Plazidus Fuchs

Aus Kloster-Engelberg
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Plazidus (Rudolf) Fuchs (* 8. Januar 1683 in Rapperswil; † 3. Oktober 1744 in Sarnen)

Lebensdaten

Profess: 2. Februar 1700

Priesterweihe: 18. September 1706

Ämter

Fratresinstruktor: 1709

Subprior: 17?–1725

Pfarrer in Engelberg: 1717–1725

Kapitelssekretär: 1726–1729

Krankenbruder: 1726–1729

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Rudolf Fuchs und der Anna Raimann

Paten: Rudolf Fuchs und Anna M. Ziegler.

Firmpate: Ludwig Müller.

Lebensbeschreibung[1]

P. Plazidus stammte aus Rapperswil. Der Vater wird im Taufschein als "Aedilis", Hauptmann oder Ammann bezeichnet und hiess Rudolf, seine Mutter war Anna Raimann. Ihnen wurde der Sohn am 8. Januar 1683 geboren. In der Pfarrkirche der "Freien und Katholischen Stadt Rapperswil" wurde er auf den Namen Rudolf getauft. Als Paten werden genannt: Rudolf Fuchs und Anna M. Ziegler. Die Firmung wird erwähnt, doch ohne Datum und Spender. Pate war Ludwig Müller. Unterzeichnet ist der Firmschein von Johann Heinrich Zimmermann, sacrae theologiae doctor notarius Apostolicus, am 15. Oktober 1698.

Wann Rudolf an die Stiftsschule kam, ist unklar. Bekannt ist nur die Professformel, nach der er am 2. Februar 1700 die Ordensprofess ablegte. Er scheint die Klosterschule sowie die Studien der Philosophie und Theologie in Engelberg absolviert zu haben. Den Subdiakonat erhielt er am 20. Dezember 1704 durch den Nuntius Vincenzo Bichi in seiner Hauskapelle, den Diakonat am 27. Februar 1706 durch denselben Nuntius in seiner Kapelle, die Priesterweihe mit Dispens wegen mangelndem Alter am 18. September 1706 durch den Nuntius am gleichen Ort. Zur Primiz erhält er einen Kelch mit dem Allianzwappen der Eltern: Fuchs - Raimann. Für ihn zahlte der "wohlehr­würdige Herr Kaplan und Kustos von Rapperswil", sein Bruder, die Aussteuer am 10. Februar 1719 und verfallene Zinsen von 162 gld.[2] Am 12. November 1728 besuchte er seine kranke Mutter.[3]

1709 wird er als Fratresinstruktor erwähnt.[4] 1717 bis 1725 war er Pfarrer von Engelberg. Bei der Wahl von Abt Maurus Rinderli war er als Subprior aufgeführt.[5] 1725 schickte ihn Abt Maurus Rinderli nach Sins als Gehilfe von P. Adelhelm Luidl (19. Feb. 1725), um seine Gesundheit wiederherzustellen oder sie zu kräftigen.[6] Vor dem Brand von 1729 war er Kapitelssekretär und Krankenbruder.[7] Am Tag nach dem Klosterbrand von 1729 wurde er vom Abt nach St. Gallen geschickt,[8] blieb aber dann mit P. Josef Kälin in Einsiedeln und kehrte erst 1737 zum Einzug des Konventes ins neue Kloster heim.[9] Am 8. Mai 1739 schrieb Abt Emanuel Crivelli nach Sins, P. Plazidus habe einen Schlaganfall erlitten, er werde ihn zur Erholung nach Sins schicken. Bei der Heimkehr solle man ihm ein Pferd bis Luzern besorgen; ab Stansstad werden dann ein anderes bereitstehen. Er kam am 15. Dezember nach Sins und erhielt den Auftrag, den Gottesdienst in Abtwil zu halten. Man möge auf seinen Zustand Rücksicht nehmen. In Abtwil blieb er von 1740 bis am 29. März 1744. Am Fest des heiligen Michael, am 29. September 1744, wurde er zusammen mit P. Fridolin Ehrler zum Beichthören nach Sarnen geschickt. Er hatte das Kloster anscheinend gesund verlassen, musste sich aber noch am Fest selber zu Bett legen und starb am 4. Oktober. Er wurde in Sarnen begraben.[10] Er wird als frommer Mann geschildert, der den brüderlichen Frieden liebte und seine Aemter mit viel Eifer versah.[11]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. StiArEbg Rb 1717, 10. Februar 1719.
  3. StiArEbg Rb 1717.
  4. StiArEbg Konrad Christen, Kopien XI. S. 218.
  5. Vgl. StiArEbg Wahlakten 1724.
  6. StiArEbg Korr. Rinderli, 19. Februar 1725.
  7. Straumeyer, Consuetudines, Cod. 202, S. 117.
  8. Acta capitularia II (Okt. 1737 – Dez. 1746), StiArEbg cod. 191.
  9. Ibidem, S. 15.
  10. StiArEbg cod. 395 (Pfarrbuch 1729-1749), Tabula Defunctorum III, S. 544.
  11. Acta capitularia II (Okt. 1737 – Dez. 1746), StiArEbg cod. 191, S. 305.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 122.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.