Konrad Thüring

Aus Kloster-Engelberg
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Konrad (Nikolaus) Thüring (* 19. November 1686 in Luzern; † 7. November 1714 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 18. Mai 1704

Priesterweihe: 21. November 1709

Ämter

Küchenmeister?

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn von Wilhelm Thüring und der A. M. Katharina Balthasar.

Paten: Nikolaus Balthasar und Dorothea Hartmann.

Firmpate: Josef Dürig.

Lebensbeschreibung[1]

P. Konrad Thüring stammte aus Luzern. Hier wurde er den Eltern Wilhelm Thüring und der A. M. Katharina Balthasar am 19. November 1686 geboren. In der Taufe erhielt er den Namen Nikolaus. Die Paten waren Nikolaus Balthasar und Dorothea Hartmann. Die Firmung ist bestätigt, doch ohne Nennung des Spenders und ohne Datum. Als Firmpate erscheint Josef Dürig. Das Zeugnis ist ausgestellt am 4. März 1702 von Pfarrhelfer Wilhelm Bürgisser. Nikolaus Thüring muss die Studien in Engelberg gemacht haben. Darauf weist ein Buch in der Stiftsbibliothek Engelberg hin: "Johannis Bisselii S.J. rerum aetatis nostrae eminentium, Septenii tertii. Anno 19 ac 20. Ambergae, apud Johannem Burger 1677."[2] Hier findet sich der Eintrag: "Nikolaus Thyring p.t. Engelbergae Rhetorices studiosus anno 1703." Er scheint auch die Studien der Philosophie und Theologie im Kloster gemacht zu haben. So konnte er am 18. Mai 1704 die Profess auf den Namen Konrad ablegen. Hie heiligen Weihen erhielt er in Luzern, den Subdiakonat durch den Nuntius Vincenzo Bichi am 4. März 1708 in seiner Hauskapelle, den Diakonat am 23. Februar 1709 von demselben Spender, den Presbyterat am 21. November 1709 durch denselben Nuntius mit Dispens wegen mangelnden Alters und weil nicht die normale Zeit für die Spendung eingehalten wurde. Zur Primiz erhielt er von seinem Vater einen Kelch und Messkännchen mit Platte und dem Wappen der Thüring mit drei gekreuzten Fischen.[3] Von P. Konrad sagt P. Ildephons Straumeyer, er sei ein solcher Liebhaber von Büchern gewesen, dass er ausser der Schlafenszeit selten ohne ein Buch gesehen wurde. Besonders beschäftigte er sich mit den Rechten der Beichten der Talleute, die manches Licht auf das "Jus quasi-episcopale" gegenüber dem Bischof hätten werfen können.[4] Diese Stelle könnte ein Hinweis sein, dass P. Konrad in der Seelsorge beteiligt war. Aus dem Nachlass P. Konrads sind noch die Skripta der Theologie erhalten.[5] Er starb am 7. November 1714.

Werke

  • Schriften der Theologie, StiBiEbg cod. 751 - 753.

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. StiBiEbg H.P. 596.
  3. Beschaumarke Augsburg L.S. Die Bestellung ging, wie es scheint, durch den Jesuiten P. Guldimann (Gfr. 90, 1935, S. 185). Vielleicht war dieser ein früherer Lehrer von P. Konrad.
  4. Straumeyer, Annales 9, StiArEbg cod. 229, S. 25.
  5. StiBiEbg cod. 751 - 753.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 122.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.