Peter von Hofen

Aus Kloster-Engelberg
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Peter von Hofen (* unbekannt; † 20. Mai nach 1543 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: ca. 1537

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Ulrich von Hofen, Pfarrer in Sarnen.

Lebensbeschreibung[1]

Die von Hofen stammen von Kerns, wo vor allem Andreas politisch führend war.[2] Der Vater von Peter war Pfarrer von Sarnen und gelangte 1536 an die Regierung von Obwalden mit der Bitte, seinen Sohn für die Aufnahme in das Kloster Engelberg zu empfehlen. Dieser war damals bereits Pfarrer von Alpnach unter dem Titel eines Rektors. Beide, Vater und Sohn, sind denn auch im Verzeichnis des Vierwaldstätterkapitels auf der gleichen Seite angeführt, der Sohn als "Peter Hofer, Rector, Alpnach", der Vater als "Ulrich von Hofen, pleb. Sarnen".[3] Über P. Peter ist wenig bekannt. Er trat 1536 in Engelberg ins Noviziat ein, später ist nur noch einmal von ihm die Rede. Dass er noch ein Jahr die Klosterschule unter Abt Barnabas Bürki besuchte, wie Ignaz Odermatt schreibt,[4] ist wohl so aufzufassen, dass dies sein Noviziatsjahr war. Es liegt ein Brief der Berner Regierung vom 30. Juli 1543 vor, nach dem Peter Hofen "uwer mitbruder", gebeten habe, den Zehnten von Brienzwiler, der nicht zur Pfarrei, sondern zum Gotteshaus Engelberg gehöre, diesem zu belassen. 1543 war Bern bereits zu Reformation übergetreten und nicht geneigt, diesem Ersuchen nachzukommen. Man habe genug damit zu tun, die Ansprüche des Prädikanten zu befriedigen.[5] Sonst ist über das Leben von Hofen nichts bekannt. Auch sein Tod ist im Nekrolog nicht überliefert. Im Frauenkloster ist die Familie vertreten durch die "Schwester Barbara was den Ammanns zum Hoefen tochter"[6]. Ammann Andreas zum Hoefen starb im Jahre 1523. Ob die "Elsen zum Hoefen von uri" auch in diese Verwandtschaft gehört, ist unsicher. Sonst gelten die von Hofen als Kernser, nicht als Urner.[7]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Küchler, Chronik von Kerns, S. 50.
  3. Schneller, Joseph: Das ehemalige Lucerner- oder Vierwaldstätter Capitel und seine älteren Briefschaften, in: Geschichtsfreund 24, 1869, S. 101.
  4. StiArEbg cod. 339, f. 28.
  5. StiArEbg cod. 240, S. 104.
  6. StiBiEbg cod. 11, f. 13r zum 5. April.
  7. StiBiEbg cod. 11, f. 11v zum 22. März.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 94.
  • StiArEbg Professbucheinträge nach P. Gall Heer.