Michael Janser

Aus Kloster-Engelberg
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Michael (Melchior) Janser (* 12. August 1637 in Brunnen; † 7. April 1698 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 5. Oktober 1654

Priesterweihe: 24. September 1661

Ämter

Unterpfarrer in Engelberg: 1678–1683

Aushilfe in der Pfarrei Sins: 1682–1683

Pfarrer in Engelberg: 1686–1690

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Schiffmeisters Hans Janser und der Margaretha Kid.

Paten: Johann Inderbitizn und Anna Wespel.

Lebensbeschreibung[1]

Die Janser stammten aus Brunnen, Kirchgemeinde Ingenbohl. Hier wurde Janser am 12. August 1637 als Sohn des Schiffmeisters Hans Janser und der Margaretha Kid geboren und auf den Namen Melchior in der Pfarrkirche Ingenbohl durch den Pfarrer Johann Schwendiner getauft. Paten waren Johann Inderbitizn und Anna Wespel. Am 4. September 1652 brachte ihn der Vater in die Schule nach Engelberg, von der er 1653 ins Noviziat übertrat. Für diese Zeit, auch für die Zeit des Noviziates, zahlte der Vater wie gewohnt das Tischgeld, das er zum grösseren Teil mit Tuchlieferungen beglich. Am 31. Oktober 1661 kam ein jüngerer Bruder Michaels, Hans Balzer (Johann Balthasar), an die Klosterschule. Doch lief er am 5. Dezember, während der Vesper wieder davon. Am 10. Dezember erschien er nochmals, da ihn der Vater zurückgeschickt hatte. Doch am 9. März 1662 verliess er die Klosterschule endgültig.[2]

Auf die Profess des P. Michael hatte die Mutter 200 Gld. und ein aufgerüstetes Bett versprochen. Er legte am 5. Oktober 1654 die Profess ab. Auf die Profess hatte ihm sein Heimatpfarrer Balthasar Hildebrand, am 8. August 1653 ein rühmendes Zeugnis ausgestellt.[3] Den Subdiakonat spendete ihm der Nuntius Federico Borromeo in der Jesuitenkirche in Luzern am 21. Dezember 1658. Den Diakonat erhielt er durch denselben Nuntius am 13. März 1659. Die Priesterweihe erhielt er am 24. September 1661 in der Kirche des heiligen Johann Baptist in Hohenrein. 1669 starb sein Vater.

Seine Tätigkeit im Kloster verlief sehr einfach. 1681 war er bei der Wahl des Abtes Gregor Fleischlin Testis beim Informationsprozess unter dem Titel eines "Praeses Congregationis BVM".[4] Auf der Konventscheibe von 1698 ist er als einfacher Sacerdos aufgeführt. Sicher war er 1678 bis 1683 Unterpfarrer in Engelberg und von 1686 bis 1690 Pfarrer ebenda. 1682 bis 1683 war er zur Aushilfe in Sins.[5] 1683 bis 1684 war er Pfarrhelfer in Hergiswil bei dem aus Engelberg gebürtigen und ehemaligen Schüler Maurus Vogel. P. Michael starb am 7. April 1698.[6]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. StiArEbg cod. 42, 64f.
  3. StiArEbg Personalakten P. Michael Janser.
  4. StiArEbg cod. 245, S. 77.
  5. Hess, Die Pfarrgeistlichen, S. 110.
  6. Rot. par. zum Tag.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 113.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.