Richene

Aus Kloster-Engelberg
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Abt Frowin mit dem Abtstab und der Schreiber Richene mit dem Schabmesser vor dem Pult. StibiEbg cod. 5, f. 1r – Biblia latina vulgatae versionis cum prologis (https://www.e-codices.ch/de/list/one/bke/0005).

Richene (* unbekannt; † 19. Oktober unbekannt)

Lebensdaten

Übertritt aus dem Kloster St. Blasien: ca. 1143

Lebensbeschreibung

Richene kam wohl 1143 mit Frowin aus St. Blasien ins Kloster Engelberg. Er gehörte Mitte des 12. Jahrhunderts mit Frowin und zwei weiteren unbekannten Schreibern zu den Hauptakteuren beim Aufbau von Skriptorium und Bibliothek in Engelberg. Als sein Hauptwerk gilt die dreibändige Frowin-Bibel mit Altem und Neuen Testament (codd. 3-5), in der er mit dem Abt abgebildet ist. Mehrere Verseinträge in diversen Handschriften aus der Zeit belegen seinen seltenen Namen. Da er in keinem der mittelalterlichen Engelberger Nekrologe, aber im Totenbuch von St. Blasien vermerkt ist (gestorben an einem 19. Oktober)[1], liegt die Vermutung nahe, dass Richene nach seiner Schreibertätigkeit nach St. Blasien zurückgekehrt ist.

Einzelnachweise

  1. Baumann, Franz Ludwig (Hg.), MGH Necr. 1 (186-1888), S. 325; P. Ildephons Straumeyer setzte ohne Begründung den Todestag auf den 1. Dezember: «Obitus vere Religiosi P. Richenis discipuli Beati Frowini».

Bibliographie

  • De Kegel, Rolf: Richene, in e-HLS.
  • Steinmann, Martin: Abt Frowin von Engelberg (1143–1178) und seine Handschriften, in: Der Geschichtsfreund 146 (1993), S. 7-36, hier 14-16, 24.
  • Bonifazi, Reto: Die beiden Miniaturen der Frowin-Bibel auf Einzelblättern, in: Christoph Eggenberger (Hg.), Die Bilderwelt des Klosters Engelberg. Das Skriptorium unter den Äbten: Frowin (1143–1178), Berchtold (1178–1197), Heinrich (1197–1223), Luzern 1999, S. 27-30.