 714

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Nachruf in den Titlisgrüssen 28, 1941/42, S. 87-89, übernommen.

Bibliographie

  • Nachruf von Joseph Mauchle in: Titlisgrüsse 28, 1941/42, S. 87-89.