Anselm Faller

Aus Kloster-Engelberg
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Anselm (Josef) Faller (* 8. Juni 1779 in Muri; † 12. September 1834 in Sins)

Lebensdaten

Profess: 7. Januar 1798

Priesterweihe: 1802

Primiz:

Ämter

Lehrer an der Stiftsschule: 1807–1814?

Unterpfarrer in Engelberg: 1811–1814

Pfarrer in Engelberg: 1814–1820

Pfarrer in Auw: 1820–1827

Pfarrer in Sins: 1827–1834

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn der Eltern Plazidus Josef Faller und der Barbara Laubacher.

Lebensbeschreibung[1]

P. Anselm stammte aus in Muri im Freiamt, wo er als Sohn der Eltern Plazidus Josef Faller und der Barbara Laubacher am 8. Juni 1779 geboren wurde. In der Taufe erhielt er den Namen Joseph. Er legte am 23. Dezember 1796 dem Kapitel die Bitte um Aufnahme ins Noviziat vor. Man lobte sein vorbildliches Verhalten, seine Frömmigkeit sowie die wissenschaftliche Tüchtigkeit.[2] Wie die Befragung durch die helvetische Kommission 1798 ergab, war er damals 19 Jahre alt, seine Studien hatte er in der Klosterschule Muri absolviert, die Superiora in Engelberg.[3] Er konnte am 7. Januar 1797 das Noviziat beginnen und im folgemden Jahr unter dem gleichen Datum die Profess auf den Namen Anselm ablegen. Über die Weihen liegen keine Zeugnisse vor. Wir erfahren nur, dass er im Jahre 1802 die Priesterweihe empfing. Über die Aussteuer gibt das Rechnungsbuch von 1798/99 einigen Aufschluss: "Von Verwalter Faller in Muri den ersten Tei1 des Auskaufs seines Sohns, 300 gld."[4]

Am 25. Oktober 1811 wurde P. Anselm zum Unterpfarrer und Leiter der Talschule ernannt, die von Abt Kar1 Stadler weitgehend unterstützt wurde.[5] Am 11. Juni 1814 wurde er Pfarrer von Engelberg und behä1t die Talschule, ist auch Katechet der Kleinen. Am 2. Dezember 1819 besagt das (lückenhafte) Kapitelsprotokoll: P. Anselm Faller, der sechs Jahre Pfarrer in Engelberg und 13 Jahre Archivar und Kapitelssekretär gewesen war, wurde am 12. Januar 1820 Pfarrer von Auw, wo er bis zum 23. November 1827 blieb. Hier wurde er mit Pfarrer Groth und P. Gregor Strebel vom Amtmannn Fleckenstein von Hochdorf als Sektierer verdächtigt. Doch konnte er seine Pfarrei behalten.[6]

Nach Auw war er gekommen, nachdem er am 11. 1814 zum Pfarrer von Engelberg und Küchenmeister ernannt worden war. Vorher noch, anlässlich der grossen tvfutation von 1807 war .er 2. Präzeptor der Klosterschule, auch Lehrer der unteren Klassen, dazu Archivar, Bibliothekar, Sekretär des Abtes und Kapitelssekretär und mit dem Kanzler Inspektor der Klostermarchen. Als Archivar wurde er mit Abt Karl unter den ersten Mitgliedern der kurz zuvor gegründeten Geschihhtsforschenden Gesellschaft aufgeführt.[7] Letzter Posten war wiederum im Freiamt, am 23. November 1827 wurde er Pfarrer und Statthalter in Sins. Hier starb er am 12. Sepember 1834.[8]

Er hinterliess eine kurze Beschreibung der "Übertragung des heiligen Leibes von St. Felix, Martyrers, in die Pfarrkirche zu Sins durch und unter seiner Hochw. und Gnaden Herrn Eugenius fi Abt und Prälat des löbl. Gotteshauses Engelberg und Kollators genannter itixKFlE Pfarrkirche am dritten Sonntag des Weinmonats anno 1829 (18. Okt,) von P. Anselm Faller, Kapitulars von Engelberg, dazwnal Statthalter und Pfarrer in Sins. 2o S.11.[9] Von ihm liegt auch im Stiftsarchiv ein "Quodlibet" oder allerlei angefangene und fortgefUhrte Sachen, von P. Anselra Fa1ler, Pfarrer und Statthalter, fortgesetzt von foJ 91 an von P. Plazidus Tanner."

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Acta Cap. IV, S. 630.
  3. Acta capitularia VI (1798–1800), StiArEbg cod. 278, S. 86.
  4. StiArEbg cod. 54, S. 5.
  5. Heer, Aus der Vergangenheit, S. 374; Acta capitularia VIII (1810–1842), StiArEbg cod. 280, S. 12.
  6. Hess, die Pfarrgeistlichen, S. 117.
  7. Anz. für Schweizer Geschichte XI (1913), S. 348.
  8. Hess, Pfarrgeistliche, S. 109.
  9. Engelberg, Sitftsarchiv, ohne Paginierung.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 139.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.