Walter Zuber

Aus Kloster-Engelberg
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Walter Zuber (* unbekannt; † 14. Januar in Engelberg)

Lebensbeschreibung[1]

Von ihm bezeugt Abt Rudolf Schertleib von Engelberg (1298–1317), Bruder Walter habe mit seiner Zustimmung ein Gut am Bürgenberg, genannt Bennendal, gekauft und es dem Kloster zu einer Jahrzeit gegeben.[2] Der Abt übergibt ihm 20 Pfund von der Alp Zingel und 20 Pfund von der Alp Lutersee. Als Erblehen erhält er Anteil am Gut im Gehren (Grafenort) und von dem Gut Walters zu den Walken (vermutlich "Walli" bei Dallenwil). Für ihn soll jährlich am Fest der hl. Dreifaltigkeit ein feierliches Jahrzeit begangen werden. Die Gestalt des Walter ist sehr umstritten. Die erwähnte Schenkung ist klar. Sie wird noch ergänzt durch einen Eintrag im Nekrolog von 1491[3]: "Von Bruder Walter ein Pfund, dero gandt 10 Schilling von Lutersee und 10 Schilling ab dem Zingel". Von den Versuchen einer näheren Bestimmung des Bruders Walter Zuber sollen nur zwei erwähnt werden. Kaplan Anton Odermatt hält ihn für den Einsiedler zu St. Jost auf dem Bürgen, von dem es heisst, er habe lange unter einem Felsen gelebt und dort Schutz gefunden. An dieser Stelle sei dann die Kapelle von St. Jost gebaut worden. Dieser Einsiedler sei derselbe Bruder Walter, der 1301 die erwähnte Schenkung an das Kloster Engelberg gemacht habe.[4] Nach Paul Kläui war Zuber verheiratet und vermachte sein Gut zu Gunsten seiner Tochter in der Schwand. Er bringt Walter auch mit Peter von Zuben in Verbindung, der 1322 auch mit dem Kloster Engelberg in Verbindung war.[5] Doch nimmt Kläui in keiner Weise Bezug auf den deutlichen Wortlaut der Urkunde von 1301, sodass man der Auffassung Odermatts den Vorzug geben möchte, der einfach von der Sage ausgeht und sie zu erklären sucht. Dass es sich bei Zuber um einen Konventualen von Engelberg handelt, darf wohl daraus geschlossen werden, dass der Abt ausdrücklich bemerkt, Zuber habe mit seiner Erlaubnis die Schenkung von 1301 vorgenommen. Walter Zuber starb an einem 14. Januar.

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. QW I/2, S. 128f, Nr. 273.
  3. StiBiEbg cod. 26, f. 49r.
  4. Siehe J.M. Kaeslin, Geschichte der Pfarrei und des Kirchenbaus von St. Anton in Ennetbürgen, Altdorf 1901, S. 49. Durrer, Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden, S. 241f.
  5. Siehe QW II/2, S. 229, A.8.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 70.
  • StiArEbg Professbucheinträge nach P. Gall Heer.