Scholastika Uotz

Aus Kloster-Engelberg
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Scholastika Uotz (* unbekannt; † 3. August nach 1451 in Engelberg)

Ämter

Meisterin: 1449–1451

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Neffe: Heinrich Utz

Lebensbeschreibung[1]

Scholastika Uotz stammte aus Luzern und ist die Nachfolgerin der 1451 verstorbenen Margaretha Ammann, wie der Bericht vom 10. Dezember 1459 über Brand und Neubau des Klosters mitteilt.[2] Unter ihr erfolgt 1452 der Baubeginn, nachdem die Schirmorte am 17. März 1451 beschlossen haben, man solle den Frauen in Engelberg einen Vogt geben und ihnen raten, wo sie bauen sollten.[3] Im Jahrzeitbuch ist am 30. November verzeichnet, dass sie zwei Pfund ewigen Zins kauft und für das Licht des heiligen Sakramentes bestimmt.[4] Ihr Todestag ist der 12. November.[5]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde von der Helvetia Sacra (III I, S. 1745f) übernommen.
  2. Vermischte Urkunden, in: Geschichtsfreund 9, S. 233, Nr. 30.
  3. EA 2, 250 Nr. 380.
  4. Die Nachricht vom 15. Juni 1475, wonach die Schirmorte den Hensli Schnider ermahnen, «der Utzin für das entlehnte Geld einen Brief aufzurichten» (EA 2,543 Nr. 795), dürfte sich kaum auf den erwähn­ten Rentkauf der Meisterin Scholastika beziehen, sondern eher auf ein Geschäft der jüngeren Nonne Gertrud, † 14. November, StiBiEbg cod. 10, f. 21r.
  5. StiBiEbg cod. 26, f. 20v, bzw. cod. 10, f. 21r, ed. Jahrzeitbücher Engelberg, 265, und MGH Necr. I, S. 373. Um nähere Verwandte von ihr, evtl. ihre Eltern, handelt es sich bei den in einer Jahrzeit am 25. April genannten «Berchtold Uotz und Richenza sin husfrow» (ib., cod. 10, f. 32v). Ein Bertschi Uotz, evtl. identisch mit Berchtold, ist 1410 in Luzern belegt, dem Herkunftsort der Scholastika (QW II/3, S. 243). Die in Anm. 3 genannte Nonne Gertrud und der Engelberger Konventuale Heinrich Utz, † 9. Juli (StiBEngelberg, Cod. 26, f. 14r), dürften ebenfalls mit ihr verwandt sein.

Bibliographie

  • Helvetia Sacra III I, S. 1745f.