Meinrad Wattenhofer

Aus Kloster-Engelberg
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Meinrad (Mathias) Wattenhofer (* 31. Januar 1686 in Altendorf; † 18. Januar 1736 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 12. März 1719

Ämter

Schuhmacher

Konventbruder: 17?–1729

Pförtner: 17?–1729

Heizer

Wecker

Lebensbeschreibung[1]

Br. Meinrad stammte von Altendorf in der March und wurde am 31. Januar 1686 geboren. Die Namen der Eltern sind nicht bekannt. Er war Schuhmacher von Beruf und kam auf der Wanderschaft als Schuhmachergeselle weit in der Welt herum. Zweimal soll er für längere Zeit in Rom gewesen sein. Später heiratete er. Nach dem Tod von Frau und Kindern wollte er in ein Kloster eintreten, war aber unschlüssig, ob er Kapuziner oder Benediktiner werden sollte. Schliesslich entschied er sich für Engelberg. Er legte am 12. März 1719 im Alter von 33 Jahren die Profess ab. Schon ab 1728 litt er an Gicht und konnte sein Schusterhandwerk nicht mehr ausüben.[2] Er war auch ein tüchtiger Uhrmacher.[3] Im Rechnungsbuch 1717 schreibt Abt Maurus Rinderli zum 15. Juli: "Dem Br. Meinrad sein "Zeitli" [Uhr], so im bei nacht zu Mettezeit weckt, reparieren lassen, macht 6 gld."

Beim Klosterbrand von 1729 war er Konventbruder und Heizer. Vor dem Brand war er Konventbruder, aber auch Pförtner und Wecker.[4] Nach dem Brand begleitete er P. Benedikt Deuring auf der Bettelreise für den Klosterneubau.[5] In den Rechnungsbüchern Emanuel Crivellis stehen mehrfach Einträge für Arztkosten an Dr. Hermann in Luzern, besonders 1735 und 1736.[6] Am 17. Februar 1730 wurden 200 gld. für seine Aussteuer bezahlt.[7]

Talvogt Jost Reding, der Bruder des P. Augustin Reding und ehemals Klosterschüler zu Engelberg, setzte sich vielfach im Jochstreit für das Kloster ein. Er schrieb am 29. September 1728 wegen der Auslösung des "Einkaufs" (Aussteuer), er habe den Bruder und Schwager mehrmals daran erinnert, dass sie die Sache nicht zu sehr hinauszögern sollten. Die Bezahlung für Wattenhofer erfolgte, wie erwähnt, erst am 1. Februar. 1730.[8]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Acta capitularia I (Aug. 1729 – Okt. 1737), StiArEbg cod. 190, S. 322.
  3. StiArEbg cod. 395 (Pfarrbuch 1729-1749), Tabula Defunctorum III, S. 474.
  4. Straumeyer, Consuetudines, StiArEbg cod. 202, S. 118.
  5. Acta capitularia I (Aug. 1729 – Okt. 1737), StiArEbg cod. 190, S. 6.
  6. StiArEbg cod. 33.
  7. Straumeyer, Consuetudines, StiArEbg cod. 202, S. 118.
  8. StiArEbg cod. 251, Copiarium monasterii Angelomontani XV, S. 41.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 126.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.