Ildephons Kost: Unterschied zwischen den Versionen

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Paten: Laurenz Furrer und Anna M. Schnider.
 
Paten: Laurenz Furrer und Anna M. Schnider.
==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.</ref>==
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==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge), Transkript von Br. Meinrad Haberl, übernommen.</ref>==
Die Familie war in Buchenrain im Kanton Luzern heimatgerechtigt. Er wurde als Sohn der Eheleute Kaspar Kost und Anna M. Schürmann, in Luzern geboren und am 26. Juli 1795 auf den Namen Lorenz Kaspar Alois getauft. Taufpaten waren Laurenz Furrer und Anna M. Schnider. Die Firmung erhielt er am 24. August 1796 unter Assistenz von Josef Hegglin.<ref>Bezeugung von Pfarrhelfer Felix Raeber in Luzern am 10. Juni 1820.</ref> Er besuchte das Gymnasium in Luzern. Da seine Eltern nicht begütert waren, wurde Laurenz als Sänger an der Hofkirche in Luzern eingestellt und erhielt den ersten Lateinunterricht bei den "Hofgeissen". Seine Studien in Theologie und Philosophie absolvierte er im Kollegium in Luzern, als Schüler der Professoren Gügler und Widmer mit denen er auch befreundet war. Die niederen Weihen erhielt er bereits am 30. Juli 1820 durch den Nuntius Ignazio Nasalli.  
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Die Familie war in Buchenrain im Kanton Luzern heimatgerechtigt. Er wurde als Sohn der Eheleute Kaspar Kost und Anna M. Schürmann, in Luzern geboren und am 26. Juli 1795 auf den Namen Lorenz Kaspar Alois getauft. Taufpaten waren Laurenz Furrer und Anna M. Schnider. Die Firmung erhielt er am 24. August 1796 unter Assistenz von Josef Hegglin.<ref>Bezeugung von Pfarrhelfer Felix Raeber in Luzern am 10. Juni 1820.</ref> Er besuchte das Gymnasium in Luzern. Da seine Eltern nicht begütert waren, wurde Lorenz als Sänger an der Hofkirche in Luzern eingestellt und erhielt den ersten Lateinunterricht bei den "Hofgeissen". Seine Studien in Theologie und Philosophie absolvierte er im Kollegium in Luzern, als Schüler der Professoren Gügler und Widmer mit denen er auch befreundet war. Die niederen Weihen erhielt er bereits am 30. Juli 1820 durch den Nuntius Ignazio Nasalli.  
  
Am 24. Januar 1822 wurde er vom Kapitel zum Noviziat zugelassen, wobei bemerkt wurde: "Er ist ein armer junger Mann und im Alter schon vorgeschritten, aber fromm und erprobt."<ref>Acta capitularia VIII (1810–1842), StiArEbg cod. 280, S. 35.</ref> Am 26. Januar 1823 konnte er als P. Ildephons Profess ablegen. Die hl. Weihen erhielt er alle noch im gleichen Jahr, wieder durch den Nuntius Nasalli in dessen Hauskapelle in Luzern: Den Subdiakonat am 22. Februar, den Diakonat am 15. März, und die Priesterweihe am 16. März 1823, zusammen mit P. [[Beda Iten]]. Zwei Jahre später am 15. Februar 1825 erteilte ihm Bischof Karl Rudolf von Chur-St. Gallen die Zulassung zur Seelsorgeausübung in seinem Sprengel. Er wurde [[Lehrer]] am Gymnasium für die unteren Klassen bis 1849. 1835 wurde er auch Unterpfarrer in [[Engelberg]]. 1864 bat er als Senior die Enthebung aus seinem Amt. Er starb 72 jährig am 11. Juli 1867, „wo ihn beim Wecken ein Bruder tot am Boden liegend fand. Noch am Vorabend war er gesund und heiter gewesen.<ref>StiArEbg Tagebuch Abt Villiger, Bd. I, S. 14.</ref> Am 12. März wurde er Morgens um 8 Uhr feierlich und im Beisein des Konvents, des Hochw. Dekans Meyer von Sins, der Klosterzöglinge und einer großen Anzahl Thalvolkes zur Erde bestattet."<ref>Nachruf in: Schweizerische Kirchen-Zeitung, Nr. 29, 20. Juli 1867, S. 274; Pfr. Xaver Herzog: „Geistl. Ehrentempel“, 1868, Bd. V. S. 103ff.</ref>   
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Am 24. Januar 1822 wurde er vom Kapitel zum Noviziat zugelassen, wobei bemerkt wurde: "Er ist ein armer junger Mann und im Alter schon vorgeschritten, aber fromm und erprobt."<ref>Acta capitularia VIII (1810–1842), StiArEbg cod. 280, S. 35.</ref> Am 26. Januar 1823 konnte er als P. Ildephons Profess ablegen. Die Weihen erhielt er alle noch im gleichen Jahr, wieder durch den Nuntius Nasalli in dessen Hauskapelle in Luzern: Den Subdiakonat am 22. Februar, den Diakonat am 15. März, und die Priesterweihe am 16. März 1823, zusammen mit P. [[Beda Iten]]. Zwei Jahre später am 15. Februar 1825 erteilte ihm Bischof Karl Rudolf von Chur-St. Gallen die Zulassung zur Seelsorgeausübung in seinem Sprengel. Er wurde [[Lehrer]] am Gymnasium für die unteren Klassen bis 1849. 1835 wurde er auch Unterpfarrer in [[Engelberg]]. 1864 bat er als Senior die Enthebung aus seinem Amt. Er starb 72-jährig am 11. Juli 1867, "wo ihn beim Wecken ein Bruder tot am Boden liegend fand. Noch am Vorabend war er gesund und heiter gewesen.<ref>StiArEbg Tagebuch Abt Villiger, Bd. I, S. 14.</ref> Am 12. März wurde er Morgens um 8 Uhr feierlich und im Beisein des Konvents, des Hochw. Dekans Meyer von Sins, der Klosterzöglinge und einer großen Anzahl Thalvolkes zur Erde bestattet."<ref>Nachruf in: Schweizerische Kirchen-Zeitung, Nr. 29, 20. Juli 1867, S. 274; Herzog, Xaver: Geistl. Ehrentempel, 1868, Bd. V. S. 103ff.</ref>   
  
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==
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== Bibliographie ==
 
== Bibliographie ==
 
* Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 143.
 
* Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 143.
* StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.
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* StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer (Transkript Br. Meinrad Haberl).
  
 
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[[Kategorie:Professbuch|605]][[Kategorie:Priestermönch]][[Kategorie:Priestermönch 1800–1850]][[Kategorie:Herkunftskanton Luzern]]

Version vom 20. November 2021, 14:45 Uhr

Ildephons (Lorenz Kaspar Alois) Kost (* 26. Juli 1795 in Buchenrain; † 10. Juli 1867 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 26. Januar 1823

Priesterweihe: 16. März 1823

Ämter

Lehrer an der Stiftsschule: 1823–1849

Unterpfarrer in Engelberg: 1835–1864

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Kaspar Kost und Anna M. Schürmann.

Paten: Laurenz Furrer und Anna M. Schnider.

Lebensbeschreibung[1]

Die Familie war in Buchenrain im Kanton Luzern heimatgerechtigt. Er wurde als Sohn der Eheleute Kaspar Kost und Anna M. Schürmann, in Luzern geboren und am 26. Juli 1795 auf den Namen Lorenz Kaspar Alois getauft. Taufpaten waren Laurenz Furrer und Anna M. Schnider. Die Firmung erhielt er am 24. August 1796 unter Assistenz von Josef Hegglin.[2] Er besuchte das Gymnasium in Luzern. Da seine Eltern nicht begütert waren, wurde Lorenz als Sänger an der Hofkirche in Luzern eingestellt und erhielt den ersten Lateinunterricht bei den "Hofgeissen". Seine Studien in Theologie und Philosophie absolvierte er im Kollegium in Luzern, als Schüler der Professoren Gügler und Widmer mit denen er auch befreundet war. Die niederen Weihen erhielt er bereits am 30. Juli 1820 durch den Nuntius Ignazio Nasalli.

Am 24. Januar 1822 wurde er vom Kapitel zum Noviziat zugelassen, wobei bemerkt wurde: "Er ist ein armer junger Mann und im Alter schon vorgeschritten, aber fromm und erprobt."[3] Am 26. Januar 1823 konnte er als P. Ildephons Profess ablegen. Die Weihen erhielt er alle noch im gleichen Jahr, wieder durch den Nuntius Nasalli in dessen Hauskapelle in Luzern: Den Subdiakonat am 22. Februar, den Diakonat am 15. März, und die Priesterweihe am 16. März 1823, zusammen mit P. Beda Iten. Zwei Jahre später am 15. Februar 1825 erteilte ihm Bischof Karl Rudolf von Chur-St. Gallen die Zulassung zur Seelsorgeausübung in seinem Sprengel. Er wurde Lehrer am Gymnasium für die unteren Klassen bis 1849. 1835 wurde er auch Unterpfarrer in Engelberg. 1864 bat er als Senior die Enthebung aus seinem Amt. Er starb 72-jährig am 11. Juli 1867, "wo ihn beim Wecken ein Bruder tot am Boden liegend fand. Noch am Vorabend war er gesund und heiter gewesen.[4] Am 12. März wurde er Morgens um 8 Uhr feierlich und im Beisein des Konvents, des Hochw. Dekans Meyer von Sins, der Klosterzöglinge und einer großen Anzahl Thalvolkes zur Erde bestattet."[5]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge), Transkript von Br. Meinrad Haberl, übernommen.
  2. Bezeugung von Pfarrhelfer Felix Raeber in Luzern am 10. Juni 1820.
  3. Acta capitularia VIII (1810–1842), StiArEbg cod. 280, S. 35.
  4. StiArEbg Tagebuch Abt Villiger, Bd. I, S. 14.
  5. Nachruf in: Schweizerische Kirchen-Zeitung, Nr. 29, 20. Juli 1867, S. 274; Herzog, Xaver: Geistl. Ehrentempel, 1868, Bd. V. S. 103ff.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 143.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer (Transkript Br. Meinrad Haberl).