Verena Eberhard

Aus Kloster-Engelberg
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Verena Eberhard (* unbekannt; † 28. März vor 1459 in Engelberg)

Ämter

Meisterin: nach 1452, vor 1459

Lebensbeschreibung[1]

Durch den Bericht über den Brand von 1449 ist die Amtszeit von Verena Eberhard ungefähr datiert, da sie als Nachfolgerin der Scholastika Uotz und Vorgängerin der Margaretha ab Iberg bezeich­net wird.[2] Sie stammt von Küssnacht, wo die Familie quellenmässig belegt ist, so durch den Steuerrodel der Stadt Luzern von 1352[3] und durch die Kammeramtsrodel des Stifts im Hof zu Luzern.[4] In letzteren sind die Oberinnen 1747 Namen eines Wernli Eberhart und seiner Frau Els... belegt; die gleichen erscheinen vermutlich als "Wernher Eberhart et Elisabeth uxor ejus" im Engelberger Jahrzeitbuch doppelt eingetragen zum 21. und 27. März, sie dürften die Eltern der Meisterin Verena sein.[5] Diese macht sich vor allem um den Wiederaufbau ihres Klosters verdient, für das sie innerhalb und ausserhalb der Schweiz Wohltäter gewinnt. Zur Unterstützung des brand­ geschädigten Klosters lässt Abt Johannes Ambühl am 4. Februar 1454 eine Reihe von Zinsen in Engelberg und auswärts den Nonnen zukommen, und auf der Rückseite der Urkunde wird überdies zwischen Abt und Meisterin vereinbart, dass die Einkünfte der Jahrzeitstiftung von Margaretha Zwicker für die Klosterfrauen zu einer Aufbesserung bei Tisch an Brot und Wein zu verwenden seien.[6] Sechs Jahre nach dem Brand kann der Neubau 1455 bezogen werden, am 9. Juli 1455 lässt der Diözesanbischof Heinrich von Hewen durch seinen Weihbischof Johannes die Kirche des Frauenklosters und zwei Altäre neu weihen[7] Der Todestag der Meisterin Verena ist zum 28. März angegeben.[8]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde von der Helvetia Sacra (III I, S. 1746f) übernommen.
  2. Vermischte Urkunden, in Geschichtsfreund 9, S. 233, Nr. 30.
  3. QW II/3, S. 293 (1352).
  4. Ib., I, S. 19, 123, 137 (2. Hälfte 14. Jh.), 236 (1400), 219 (1406/1409).
  5. StiBiEbg cod. 10, f. 6r (27. März), 30r (21. März).
  6. Ib., Cod. 224, p. 455.
  7. StiArEbg Cista N6, Kopien 46 und 48. REG 4, Nr. 1189.
  8. StiBiEbg cod. 10, f. 6r, ed. MGH Necr. I, S. 367. Im jüngeren, 1491 begonnenen Nekrolog (Cod. 11, f. 7r) lautet der Eintrag: «Frow freni Eberhartin von Zug, meystrin vor ziten zuen Frowen». Wahrscheinlich ist die neue Herkunftsbezeichnung damit zu erklären, dass die Familie inzwischen in Zug ansässig geworden ist.

Bibliographie

  • Helvetia Sacra III I, S. 1746f.