Kamerun

Aus Kloster-Engelberg
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Auf die Anfrage des Bi­schofs Vogt von Kamerun vom 11. April 1932, ob Engelberg das dortige Kna­ben- und Priesterseminar übernehmen könnte, sandte der Abt Leodegar Hunkeler im Oktober 1932 drei Patres nach Yaoundé. Bald rückten weitere Mönche für Schule und Mission nach, 1938 auch drei Klosterfrauen von Sarnen. 1956 wurde das Priesterseminar in Otélé eröffnet, im Juni 1961 wurde es zum Priorat erhoben. Am 18. November 1964 wurde das Priorat nach Mont Fébé verlegt, das noch immer ein abhängiges Priorat des Klosters Engelberg ist.

  • 1932–1941: P. Karl Schmid, einer der drei ersten Missionare, Professor und Rektor des Priesterseminars in Yaoundé, Förderer des Primarschulwesens, Mitbegründer von Otélé, Oberer der Benediktinergemeinschaft ab 1934.
  • 1932–1935: P. Raphael Meile, einer der drei ersten Missionare, erster Oberer, Professor und Ökonom des Priesterseminars Yaoundé, Hilfsseelsorger.
  • 1932–1938: P. Fidelis Beerli, einer der ersten drei Missionare, Professor in Yaoundé am Lehrerseminar und Priesterseminar und einige Jahre dessen Regens, Seelsorgeaushelfer, Mitbegründer von Otélé.
  • 1933–1939: P. Viktor Guldimann, Professor und Ökonom am Priesterseminar Yaoundé bis 1936, Mitbegründer der Niederlassung in Otélé, Oberer, erster Seelsorger, Ewondo-Pfarrer, Lehrer und Baumeister, Berichterstatter der Chronik.
  • 1933–1936: Br. Moritz Fritsche, Sakristan, Bäcker und Gärtner in Yaoundé.
  • 1933–1961: P. Beda Haag, Professor und Ökonom am Priesterseminar Yaoundé, Leiter des Kirchengesanges, Religionslehrer an der staatl. Mittelschule; Mitbegründer der Niederlassung in Otélé, wo er selber von 1949 an wirkte, zu allem auch als Leiter der grossen Primarschule und Spiritual der Benediktinerinnen; zwischendurch von 1956–1957 wieder in Yaoundé; Oberer der Mitbrüder in Kamerun von 1942–1959.
  • 1933–1963: Br. Fridolin Geiger, Schlosser, Mechaniker, Maurer, Maler zunächst in Yaoundé und seit 1935 als erster Bruder in Otélé.
  • 1935–1946: P. Barnabas Steiert, Professor am Priesterseminar Yaoundé, Regens des Seminars von 1938–1946, Subprior der Engelberger Mission von 1941–1942.
  • 1936–1963: P. Vinzenz Galliker, Professor und Ökonom am Priesterseminar Yaoundé von 1936–1946, Professor und Regens von 1946–1956, Professor, Ökonom und Regens am Priesterseminar Otélé von 1956–1963.
  • 1936–1963: P. Alfons Gschwend, Vikar, und dann Pfarrer der Bassa und zeitweilig der ganzen Pfarrei in Otélé.
  • 1936–1963: P. Meinrad Scheiwiller, Dozent am Priesterseminar in Yaoundé, Professor und Ökonom am Priesterseminar Yaoundé bis 1954, später Professor in Otélé; Seelsorgsaushilfe in Ewondo- und Bassapfarreien.
  • 1937–1963: Br. Wendelin Achermann, Gärtner, Strassenbauer, Schuhmacher und Sakristan in Otélé.
  • 1938–1971: Br. Blasius Burch, in Otelé Säger, Schreiner, Mechaniker, Elektriker und Sakristan. Ausgezeichnet mit der Kameruner Verdienstmedaille.
  • 1938–1960: P. Augustin Portmann, Professor, Spiritual und Ökonom am Priesterseminar in Yaoundé, und nach der Verlegung, 1956, in Otélé.
  • 1942–1957: P. Viktor Guldimann, Professor am neuen Seminar; 1952–1953 stellvertretender Direktor.
  • 1945–1950: P. Adelrich Morant, Professor am Priesterseminar in Yaoundé.
  • 1945–1951: P. Frowin Keel, Professor am Priesterseminar in Yaoundé bis 1950, dann in Otélé.
  • 1945–1966: Br. Peter Ackermann, Maurer, Ziegelbrenner, Camionneur, Gärtner in Otélé.
  • 1945–1967: P. Andreas Schmid, Professor am Priesterseminar in Yaoundé von 1946–1955, in Otélé von 1955–1963; Spiritual der Benediktinerinnen in Otélé und Hilfe in der Seelsorge 1963–1967; Offizial der Erzdiözese Yaoundé von 1965–1967.
  • 1945–1967: P. Wilhelm Sidler, Ökonom und Lehrer am Priesterseminar in Yaoundé, 1947 Direktor des Seminars während des Heimaturlaubs von P. Vinzenz Galliker; 1949–1956 Professor und Direktor des Philosophieseminars in Otélé; Oktober 1956 Oberer der Klostergemeinschaft, Juni 1961 Prior bis am 18. November 1964 das Priorat nach Mont Fébé verlegt wurd; Oberer in Otélé bis 1967. Ausgezeichnet mit der Kameruner Verdienstmedaille.
  • 1945–1993: P. Friedrich Huber, Vikar in Otélé; 1967–1971 Leiter der Station Otélé; 1971 Seelsorger in der Stadtpfarrei Mvog Mbi in Yaoundé. Vorübergehend Lehrer am Priesterseminar in Otélé, mehrmals Seelsorger im Zentralgefängnis Yaoundé. Von 1982–1984 Spiritual und Mithilfe in Seelsorge und materiellen Belangen bei den Benediktinerinnen in Bamété/Mbouda. 1984 Heimaturlaub. Seit 1985 als Seelsorger in Nnom-Nnam und Ebeba in der Erzdiözese Yaoundé bis 1993. Gründer der katholischen Mission Ebeba.
  • 1947–1952: Br. Franz Xaver Ruckstuhl, Säger und Schreiner (und Jäger) in Otélé.
  • 1948–1951: P. Bonaventura Thürlemann, Einrichtung des thermo-elektrischen Kraftwerkes und der Elektrizitäts- und Wasserversorgung in Otélé nebst Vermessung und Unterricht. Im April 1978 nochmals für kurze Zeit, wegen Störungen in elektrischen Anlagen.
  • 1949–1982: P. Nikolaus Louis, Als Klosterkandidat: 1933–1938, Schreiner und Zimmermann in Yaoundé und Otélé; als Priester: 1949–1982, Ewondo-Seelsorger in Otélé und Nnom-Nnam sowie hilfsbereiter Allround-Praktiker. Er errichtete die Bruder-Klaus Kirche in Ozom als Pfarrkirche der Ewondo in Otélé-Centre und übernahm als Gründer und Förderer den Aussenposten Nnom-Nnam. Für sein Wirken erhielt er die Kameruner Verdienstmedaille.
  • 1951–2000: P. Otmar Bauer, Professor am Priesterseminar in Yaoundé, Regens 1956; Professor am Priesterseminar in Otélé von 1958–1963, Regens 1960, Beauftragter für die Gründung des Klosters Mont Fébé oberhalb Yaoundé 1962, seit 1964 Prior und Novizenmeister. Aufgaben in der Erzdiözese Yaoundé: Priesterrat, liturgische Kommission, Ökumene, Schwestern- und Jugendseelsorge. Danach bis 2000 Spiritual bei den Schwestern in Babété.
  • 1952–1957: Paul Rusch, hauptsächlich Ziegelhersteller, Mechaniker und Sakristan in Otélé.
  • 1952–2008: Br. Gerold Neff, Schreiner in Otélé bis 1962; ab 1965 im Kloster Mont Fébé, Yaoundé, als Faktotum (Pförtner, Handwerker, Konventbruder), seit 1970 dann als Schreiner, und Erbauer der neuen Klosterschreinerei, und ab 1971 als Ausbildner von Schreinerlehrlingen. Später auch als Gefangenenseelsorger im Zentralgefängnis in Yaoundé.
  • 1953–1974: P. Luitfried Marfurt, Professor, Kapellmeister und Spiritual am Priesterseminar in Yaoundé von 1953–1957 und Otélé von 1957–1963: Kapellmeister und Lehrer in Yaoundé von 1963–1974, Subprior in Mont Fébé von 1967–1974. Erforscher und Förderer der Kameruner und afrikanischen Musik und bildender Kunst, vom Staat beigezogen für Aufgaben der Kunstbetreuung und noch 1976 zum Ehrenmitglied der Associaton des Archivistes, Bibliothécaires et Muséographes du Cameroun ernannt.
  • 1955–1986: P. Frowin Keel Professor, Seelsorger und Spiritual der Schwestern in Otelé bis 1962; Spiritual bei den Klarissen in Sangmelima; ab 1964 Lehrer und Seelsorger in Mont Fébé; Yaoundé, ab 1969 auch für das Zentralgefängnis in Yaoundé zuständig.
  • 1955–2011: P. Urs Egli, Direktor der Primarschulen und Vikar der Bassapfarrei in Otélé, 1963 deren Pfarrer, dazu ab 1972 deren Oberer und "Statthalter" in Otélé. Engagiert in Sozial- und Entwicklungswerken. Mit seinen Partnern baute er Strassen, Schulen, Krankenhäuser und Kirchen. Der Erfolg seines Projektes "Ölpalme" wurde 1979 von der Kameruner Regierung preisgekrönt, ebenfalls sein Trinkwasserprojekt "L`eau c`est la vie".
  • 1957–1962: P. Basil Studer, Professor am Priesterseminar Otélé.
  • 1958–1989: P. Adelrich Morant, 1958–1963 Professor am Priesterseminar in Otélé, 1963–1964 Missionar in Bafia Lablé, 1964–1967 in Otélé. Ab 1967 Spiritual und Missionar bei den Benediktinerinnen in Bamété/Mbouda.
  • 1964–1987: P. Ambros Lengwiler, im Kloster Mont Fébé war er Lektor, Bibliothekar, Ökonom, ab 1979 Subprior.
  • 1977–1979: P. Augustin Portmann, Spiritual und praktischer Helfer bei den Benediktinerinnen in Bamété/Mbouda.
  • 2009–2010: P. Robert Bürcher, wirkte bei den Schwestern in Babété und begleitete als Prior das Kloster Mont Fébé in die Selbstständigkeit.


Referenz: StiArEbg Materialsammlung von Br. Meinrad Haberl (Verzeichnis der Engelberger Benediktiner-Missionare in Kamerun von 1932 bis 2010) und Nachrufe der Mönche in den Titlisgrüssen. Weitere Informationen finden sich in den Unterlagen von Br. Meinrad Haberl im Stiftsarchiv.