Thomas Hilpold

Aus Kloster-Engelberg
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Thomas (Johann Ulrich) Hilpold (* 6. Juli 1700 in Luzern; † 1. Mai 1720 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 12. Februar 1719

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Josef Wilhelm Hilpold und der Anna Meyer.

Paten: Johann Ulrich Göldlin von Tiefenau und M. Katharina Bur.

Lebensbeschreibung[1]

Die Hilpold waren Luzerner Bürger. Die Eltern waren Josef Wilhelm Hilpold und Anna Meyer. Ihnen wurde am 6. Juli 1700 Johann Ulrich geboren und in der Pfarrkirche im Hof getauft. Paten waren Johann Ulrich Göldlin von Tiefenau und M. Katharina Bur. Stellvertreter waren Bernhard Josef von Sonnenberg und M. Dorothea Hartmann. Das Firmzeugnis fehlt. Der Taufschein ist ausgestellt von Pfarrhelfer J.B. Acklin am 14. Oktober 1715 für die Profess.

Eine Besonderheit der Profess vom 12. Februar 1719 ist deren Bestätigung durch Schultheiss und Rat der Stadt Luzern. Sie schrieben nämlich: "Hochwürdiger, in Sonderheit hoch­geehrter Herr! Dass Euer Hochwürden unseren Burgeren Jost Ulrich Hilpold in dero lobl. Gottshaus aufzunehmen geruhen wollen, haben wir hiemit Dank genug erkennen und Euer Hochwürden unser gegeben Bereitwilligkeit zu jeder Zeit versichern wollen, die wir nebst Anwünschung allverlanglicher glückseligkeit uns bezeugen. Den 30. Merzen 1718. Euer Hochwürden gutwilliger Schultheiss und Rhat der Stadt Luzern. Auf der Rückseite: "Dankeserstattung wegen aufnehmung Jost Ulrich Hiltpold den 30. Merzen anno 1718." Man gewinnt den Eindruck, in Luzern sei man froh gewesen, den jungen schwächlichen Hiltbold unterbringen und versorgen zu können. Das Schreiben ist in Hinsicht auf die Aufnahme ins Noviziat 1718 erfolgt. Die amtliche Beglaubigung der Zulassung ist vom 30. März, die zur Profess vom 18. Februar 1719 datiert.[2] Am 1. März 1719 steht der Eintrag: "Eine hochweise Obrigkeit von Luzern zahlt wegen ihres Bürgers Jost Hiltbold, der hier Profess täte, Kleider und Brevier."[3] Der junge Mann, der offenbar nicht gesund war und versorgt werden sollte, starb schon am 1. Mai 1720.

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Odermatt, Collectanea Bd. 2, StiArEbg cod. 211, S. 439 und 742.
  3. StiArEbg Rechnungsbuch 1717, 1. März 1719.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 126.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.