Bonaventura Egger

Aus Kloster-Engelberg
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Bonaventura (Josef Gallus) Egger (* 20. November 1878 von Tablat SG; † 2. März 1931 in Engelberg), Dr. theol.

Lebensdaten

Absolvent der Stiftsschule Engelberg: 1891–1897?

Profess: 1. Oktober 1901

Priesterweihe: 10. Juli 1904

Ämter

Lehrer der Fratres: 1904–1906, 1907–1929

Lehrer an der Stiftsschule: 1904–1906, 1907–1929

Küchenmeister: 1908–?

Ar­chivar: 1909–1919

Rektor: 1919–1925

Grosskell­ner: 1925–1929

Abt: 1929–1931

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des J. B. Egger und der Rosa Messmer.

Lebensbeschreibung[1]

Abt Bonaventura wurde am 20. November 1878 als Josef Gallus als Bürger von Tablat SG in Goldach SG geboren. Er war der Sohn des J. B. Egger und der Rosa Messmer, einer Schwester des späteren Erzbischofs Sebastian Messmer in Milwaukee USA. Nach der Primarschule kam er 1891 an die Klosterschule Engelberg und zog nach der 6. Klasse für das Studium von Philosophie und Theologie an die Universität Fribourg. Während des Studiums trat er ins Noviziat ein und legte am 1. Oktober 1901 Profess ab.[2] Er kehrte nach Fribourg zurück, wo er 1903 das Lizentiat und im Herbst 1904 das Doktorat der Theologie[3] ablegte. Dazwischen empfing er am 10. Juli 1904 die Priesterweihe.

Nach Studienab­schluss wurde er Lehrer an der theologischen Hausschule und Englischleh­rer am Gymnasium. 1906 bis 1907 war er Spiritual im Frauenkloster Leiden Christi. 1907 kehrte er an die Stiftsschule zurück, wo er bis zu seiner Abtswahl Philosophie, Geschichte, Kirchengeschichte und Englisch unter­richtete. 1908 wurde er Küchenmeister, 1909 bis 1919 war er zudem Ar­chivar, 1919 wurde er Rektor der Klosterschule.[4] Ab 1925 war er Grosskell­ner und Leiter der neuen Klosterbauten.[5] 1911 begründete er die klösterliche Hauschronik «Strählplätzli» und 1914 die Kollegiums-Zeitschrift «Tit­lisgrüsse».

Am 10. Dezember 1929 wurde er zum Abt gewählt und am 15. Dezember geweiht.[6] Die väterliche Art des Abtes Bonaventura, verbunden mit gerech­ter Strenge, kennzeichnete sein Verhältnis zu den aktiven und ehemaligen Schülern, zu den Mitbrüdern und zu den ihm unterstellten Frauenklöstern.[7] Doch erlaubte ihm seine kurze Regierungszeit von nur 5 Viertel Jahren wenig Möglichkeiten zu tieferer Einflussnahme. Er starb schon am 2. Màrz 1931 an einer Lungenentzündung.[8]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von der Helvetia Sacra (III I, S. 655f) übernommen.
  2. StiArEbg Personalakten Egger.
  3. Dissertation: Geschichte der Cluniazenserklöster in der Westschweiz bis zum Auftreten der Cistercienser, Fribourg 1907.
  4. Jahresberichte der Stiftsschule.
  5. StiArEbg Hauschronik seit 1925.
  6. StiArEbg Wahlakten 1929.
  7. StiArEbg Acta capituli und Ansprachen des Abtes.
  8. StiArEbg Hauschronik 1931.

Bibliographie

  • Heer, Gall: Aus der Vergangenheit von Kloster und Tal Engelberg 1120–1970, S. 487-497.
  • Helvetia Sacra III I, S. 655f.