Nikolaus Halter

Aus Kloster-Engelberg
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Wappen von P. Nikolaus Halter.

Nikolaus (Johannes) Halter (* 1587 in Baar; † 20. August 1639 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 27. Dezember 1606

Priesterweihe: 6. März 1613

Primiz: 8. April 1613

Ämter

Vestiar: 1611–16?

Grosskellner: 1614–1639

Pfarrer in Wolfenschiessen: 1634–1636

Pfarrer in Engelberg: 1636–1638

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Jakob Halter, Hauptmann, und der Eva Heinrich.

Lebensbeschreibung[1]

P. Nikolaus stammte aus Baar im Kanton Zug. Die Eltern waren Hauptmann Jakob Halter und Eva Heinrich. P. Nikolaus wurde 1587 geboren und erhielt den Taufnamen Johannes. Die Profess legte er am 27. Dezember 1606 ab. Subdiakon wurde er am 22. September 1612, Diakon am 25. Februar 1613, Priester am 6. März 1613. Am 8. April 1613 feierte er seine Primiz. Die Weihen spendete ihm der Weihbischof von Konstanz.[2] Die Philosophie und Theologie studierte er im Kloster bei den Patres Adelhelm Knoll und Augustin Lang.[3] Schon 1611 ist er Vestiar, später "Cellerar", wie die Konventscheibe von 1639 zeigt.[4] Dieses Amt hatte er schon früher bekleidet, wie seine Rechnungsbücher ausweisen. Schon 1614 erscheint er als "Cellerarius conventus".[5] 1634 bis 1636 ist er Pfarrer in Wolfenschiessen mit ausdrücklicher Erlaubnis des Bischofs, da die dortige Gemeinde an sich keinen Ordenspriester für die Seelsorge duldete. 1636 bis 1638 war er Pfarrer in Engelberg und wird als opferfreudiger Seelenhirte während der Festzeit gerühmt. Er selber erlag der Seuche am 20. August 1639. Er ist auch im Totenbuch von Wolfenschiessen zu diesem Datum eingetragen.[6]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Collectanea Tanner 3 (1600-1619), StiArEbg cod. 283, S. 243.
  3. Collectanea Tanner 3 (1600-1619), StiArEbg cod. 283, S. 229.
  4. Durrer, Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden, S. 183.
  5. Collectanea Tanner 3 (1600-1619), StiArEbg cod. 283, S. 192.
  6. Nach dem Kirchenbuch von Engelberg ist der Todestag der 14. August.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 106.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.