Benedikt Soder: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Kloster-Engelberg
Zur Navigation springen Zur Suche springen
 
Zeile 1: Zeile 1:
'''Benedikt () Soder''' (* [[24. Januar]] [[1875]] in [[Möhlin]]; † [[11. Mai]] [[1942]] in [[Engelberg]])
+
'''Benedikt (Franz Xaver) Soder''' (* [[24. Januar]] [[1875]] in [[Möhlin]]; † [[11. Mai]] [[1942]] in [[Engelberg]])
  
 
== Lebensdaten ==
 
== Lebensdaten ==
Zeile 11: Zeile 11:
 
== Beziehungsnetz ==
 
== Beziehungsnetz ==
 
=== Verwandtschaft ===
 
=== Verwandtschaft ===
 +
Sohn des Franz Xaver Soder und der Amalia Soder.
  
 
==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Nachruf in den Titlisgrüssen 28, 1941/42, S. 91-92, übernommen.</ref>==
 
==Lebensbeschreibung<ref>Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Nachruf in den Titlisgrüssen 28, 1941/42, S. 91-92, übernommen.</ref>==
Zeile 35: Zeile 36:
 
{{Personendaten
 
{{Personendaten
 
|NAME=Soder, Benedikt
 
|NAME=Soder, Benedikt
|ALTERNATIVNAMEN=
+
|ALTERNATIVNAMEN=Soder, Franz Xaver
 
|KURZBESCHREIBUNG=Mönch des Klosters Engelberg
 
|KURZBESCHREIBUNG=Mönch des Klosters Engelberg
 
|GEBURTSDATUM=24. Januar 1875
 
|GEBURTSDATUM=24. Januar 1875

Aktuelle Version vom 27. Januar 2022, 02:42 Uhr

Benedikt (Franz Xaver) Soder (* 24. Januar 1875 in Möhlin; † 11. Mai 1942 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 15. September 1899

Ämter

Oberaufwart im Kollegium: 1899–1901

Schneider: 1908–1940

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Franz Xaver Soder und der Amalia Soder.

Lebensbeschreibung[1]

Br. Benedikt wurde am 24. Januar 1875 als jüng­stes von sechs Kindern einer aargauischen Bauernfamilie in Möhlin geboren. Dort besuchte er die Volksschule und ging dann mit sech­zehn Jahren für zweieinhalb Jahre als Schneiderlehrling ins nahe Städt­chen Säckingen.

Im August 1897 trat er mit einem an­deren Schneider, seinem späteren Mitprofessen Br. Johann Baptist Iten von Zug als Bruderkandidat ins Kloster Engelberg ein. Die beiden Nadelkünstler waren sehr willkommen, denn in der Klosterschneiderei, die damals (bis ca. 1906) auch die Arbeiten für das Kollegium zu besorgen hatte, war bitterer Arbeiter­mangel eingetreten. Der alte Klosterschneider Br. Benedikt Amstutz hatte eben im Juni das Zeitliche gesegnet und sein einziger jüngerer Mit­arbeiter Br. Anton Weibel aber lag für eine Operation in einem Spital der Bundesstadt.

Nach Ablegung der Profess am 15. September 1899 konnte dann aber, da Schneidermeister Br. Anton wieder arbeitsfähig geworden war, einer der beiden neuen Brüder anderweitig beschäftigt wer­den. So kam Br. Benedikt auf dringendes Ersuchen des damaligen Schulpräfekten P. Frowin Durrer als Oberaufwart ins Kollegium. Schon nach anderthalb Jahren konnte er als Hilfskraft den alternden Kloster­pförtner Br. Kolumban Weber unterstützen, um ihm den grösseren Teil der Arbeitslast abzunehmen.

Seinem Mitprofessen Br. Johann Baptist war die Arbeit in der Schneiderwerkstätte mit ihrem Mangel an Bewegung gesundheitlich nicht zuträglich und so schien es geraten, dass Br. Benedikt seine Arbeit in der Schneiderei übernehmen sollte. Um in der Schneiderei nicht mit der Zeit gleiche Erfahrungen zu machen, wie sein Konfrater, nahm Br. Benedikt von Anfang an in sein Arbeitsprogramm bestimmte Zeiten auf, die der Bewegung in freier Luft gewidmet waren und auch stets treu eingehalten wurden. Mag es nun an diesem und anderen angewendeten Vorbeugung­mitteln gelegen haben oder seiner von Natur aus kräftigen Gesundheit: Br. Benedikt hielt bei der Schneiderarbeit sozusagen ohne irgendwelche namhafte Störungen volle 32 Jahre aus, davon längere Zeit in leitender Stellung.

Im letzten Lebensjahr jedoch traten infolge des fortgeschrittenen Alters bei ihm Anzeichen beginnender Wassersucht auf. Eine Lungenentzündung und eine darauf folgende Brust­fellentzündung liessen das Schlimmste befürchten. Wider Erwarten aber schien der Kranke sich wieder erholt zu haben, so dass man neue Hoffnung auf Genesung hegte. Da trat unerwartet am Morgen des 11. Mai 1942, als eben das hl. Opfer in der anstossenden Krankenkapelle begonnen hatte, eine Herzlähmung ein und führte zum Tod.

Professnummer

  • Nr. 682

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Nachruf in den Titlisgrüssen 28, 1941/42, S. 91-92, übernommen.

Bibliographie

  • Nachruf von Br. Benedikt Soder in: Titlisgrüsse 28, 1941/42, S. 91-92.