Konrad Iten

Aus Kloster-Engelberg
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Grabplatte von Br. Konrad Iten.

Konrad (Karl) Iten (* 10. Juli 1689 in Ägeri; † 21. November 1740 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 26. Januar 1716

Ämter

Schneider

Sakristan: 1729

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Johann Melchior Iten, Sekretär des Abtes von Einsiedeln, und der Maria Frey.

Lebensbeschreibung[1]

Br. Konrad stammte aus Ägeri, wo er am 10. Juli 1689 den Eltern Johann Melchior Iten, Sekretär des Abtes von Einsiedeln, und der Maria Frey geboren und auf den Namen Karl Paul getauft wurde. Ein Bruder seines Vaters war Pfarrer in Morschach.[2] Karl trat 1715 ins Noviziat ein und legte am 26. Januar 1716 die Ordensprofess ab. Die Eltern waren um diese Zeit bereits gestorben. An ihrer Stelle schlossen vor der Profess am 25. Januar 1716 Kirchmeier Sigmund Heinrich von Ägeri als Vogt und Johann Melchior Iten den Aussteuervertrag mit dem Kloster ab. Das Kloster erhielt 600 gld auf Johann Jakob Hotz in Baar stehend, dazu die Kleider und Mitte März ein Rind.[3]

Br. Konrad war Schneider von Beruf. Zur Zeit des Brandes von 1729 wirkte er als Kirchen­bruder. Er litt schon seit der ersten Profess oft an Kolik und Gichtschmerzen, die seine Finger verkrümmten. Auch war er wegen Wassersucht fast ein Jahr bettlägerig. Am 10. Mai 1723 benötigte er wegen "Lähmi" Arzneimittel.[4] Am 27. Februar 1725 ging er ins Wallis zur Kur und brauchte 53 gld. Am 12. Mai 1729 reiste er zum Arzt in Ottenbach, verzehrte 4 gld. und brauchte weitere Arzneimittel.[5] Am 8. Juni 1729 wurde er als krank gemeldet. Er starb am 21. November 1740 morgens halb ein Uhr. Über ihn wurde geschrieben: "Ein fleissiger Bruder, aber kränklich, bei der Arbeit feissig und genau, in der Unterhaltung leutselig und bescheiden, sehr beliebt."[6]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Iten, Tugium sacrum I, S. 265.
  3. StiArEbg, Personalakten Br. Konrad Iten.
  4. StiArEbg Rechnungsbuch 1717, 10. Mai.
  5. StiArEbg Rechnungsbuch 1717 ff.
  6. StiArEbg cod. 395 (Pfarrbuch 1729-1749), Tabula Defunctorum III, S. 479.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 125.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.