Josef Moos: Unterschied zwischen den Versionen

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==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.</ref>==
 
==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.</ref>==
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P.  Joseph  Moos,  0. S. B.  Es  ist  eine  bekannt e  Ta ts ache,  dass der    Tod,    wenn    er    in    unsere    Klos terfamili-e    einb ri cht,    nie    mit    einem
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Opfer allein  zu frieden  ist.  Seit  Jahrz ehnten  hat  er sich alsbald ei n zweites und meist ein dr itte s  geholt. So  war  es  auch  dieses  Frühjahr.  Nachdem  am  2-!. April Bruder Jakob, am 11. Ma i P. Karl ges torben, folgte ihnen  am 12.  Juni  P.  Joseph  Moos,  Wallfahrts­ pri ester in llfa ria Rickenbach nach. Wenn auch die wenigst en unserer Stud enten P. Jos eph persönlich gekannt,  so  hat  doch  jeder  von  dem  Eremiten  von Mari a  Rickenba ch  gehör t.    Sein em  Andenk en  seien d i e folgenden Zeilen ge widmet.
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P. Joseph  war  im  Jahre  1842  im  Lüssi  bei  Zug  geboren.  Nach  Ab­ solvi eru ng  der  Zu ger  Volkssc hule  bega nn  er  seine  Gymnasi al -S tudien in  Feldki rch    und    setz te  sie  mit  bes tem    Er fol ge  in  En gelberg  und    Einsiedeln fort. Wider  Erw 'a rten  entsch lo_ss sich  der  lebhaf te  und  lebens­ten  Jä gers t_libchen  aber  war  das  Stelldichein  der  Freunde.  Da  zei!}te  sich frohe  Student  ' zum  Eintritt  ins  Kloste r.  Am  St.    Michaelstag  1866  legte er  in  Engelberg  die  Ge lübde    ab,  1869  wurde  er  Priester.    Wie    jetzt noch jeder  unserer  jungen  Patres  bes timmt  ist,  am  Schulkarren  zu  zie­ hen, so war es auch damals. Doch litt es P. Jo.seph nicht gut im Professo ren ­ geschirr; lieber  war ihm das  Am:t eines Forstau fseh ers,  berechtigte  es· ihn  doch  durch  Wald  und  Berg  und  Flur  zu  streifen  und  so  seiner  Natur­ freude einigermaßen Genüge zu  ver schaff en.  Im  Jahre  1876  wurde  er Beichtiger  in  Ma·ria  Rickenbach,  welche  Stelle  er  nach  zw ei  Jahr en  mit der Wa llfahr ts -Kapl anei daselbst vertauschte. Nun war der rechte Mann
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P.  Joseph  in  seinem    ganzen . Frohmut    ab    . g,eistreichen,-  heiterh    Geselr­ scha f te r. Wie manchem  hat  er  da  frohe  und  genuss-r eiche  Stunden  ver­ schaf ter .  Wie  m;rnchem  hat  ,er  da  frohe    und    genussr e.i che    Stunden    ver ­ von  seinen  Jagdabenteuern .  -    Er  war    ja  in  frühem  Jahr en  ein  kühn er Gems jäger    gewesen,    der    das    Gebirge    weithin    unsicher    gemacht.    Noch letzt es Jahr f iguri erte er  in  der  Jä,gerpaten tliste  als  Jäger  Kaspar  (Tauf. name) Moos,  Ob erdor f.  -  Do ch  auch  für  ernste  Wisse nsc haf t  war  sein reger  Geist    stets    tät g.    In  fr üh em    Jahren  hatte  der    Bergkaplan    in  der
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,Ein sa mkeit    des    Wint ers  mit  Eifer    Medizin  studiert    und  sich  hierin  viele
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am  rechten  Posten.  Hatte  er  i-n
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seinen  früher en  Stellungen    schon  viel
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Kenntni sse    er worb en,    die    er    im    wel f ernen    Bergnes tch en    oft    gut    ver.
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Gut es  gewirkt,  hier  leistete  er  währ end  beinah e  4  Jahrzehnten  (1884- 1886  war  P.  Joseph  beliebter  Pfarrer  in  Engelb erg),  bis  zu  seinem  Tode sein    Bes tes.    Ausgestattet    mit  den    reichs te n·  Gaben    des    Gemüt es, mit scharfem Vers tand und klar blickend em Urteil war P. Joseph zum Wall­ fahrtspriester wie geschaffen. Wie unzählig vielen ist  er  denn  ein  wahrer , lieber Vater in der Beicht gewesen,  ein  Helfer  aus  der  Sündenno t.  Und Gott  allein  weis s,  wie    viele    Bedrängte    bei  ihm  Rat    und    Trost    gefunden in  den  verschiedensten  Nöten  und  Anlieg en,  zeitlichen    und    geistlichen. Mit  welcher  Eindringlichkeit  verkündete  er  von  der  Kan,zel    da s    W ol't Gottes. So unmittelbar  flosse n  die  Gedanken  aus  dem  Herz en,  und  mit solcher  Uebe*eugung  und  feuriger  Begeist erung  gelangten  sie  zum  Vor­ trag,  da ss  die  Zuhörer  gan[z im  Banne  seiner  Persönlichkeit  und  seines Wortes  waren.  Die  Studenten,    welche    im    Jahr e  1904  unter    P.  Josep h in Eng elberg die  Exerzitien  machten,  werden  sich  mit  Freud e  der  herr ­ lichen  Vorträge  erinnern,  und  man ch  einer  wird  auch  dankbar seiner Seelenleitung  und  seiner  Ratschläge  gedenken.  Auch  \i n  Maria  Rickenbach hat  P.  Joseph  öft ers  Jungfrau en  Exerzitien    gegeben,    und    stets    wa ren die zahlreich en Teilnehmerinnen voll de_s Lobes über den erfahrenen Exer­ zitienmeister. Als treuer Hüter d_es Heiligtums der Gnad enmutt er von Ricken ­ bach suchte er das Kir chlein aufs schönste  au sz ustatt en.  Mit  Hilfe  von Guttätern  war  es  ihm  möglich ,  einijge  prächtige  Kelche,  eine    herr lich (J Mons tranz  so wie  kostbar e  kirchliche  Gewänder  anzuschaffen.    In  den  let z ­ ten    Jahren    unternahm    er    die    Renovation    des    Chores .    Am    Gn.adenaltal! w urde ein reichvergoldeter Tabernakel  an gebracht ;  die  Tran spa rente  wur ­ den    durch    Fenster    mit    Dar stellungen·    aus    der    Wallfahrts geschich te er ­
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werten konnt e. Dan eben la s und  studi erte er mit Eifer  und  Inter esse  trotz eines . schlimmen Augenleidens viele  We rke  aszetischen  und  pro fanen  In. halt es.  Noch  in  den  letzten  Jahren  begeist erte  er  sich  für  Dante,  Horaz und  auch  für  moderne  Dichter.  P.  Joseph    war    ja  selbst  ein  Dichter. Zwar  hat  der  bescheiden e  Ordensmann    nur    weniges  von  seinen  Dic htun­ gen verö ffentlicht , einige sehr gelungene Jägergedichtchen; aber  in  seinem Nachlass fand sich eine reichhaltige Sammlung schönster  Poesie,  die  ver­ öffentlicht werden soll. - Hier eine Probe :
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April kam mit Wonnet agen,
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Kam mit Sonnen schein und Glanz, Und  ich  Alt er  durfte  wag.en,
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Einen Gang  zur  Höhen schanz.
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Also gri ff ic h zu dem Stabe, Und mit  wenig Magenl abe Ging' s hinauf zur Bergeshöh.
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Doch als  ich  dann  oben  sass
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Und voll Glück mein Bröt chen a ss, Fasst e plötzlich mich das Weh.
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,,Let ztes - Mal bis t du  allhier, "
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_ .Klang  _es _ laut  durchs  Innre  mir,
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,,Sag  den  Höhen  nun  - Ade!" -
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s etzt,  das  ganze  Chor  neu  bemalt,    und.! ein  neuer  Bod en  einge legt. Di e Er stellung einer neuen Kommun io nbank, auf welche er sich so sehr ge­
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Das Gedicht  ist  betitelt :  April  1916. sich bald erfü llte.
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Also  Todesahnu u1 ,  die sehnt  und  gefreut,  e,lebte  er  leider  nicht  mehr.  -  Zur  weit eren · Hebung der Wallfahrt schrieb  der  eifrige  Kap(,an  ein  vielg1;lobtes  Wa llfahr ts büch- lein,  voll  Gemütsti efe  und  inniger  Andacht. In seinem pri esterlichen Wirken unt erstützt e ihn nicht wenig seine Leutseligkeit. Wer mit P. Joseph verkehr te, war von seiner Persönli chkei t angezogen  und  fasste    und    schenkte    ihm    unw;llkü rlich    Vertrau en.    Kein Wun der,  dass  das  kleine  Kapl anenhäusch en  viel  besucht  wa r  von  Ein­ heimis chen und Fremd en, von Wallfahrern 1md Ku rgäs ten.
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Nachdem' Pater Joseph  seit  Jahr en  gegen  Arterien verkalkun g  zu  kämp­ fen  gehabt,  aber  döch  körperlich    und  geistig    rü s tig  und  fris ch  den  Win­ ter  überd auert  hatte,  knickte  ihn  plötzlich  eine    akut e  Kr ankheit.    Anfangs Mai packte den 74 jährigen Gr eis infolge Erkä ltung  ein  Blasen leiden.  Mit grosser  Geduld    ert rug  er  die  Schmerzen,  und  gottergeben  schaute  er  dem Tod in s Auge.  Segnend,  \Vie  er  durchs  Leben  gega ngen,  sta rb  er.  Die Trauer  auf  dem  Berge  und  im  Tal  und  weit  hinaus  in  die Schweize rgaue und über die Grenzen ist gross . Nun ruht P. Joseph, wie er es sich gewünscht, im Schi ff e der Gnadenkape lle vor der neuen Kommunionbank. Alpenrosen  und  Edelweiss,  die  Dankb  arkeit  und  kindliche  Liebe  ihm  ge­ pf llickt und zum Kra nz gew und en, blüh en auf s einem Grab. Vor dem Bil de der  lieben  Gnad enmutt er,  für  die  er  ein  Leben  lang  gewirkt  und  die  er geliebt und kindlich ver ehrt hat, harrl sein Leib des Tages der Au;fc rstehung.
  
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==

Version vom 16. Juni 2021, 02:35 Uhr

Josef (Kaspar) Moos (* 18. Dezember 1842 in Zug; † [[]] [[]] in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 29. September 1866

Priesterweihe: 3. Mai 1869

Primiz:

Ämter

Lehrer in der Stiftsschule: 1869–1875

Spiritual in Maria-Rickenbach: 1875–1878

Kaplan in Maria-Rickenbach: 1878–?

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Lebensbeschreibung[1]

P. Joseph Moos, 0. S. B. Es ist eine bekannt e Ta ts ache, dass der Tod, wenn er in unsere Klos terfamili-e einb ri cht, nie mit einem Opfer allein zu frieden ist. Seit Jahrz ehnten hat er sich alsbald ei n zweites und meist ein dr itte s geholt. So war es auch dieses Frühjahr. Nachdem am 2-!. April Bruder Jakob, am 11. Ma i P. Karl ges torben, folgte ihnen am 12. Juni P. Joseph Moos, Wallfahrts­ pri ester in llfa ria Rickenbach nach. Wenn auch die wenigst en unserer Stud enten P. Jos eph persönlich gekannt, so hat doch jeder von dem Eremiten von Mari a Rickenba ch gehör t. Sein em Andenk en seien d i e folgenden Zeilen ge widmet. P. Joseph war im Jahre 1842 im Lüssi bei Zug geboren. Nach Ab­ solvi eru ng der Zu ger Volkssc hule bega nn er seine Gymnasi al -S tudien in Feldki rch und setz te sie mit bes tem Er fol ge in En gelberg und Einsiedeln fort. Wider Erw 'a rten entsch lo_ss sich der lebhaf te und lebens­ten Jä gers t_libchen aber war das Stelldichein der Freunde. Da zei!}te sich frohe Student ' zum Eintritt ins Kloste r. Am St. Michaelstag 1866 legte er in Engelberg die Ge lübde ab, 1869 wurde er Priester. Wie jetzt noch jeder unserer jungen Patres bes timmt ist, am Schulkarren zu zie­ hen, so war es auch damals. Doch litt es P. Jo.seph nicht gut im Professo ren ­ geschirr; lieber war ihm das Am:t eines Forstau fseh ers, berechtigte es· ihn doch durch Wald und Berg und Flur zu streifen und so seiner Natur­ freude einigermaßen Genüge zu ver schaff en. Im Jahre 1876 wurde er Beichtiger in Ma·ria Rickenbach, welche Stelle er nach zw ei Jahr en mit der Wa llfahr ts -Kapl anei daselbst vertauschte. Nun war der rechte Mann

P. Joseph in seinem ganzen . Frohmut ab . g,eistreichen,- heiterh Geselr­ scha f te r. Wie manchem hat er da frohe und genuss-r eiche Stunden ver­ schaf ter . Wie m;rnchem hat ,er da frohe und genussr e.i che Stunden ver ­ von seinen Jagdabenteuern . - Er war ja in frühem Jahr en ein kühn er Gems jäger gewesen, der das Gebirge weithin unsicher gemacht. Noch letzt es Jahr f iguri erte er in der Jä,gerpaten tliste als Jäger Kaspar (Tauf. name) Moos, Ob erdor f. - Do ch auch für ernste Wisse nsc haf t war sein reger Geist stets tät g. In fr üh em Jahren hatte der Bergkaplan in der ,Ein sa mkeit des Wint ers mit Eifer Medizin studiert und sich hierin viele

am rechten Posten. Hatte er i-n

seinen früher en Stellungen schon viel

Kenntni sse er worb en, die er im wel f ernen Bergnes tch en oft gut ver.

Gut es gewirkt, hier leistete er währ end beinah e 4 Jahrzehnten (1884- 1886 war P. Joseph beliebter Pfarrer in Engelb erg), bis zu seinem Tode sein Bes tes. Ausgestattet mit den reichs te n· Gaben des Gemüt es, mit scharfem Vers tand und klar blickend em Urteil war P. Joseph zum Wall­ fahrtspriester wie geschaffen. Wie unzählig vielen ist er denn ein wahrer , lieber Vater in der Beicht gewesen, ein Helfer aus der Sündenno t. Und Gott allein weis s, wie viele Bedrängte bei ihm Rat und Trost gefunden in den verschiedensten Nöten und Anlieg en, zeitlichen und geistlichen. Mit welcher Eindringlichkeit verkündete er von der Kan,zel da s W ol't Gottes. So unmittelbar flosse n die Gedanken aus dem Herz en, und mit solcher Uebe*eugung und feuriger Begeist erung gelangten sie zum Vor­ trag, da ss die Zuhörer gan[z im Banne seiner Persönlichkeit und seines Wortes waren. Die Studenten, welche im Jahr e 1904 unter P. Josep h in Eng elberg die Exerzitien machten, werden sich mit Freud e der herr ­ lichen Vorträge erinnern, und man ch einer wird auch dankbar seiner Seelenleitung und seiner Ratschläge gedenken. Auch \i n Maria Rickenbach hat P. Joseph öft ers Jungfrau en Exerzitien gegeben, und stets wa ren die zahlreich en Teilnehmerinnen voll de_s Lobes über den erfahrenen Exer­ zitienmeister. Als treuer Hüter d_es Heiligtums der Gnad enmutt er von Ricken ­ bach suchte er das Kir chlein aufs schönste au sz ustatt en. Mit Hilfe von Guttätern war es ihm möglich , einijge prächtige Kelche, eine herr lich (J Mons tranz so wie kostbar e kirchliche Gewänder anzuschaffen. In den let z ­ ten Jahren unternahm er die Renovation des Chores . Am Gn.adenaltal! w urde ein reichvergoldeter Tabernakel an gebracht ; die Tran spa rente wur ­ den durch Fenster mit Dar stellungen· aus der Wallfahrts geschich te er ­

werten konnt e. Dan eben la s und studi erte er mit Eifer und Inter esse trotz eines . schlimmen Augenleidens viele We rke aszetischen und pro fanen In. halt es. Noch in den letzten Jahren begeist erte er sich für Dante, Horaz und auch für moderne Dichter. P. Joseph war ja selbst ein Dichter. Zwar hat der bescheiden e Ordensmann nur weniges von seinen Dic htun­ gen verö ffentlicht , einige sehr gelungene Jägergedichtchen; aber in seinem Nachlass fand sich eine reichhaltige Sammlung schönster Poesie, die ver­ öffentlicht werden soll. - Hier eine Probe :

April kam mit Wonnet agen, Kam mit Sonnen schein und Glanz, Und ich Alt er durfte wag.en, Einen Gang zur Höhen schanz.

Also gri ff ic h zu dem Stabe, Und mit wenig Magenl abe Ging' s hinauf zur Bergeshöh.

Doch als ich dann oben sass Und voll Glück mein Bröt chen a ss, Fasst e plötzlich mich das Weh.

,,Let ztes - Mal bis t du allhier, " _ .Klang _es _ laut durchs Innre mir, ,,Sag den Höhen nun - Ade!" -

s etzt, das ganze Chor neu bemalt, und.! ein neuer Bod en einge legt. Di e Er stellung einer neuen Kommun io nbank, auf welche er sich so sehr ge­

Das Gedicht ist betitelt : April 1916. sich bald erfü llte.

Also Todesahnu u1 , die sehnt und gefreut, e,lebte er leider nicht mehr. - Zur weit eren · Hebung der Wallfahrt schrieb der eifrige Kap(,an ein vielg1;lobtes Wa llfahr ts büch- lein, voll Gemütsti efe und inniger Andacht. In seinem pri esterlichen Wirken unt erstützt e ihn nicht wenig seine Leutseligkeit. Wer mit P. Joseph verkehr te, war von seiner Persönli chkei t angezogen und fasste und schenkte ihm unw;llkü rlich Vertrau en. Kein Wun der, dass das kleine Kapl anenhäusch en viel besucht wa r von Ein­ heimis chen und Fremd en, von Wallfahrern 1md Ku rgäs ten.

Nachdem' Pater Joseph seit Jahr en gegen Arterien verkalkun g zu kämp­ fen gehabt, aber döch körperlich und geistig rü s tig und fris ch den Win­ ter überd auert hatte, knickte ihn plötzlich eine akut e Kr ankheit. Anfangs Mai packte den 74 jährigen Gr eis infolge Erkä ltung ein Blasen leiden. Mit grosser Geduld ert rug er die Schmerzen, und gottergeben schaute er dem Tod in s Auge. Segnend, \Vie er durchs Leben gega ngen, sta rb er. Die Trauer auf dem Berge und im Tal und weit hinaus in die Schweize rgaue und über die Grenzen ist gross . Nun ruht P. Joseph, wie er es sich gewünscht, im Schi ff e der Gnadenkape lle vor der neuen Kommunionbank. Alpenrosen und Edelweiss, die Dankb arkeit und kindliche Liebe ihm ge­ pf llickt und zum Kra nz gew und en, blüh en auf s einem Grab. Vor dem Bil de der lieben Gnad enmutt er, für die er ein Leben lang gewirkt und die er geliebt und kindlich ver ehrt hat, harrl sein Leib des Tages der Au;fc rstehung.

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 153.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.