Rudolf von Winterberg

Aus Kloster-Engelberg
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Rudolf von Winterberg (* unbekannt; † 12. Juli in Engelberg)

Lebensbeschreibung[1]

Rudolf von Winterberg gibt eine Reihe von Rätseln auf und es ist wahrscheinlich, dass er gar nicht Mönch in Engelberg war. Er wird nämlich nur einmal in einer Urkunde vom 8. Oktober 1334 erwähnt.[2] Unter diesem Datum kauften drei Klosterfrauen von Engelberg, unter ihnen eine Hemma von Winterberg, von Konrad und Heinrich im Schlatt auf Altzellen ein Gut oder mehrere Güter mit der Bestimmung, dass, wenn eine der Nonnen sterbe, dann die beiden andern den vereinbarten jährlichen Zins erhalten sollten. Wenn nur noch eine lebe, soll sie den Zins erhalten, aber für den verstorbenen Rudolf von Winterberg eine feierliche Jahrzeit halten lassen. Hemma von Winterberg ist 1331 sicher noch am Leben. Sie wird in der Abrechnung mit Einsiedeln ausdrücklich genannt als "der von Winterberg", die bei der Auszahlung von 1332 ihren Anteil erhält.[3] Schwester Hemma von Winterberg machte eine Vergabung an das Kloster Engelberg, in der Höhe der Jahrzeit für Rudolf von Winterberg. Es ist also wahrscheinlich, dass Rudolf von Winterberg nicht Konventuale von Engelberg, sondern der Vater der Schwester Hemma war, obwohl sich das nicht klar belegen lässt.[4] In der Klostertradition wurde er im Nekrolog mit dem Todestag 12. Juli geführt.

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. StiArEbg Urkunden, D. 120 (8. Oktober 1334), vgl. QW I/3, S. 53f, Nr. 70.
  3. QW II/2, S. 66. Fälschlicherweise interpretierte P. Benedikt Gottwald, es sei Rudolf von Winterberg selbst gemeint. Er führte ihn daher im Album Engelbergen­se als Konventualen von Engelberg (vgl. Album Engelbergense, Luzern, 1882, S. 71).
  4. QW I/3, S. 53f, Nr. 70, Anm. 10.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 71.
  • StiArEbg Professbucheinträge nach P. Gall Heer.