Benedikt Amstutz

Aus Kloster-Engelberg
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Auf einem Foto aller Laienbrüder vom Herbst 1869 ist Br. Benedikt stehend mit einer Schere abgebildet, zweiter von rechts.

Benedikt (Johannes) Amstutz (* 22. Juli 1829 in Engelberg; † 2. Juni 1897 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 23. Januar 1853

Ämter

Schneider: 1853–1869

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Franz Josef Amstutz und der Anna M. Josefa Waser.

Lebensbeschreibung[1]

Die Amstutz sind ein vielverbreitetes Geschlecht in Engelberg. Johannes wurde als Sohn des Ehepaars Franz Josef Amstutz aus Mühlematt und seiner Frau Anna M. Josefa Waser von Schwyz, aber ursprünglich auch aus dem Klein-Gandli in Engelberg stammend, am 22. Juli 1829 geboren und auf den Namen Johannes getauft. Er besuchte die Dorfschule in Engelberg. Mit 18 Jahren kam er als Student-Aufwart in den Dienst der Stiftsschule. Hier lernte er auch das Klosterleben kennen und bat 1851/52 um Aufnahme ins Kloster. Als Aussteuer brachte er 500 alte Schweizerfranken und ein voll ausgerüstetes Bett mit Wäsche. Im Kapitel wurde er als frommer und arbeitsamer Mann bezeichnet.[2]

23. Januar 1853 legte er auf den Namen Benedikt die Profess ab. Er erlernte während dieser Zeit, zwar etwas notdürftig, das Schneiderhandwerk, mit dem er sich im Kloster und zum Teil auch im Kollegium nützlich machen konnte. Zusammen mit Br. Anton Weibel flickte er die havarierten Kutten, stellte aber auch neue her.[3] 1896 begann Br. Benedikt zu kränkeln. Die Krankheit bildete sich immer mehr zur Wassersucht aus. Hände, Arme und Beine schwollen stark an. Man rechnete aber nicht mit einem raschen Tod. Noch am Nachmittag des 2. Juni 1897 um halb vier Uhr traf ihn der Krankenwärter ziemlich wohl und wie gewohnt im Lehnstuhl sitzend an. Etwas später um etwa fünf Uhr fand er ihn aber tot im Bett liegend. Es muss wohl beim Zubettgehen ein Herzversagen oder ein Erstickungsanfall eingetreten sein.[4] Wie das Obwaldner Volksblatt[5] meldete, "war ein schwacher Besuch bei seiner Beerdigung". Auf einem Gruppenfoto der damaligen Laienbrüder vom Herbst 1869 ist Br. Benedikt stehend mit einer Schere abgebildet und dem dazugehörigen Text: "...den mehr auf Solidarität als Eleganz erpichten Schneider Benedikt Amstutz".[6]

Professnummer

  • Nr. 619

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Manuskript von Br. Meinrad Haberl (StiArEbg Professbucheinträge, mit Vorarbeiten von P. Gall Heer), übernommen.
  2. Acta capitularia IX (1851–1924), StiArEbg cod. 284/1, S. 15.
  3. Titlisgrüsse, Dezember 1931.
  4. Vogel, Catalogus biogr., S. 299.
  5. Ausgabe vom 12. Juni 1897, Nr. 24.
  6. Titlisgrüsse, Dezember 1931.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 147, Nr. 619.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach dem Manuskript von Br. Meinrad Haberl (mit Vorarbeiten von P. Gall Heer).