Konstantin von Flüe

Aus Kloster-Engelberg
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Wappen von Abt Konstantin von Flüe.

Konstantin (Johannes) von Flüe (* 1595 in Sachseln; † 17. August 1629 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 20. August 1613

Priesterweihe: 29. März 1621

Primiz: 25. Juli 1621

Ämter

Pfarrer in Wolfenschiessen: ?

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Nikolaus von Flüe und der Katharina Zumbach.

Paten: Balz von Ah, Magdalena Zimmermann und Marie Schmid.

Lebensbeschreibung[1]

Die von Flüe stammten, wie Bruder Klaus, aus Sachseln. Ein Zweig der Familie aber erhielt im Jahr 1569 unter Wolfgang von Flüe das Freitelirecht von Sarnen.[2] Von diesem Zweig stammte P. Konstantin ab. Er wurde 1595 als Kind der Eltern Nikolaus von Flüe und der Katharina Zumbach in Sachseln geboren. Die Taufe fand am 25. März in Sarnen statt. Als Paten werden genannt: Balz von Ah, Magdalena Zimmermann und Marie Schmid.[3] Seine Studien machte er bei den Jesuiten in Luzern.[4] 1612, vor dem Eintritt ins Noviziat, versprach der Vater, Johannes (P. Konstantin) solle wie die andern erbberechtigt sein.[5] Die Profess legte er am 20. August 1613 ab. Den Subdiakonat erhielt er am 7. März 1620, den Diakonat am 12. April 1620, den Presbyterat am 29. März 1621, alle Weihen durch den Bischof von Konstanz.[6] Am 25. Juli 1621 feierte er die Primiz in Sachseln. 1628 bis 1630 war der Bruder des Konstantin, Nikolaus von Flüe, als Sigrist im Dienst des Klosters.[7] 1628 weilte P. Konstantin in Fischingen, vermutlich zur Erholung, und zahlte dort 113 Gulden Tischgeld.[8] Straumeyer bemerkt dazu: "quam nobile hospitium!"[9] weil es sonst üblich war, dass Angehörige der gleichen Kongregation nicht zahlen mussten.[10] Konstantin von Flüe soll auch zeitweise Pfarrer in Wolfenschiessen gewesen sein. Er starb am 17. August 1629 an der Pest.[11]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Küchler, Chronik von Sarnen, S. 96.
  3. Küchler, Chronik von Sarnen, S. 97.
  4. Glauser, Das Schülerverzeichnis, in dem P. Konstantin zum 28. August 1617 für die erste Klasse eingetragen ist.
  5. Collectanea Tanner 3 (1600-1619), StiArEbg cod. 283, S. 368.
  6. Collectanea Tanner 3 (1600-1619), StiArEbg cod. 283, S. 243.
  7. Cod. 43, 555.
  8. Rechnungsbuch Knüttel, S. 620.
  9. Zu deutsch: Was für eine vornehme Gastfreundschaft!, Straumeyer, Annales 7, StiArEbg cod. 227, S. 695.
  10. Straumeyer, Annales 7, StiArEbg cod. 227, S. 568.
  11. Rot. Paroch. II, 5.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 108.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.