Plazidus Hess

Aus Kloster-Engelberg
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Plazidus (Jakob) Hess (* 23. November 1642 von Rapperswil; † 13. November 1694 in Engelberg)

Lebensdaten

Absolvent der Stiftsschule Engelberg: 1656–1660

Profess: 2. Februar 1661

Priesterweihe: 18. Dezember 1666

Ämter

Lehrer an der Stiftsschule: 1666–?

Kapitelssekretär: 1670–?

Unterpfarrer in Engelberg: 1676–1678, 1682–?

Pfarrer und Statthalter in Sins: 1678–1681, 1687–1692

Pfarrer in Engelberg: ?–1687

Küchenmeister: ?–1687

Abt: 1693–1694

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Lehrers und Organisten Nikolaus Hess und der Barbara Wetzstein.

Lebensbeschreibung[1]

Jakob wurde am 23. November 1642 in Rapperswil als Sohn des Lehrers und Organisten Nikolaus Hess und der Barbara Wetzstein geboren. 1656 kam er an die Klosterschule Engelberg, trat 1660 ins Noviziat ein und legte am 2. Februar 1661 die Gelübde ab. Die höheren Studien absolvierte er an der klösterlichen Hausschule und empfing am 18. Dezember 1666 in Luzern die Priester­weihe.[2] Er wirkte zunächst an der Klosterschule als Latein- und Musikleh­rer. 1670 wurde er zudem Kapitelssekretär. 1676 bis 1678 war er Unterpfarrer in Engelberg, 1678 bis 1681 war er Pfarrer und Statthalter in Sins, 1682 nochmals Unterpfarrer in Engelberg, bald darauf Pfarrer in Engelberg und gleichzeitig Küchenmeister. 1687 zog er wieder nach Sins. Am 13. Januar 1692 kehrte er, von einem hartnäckigen Gichtleiden geplagt, ins Klostern zurück.[3] Bei der Abtswahl vom 20. Januar 1693 wurde er nach zwei erfolglosen Urnengängen durch den Entscheid der beiden Skrutatoren zum Klostervorsteher ernannt, obwohl er die Wahl aus Krankheitsgründen zuerst abgelehnt hatte. Am 22. Mai er­folgte die bischöfliche Bestätigung und am 25. Juli in Engelberg die Abts­weihe.[4] In seiner kurzen Regierungszeit gab der tüchtige und beliebte Abt eine dritte Chororgel in Auftrag, die aber erst unter seinem Nachfolger vollendet wurde.[5] Andererseits wurde die unter Burnott begonnene Mon­stranz zu dieser Zeit fertiggestellt; sie trägt die Wappen beider Äbte.[6] Plazidus Hess war fast während seiner ganzen Abtszeit leidend. Am 13. November 1694 erlag er in Sins einem Schlaganfall.[7]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von der Helvetia Sacra (III I, S. 642) übernommen.
  2. StiArEbg Personalakten Hess; StiArEbg cod. 224, S. 290. Die Vorlesungen in StiBiEbg cod. 690/691.
  3. StiArEbg Personalakten Hess; StiArEbg cod. 224, S. 290.
  4. StiArEbg Wahlakten 1693.
  5. Huber, Kirchenmusik, S. 399.
  6. Siehe Abt Ignaz Burnott, Anm. 10.
  7. StiArEbg Rot. par. 7, S. 426.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 46.
  • Heer, Gall: Aus der Vergangenheit von Kloster und Tal Engelberg 1120–1970, S. 251-254.
  • Helvetia Sacra III I, S. 642.