Barnabas Bürki: Unterschied zwischen den Versionen

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Sohn des Othmar Bürki und der Agnes Ritter.
 
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== Lebensbeschreibung ==
 
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Abt Barnabas Bürki war Nachfolger des Abtes [[Heinrich Porter]] nach dessen Tod am 26. März 1505. Er stammt aus Altstätten im Kanton St.Gallen. Er trat 1503 ins Noviziat ein,
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Abt Barnabas Bürki war Nachfolger des Abtes [[Heinrich Porter]] nach dessen Tod am 26. März 1505. Er stammte aus Altstätten im Kanton St.Gallen. Er trat 1503 ins Noviziat ein,
 
nachdem er die Universität Paris besucht hatte. Er kehrte indes nochmals in die Seinestadt zurück, um seine theologischen Studien abzuschliessen. In dieser
 
nachdem er die Universität Paris besucht hatte. Er kehrte indes nochmals in die Seinestadt zurück, um seine theologischen Studien abzuschliessen. In dieser
 
Zeit erfolgte seine Wahl zum Abt von Engelberg. Am 11. November 1505 feierte er seine Primiz, zu welcher er auch die Schirmorte einlud. Auch als Abt blieb er in brieflichem Verkehr mit seinen Pariser Freunden und Humanisten, auch im Austausch von Büchern. 1526 wurde er als solider Theologe zur Disputation nach Baden eingeladen und zum ersten der vier Präsidenten gewählt. Um den Kontakt mit der Kollaturpfarrei Brienz aufrecht zu erhalten und die Gläubigen im alten Glauben zu bestärken, ging er persönlich nach Brienz, gegen den Willen der neugläubigen Regierung. Während sein Begleiter, Hans Imsand, auf der Flucht über den Brünig gefangen und enthauptet wurde, konnte der Abt über den Jochpass entkommen. Brienz ging dem Kloster verloren und musste den neuen Glauben annehmen. Dafür wandte Abt Barnabas seinen ganzen Eifer darauf, das Kloster nach innen und aussen, geistig und materiell zu heben und den Einfluss der Schirmorte einzudämmen.
 
Zeit erfolgte seine Wahl zum Abt von Engelberg. Am 11. November 1505 feierte er seine Primiz, zu welcher er auch die Schirmorte einlud. Auch als Abt blieb er in brieflichem Verkehr mit seinen Pariser Freunden und Humanisten, auch im Austausch von Büchern. 1526 wurde er als solider Theologe zur Disputation nach Baden eingeladen und zum ersten der vier Präsidenten gewählt. Um den Kontakt mit der Kollaturpfarrei Brienz aufrecht zu erhalten und die Gläubigen im alten Glauben zu bestärken, ging er persönlich nach Brienz, gegen den Willen der neugläubigen Regierung. Während sein Begleiter, Hans Imsand, auf der Flucht über den Brünig gefangen und enthauptet wurde, konnte der Abt über den Jochpass entkommen. Brienz ging dem Kloster verloren und musste den neuen Glauben annehmen. Dafür wandte Abt Barnabas seinen ganzen Eifer darauf, das Kloster nach innen und aussen, geistig und materiell zu heben und den Einfluss der Schirmorte einzudämmen.
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== Bibliographie ==
 
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* Helvetia Sacra.
* Professbuch: Nr. 411.
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* Professbucheintrag (Nr. 411) nach P. Gall Heer.
  
 
== Einzelnachweise ==
 
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Version vom 6. Januar 2020, 06:02 Uhr

Ausschnitt eines Porträts von Abt Barnabas Bürki, im Hintergrund eine Darstellung der Badener Disputation 1526.
Farbige Darstellung des Bürki-Wappens aus dem 19. Jahrhundert.
Dieses textile Wappen ist das älteste erhaltene Bürki-Wappen (links). Das rechte Wappen gehört zu Abt Ignaz Betschart (1658-1681), zusammengehalten werden beide Wappen durch die Herrschaftsinsignien (Abtsmitra, Schwert und Abtsstab). Betschart hat dieses gemeinschaftliche Wappen für den Brienzer Ornat fertigen lassen, weil er diesen restaurieren liess und mit dem Bürki-Wappen auf die Rettung des Ornats durch Abt Barnabas 1528 im Zusammenhang mit der Einführung der Reformation im Berner Oberland (Brienz) hinweisen wollte.

Barnabas Bürki (* 1473/1474 von Altstätten; † 29. Dezember 1546 in Engelberg), Magister artium

Lebensdaten

Profess:

Priesterweihe:

Primiz: 11. November 1505


Ämter

Abt: 1505–1546

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Othmar Bürki und der Agnes Ritter.

Lebensbeschreibung

Abt Barnabas Bürki war Nachfolger des Abtes Heinrich Porter nach dessen Tod am 26. März 1505. Er stammte aus Altstätten im Kanton St.Gallen. Er trat 1503 ins Noviziat ein, nachdem er die Universität Paris besucht hatte. Er kehrte indes nochmals in die Seinestadt zurück, um seine theologischen Studien abzuschliessen. In dieser Zeit erfolgte seine Wahl zum Abt von Engelberg. Am 11. November 1505 feierte er seine Primiz, zu welcher er auch die Schirmorte einlud. Auch als Abt blieb er in brieflichem Verkehr mit seinen Pariser Freunden und Humanisten, auch im Austausch von Büchern. 1526 wurde er als solider Theologe zur Disputation nach Baden eingeladen und zum ersten der vier Präsidenten gewählt. Um den Kontakt mit der Kollaturpfarrei Brienz aufrecht zu erhalten und die Gläubigen im alten Glauben zu bestärken, ging er persönlich nach Brienz, gegen den Willen der neugläubigen Regierung. Während sein Begleiter, Hans Imsand, auf der Flucht über den Brünig gefangen und enthauptet wurde, konnte der Abt über den Jochpass entkommen. Brienz ging dem Kloster verloren und musste den neuen Glauben annehmen. Dafür wandte Abt Barnabas seinen ganzen Eifer darauf, das Kloster nach innen und aussen, geistig und materiell zu heben und den Einfluss der Schirmorte einzudämmen. Ihm verdankt das Tal die Korrektion der Engelberger Aa und den sogenannten "Aawasserbrief". Als Wahrer der Rechte des Klosters verwandte er viel Eifer auf eine klare Gesetzgebung als Grund­lage für das spätere Talbuch. Er suchte die Schule zu heben und für einen guten Nachwuchs für das Kloster zu sorgen, aber auch die Finanzen zu sichern. Er starb am 25. Dez. 1546.

Werke

Bibliographie

  • Helvetia Sacra.
  • Professbucheintrag (Nr. 411) nach P. Gall Heer.

Einzelnachweise