Margaretha von Werikon

Aus Kloster-Engelberg
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Margaretha von Werikon (* unbekannt; † unbekannt)

Ämter

Meisterin: 1349

Lebensbeschreibung[1]

Sie ist als Klosterfrau 1326, 1330, 1336 und 1342 nachgewiesen. Ihre leiblichen Schwestern Anna, Mechtild und Katharina gehören wie sie dem Engelberger Konvent an. Alle vier zusam­men kaufen am 24. Juni 1326 und am 8. Dezember 1330 Zinse als Leibgeding[2]; am 30. November 1336 werden bei einem ähnlichen Geschäft nur mehr ihrer drei ge­nannt, Anna fehlt.[3] Katharina tätigt am 15. Juni 1342 einen grösseren Kauf; aus den dabei getroffenen Bestimmungen über die Verteilung der Einkünfte, die hauptsächlich den Jahrzeiten ihrer Eltern, Ulrich und Anna, sowie ihrer Schwestern zugute kommen sollen, geht hervor, dass Anna und Mechtild schon tot sind.[4] Alle in dieser Urkunde aufgeführten Jahrzeitstiftungen stimmen mit den Einträgen im Jahrzeitbuch überein, nur die Jahrzeit Katharinas selbst fehlt darin.[5] Margarethas Jahrzeit ist am 8. Mai eingetragen, wobei sie noch als gewöhnliche Klosterfrau bezeichnet wird. Als Meisterin erscheint sie nur im Nekrologeintrag zum 19.September [6] Nach dem Eintrag zu schliessen gehört sie zu den Pestopfern von 1349. Sie ist die erste der drei Meisterinnen, deren Tod die Annalen als Folge der Pest melden.[7]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde von der Helvetia Sacra (III I, S. 1743) übernommen.
  2. QW l/2, 658 Nr. 1336, 758 Nr. 1558.
  3. QW l/3, rn4 Nr. 147.
  4. Ib., S. 268-270 Nr. 410.
  5. Anniversareinträge mit Angabe der Einkünfte, Jahrzeitbücher Engelberg, 267 f. : 21.3. Anna von Werikon, 3.4. Mechtild von Werikon, 18-4- Uolrich von Werikon, 8.5. Margareta von Werikon, s. auch MGH Neer. 1, 376.
  6. Jahrzeitbücher Engelberg, 263, und MGH Neer. 1, 371: Margareta de Werikon Magistra n(ostre) c(ongregationis).
  7. Jahrbücher Engelberg, rn5-111. Diese nennen zwar eine Katharina ohne Nachnamen. Vielleicht liegt eine Verwechslung mit Margaretas leiblicher Schwester dieses Namens vor. Ein Irrtum scheint beim Annaleneintrag wahrscheinli­ cher, als beim Nekrologeintrag, weswegen Margarethe und nicht Katharina als Meisterin aufgeführt wird..

Bibliographie

  • Helvetia Sacra III I, S. 1743.