Josef Sidler

Aus Kloster-Engelberg
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Josef (Jakob) Sidler (* 1643 in Zug; † 9. November 1702 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 3. September 1673

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Kaspar Sidler und der Helene Muos.

Bruder: Johann Peter, Pfarrer in Saasheim und Heitersheim.

Lebensbeschreibung[1]

Br. Josef war Stadtzuger und wurde den Eltern Kaspar Sidler und Helene Muos 1643 geboren. Über ihn ist wenig bekannt, da die Personalakten 1729 verbrannten. Er hatte einen Bruder, Johann Peter, der 1644 bis 1675 Pfarrer im badischen Saasheim und Heitersheim war.[2]

Jakob trat erst mit 40 Jahren ins Kloster ein und legte am 3. September 1673 die Profess auf den Namen Josef ab. Der Vater war Büchsenschmied in Zug. Als Aussteuer versprach er dem Kloster neben der Bettwäsche und 50 gld. in bar "10 Kriegs-Musqete-Rohr sampt den Schäften die dazu gehören". In einem späten, endgültigen Vertrag vom 18. August 1685 versprach der Vater "Muschgeten" dazu 400 Gulden in bar.[3] Br. Josef litt in seinen letzten Jahren unter schweren Anfällen von Epilepsie, die ihm häufig das Bewusstsein raubten und ihn schliesslich durch einen Schlaganfall am 9. November 1702 hinrafften. Er wurde im Vorhof bei den Laienbrüdern bestattet.[4] In einem Brief von P. Prior Frowin Christen vom 9. November 1702 an Abt Joachim Albini, der damals in Grafenort steht zu lesen: "Nach Schluss der Mette, ca. 2 Uhr verschied unser Br. Josef 'Cattharro suffocativo seu apoplexia denuo tactus' in Gegenwart fast aller Mitbrüder. Die Beerdigung wird P. Subprior zur gewohnten Zeit am Freitag halten, wenn nicht der Abt etwas anderes verordnet."[5]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Iten, Tugium Sacrum I., S. 378.
  3. StiArEbg Personalakten.
  4. StiArEbg cod. 394 (Pfarrbuch 1692–1728), Tabula Defunctorum II, S. 225.
  5. StiArEbg Briefe Albini, 9. November 1702.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 117.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.