Leonhard Reiff

Aus Kloster-Engelberg
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Wappen von Br. Leonhard Reiff.

Leonhard (Georg) Reiff (* 1577 in Rüti ZH; † unbekannt in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 1607

Ämter

Konventbruder: 1607–1614?

Sakristan: 1607–1614?

Lebensbeschreibung[1]

Das Datum von Br. Leonhards Geburt ist nicht ganz gesichert. Es wird auf 1577 angesetzt. Er stammte aus Rüti im Kanton Zürich und war Konvertit. Er trat nur wenige Jahre vor seinem Klostereintritt zur katholischen Kirche über, unter dem Einfluss eines Jesuitenpaters.[2] Im Kloster versah er die Ämter des Konventbruders und Sakristans. Am Aschermittwoch 1614 kehrte er dem Kloster den Rücken, um zu flüchten und nach Rom zu gehen. Er kehrte aber schon am 23. April zurück. Am 23. Januar 1615 ergriff er wieder die Flucht.[3] Statt nach Rom war er übrigens zum Kloster Muri gegangen, nicht zur Freude des Abtes Johann Jodok Singisen.[4] 1619 wurde er wegen seines unsteten Wesens an die Äbtekonferenz nach Einsiedeln eingeladen. Er erschien tatsächlich. Doch konnte man ihn nicht zur Rückkehr ins Kloster bewegen.[5] Weitere Nachrichten über ihn fehlen. Die Konferenz in Einsiedeln beschloss: Da man ihn nicht dazu bringen könne, wieder ins Kloster heimzukehren, soll man sich an den Nuntius wenden, er möge ihm schriftlich die Rückkehr befehlen. Aber auch das blieb ohne Erfolg.[6]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Annalen, Collectanea Tanner 3 (1600-1619), StiArEbg cod. 283, S. 255.
  3. Annalen, Collectanea Tanner 3 (1600-1619), StiArEbg cod. 283, S. 129.
  4. Annalen, Collectanea Tanner 3 (1600-1619), StiArEbg cod. 283, S. 394.
  5. Mappe Congr. Helv. 1602 und Straumeyer, Annales 7, StiArEbg 227, S. 583.
  6. StiArEbg cod. 310, S. 20.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 106.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.