Josef Balthasar Regli

Aus Kloster-Engelberg
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Josef (Balthasar) Regli (* 13. Juli 1704 in Ursern; † 24. August 1777 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 13. November 1775

Ämter

Kammerdiener: 174?–177?

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Balthasar Regli und der Anna Frei.

Paten: Joseph Regli und Anna M. Müller.

Lebensbeschreibung[1]

Dieser Ursner war zwar nie Schüler in Engelberg und Konventuale nur in einem weiteren Sinn. Er kam 1753 vor das Kapitel mit der Bitte, sich dem Kloster als Pfründler anschliessen zu dürfen. Er wurde als Sohn des Kapellenvogts zu St. Anton, Balthasar Regli und der Anna Frei am 13. Juli 1704 in Andermatt geboren. Bei der Taufe standen Joseph Regli und Anna M. Müller Paten.

Er wird in den Kapitelsakten als "pictor", als Maler aufgeführt. Doch war er mehr als blasser "Anstreicher", denn er lebte mehrere Jahre in Mailand und anderen Städten Italiens. Im Alter von fast vierzig Jahren sehnte er sich nach einem ruhigeren Leben in der Stille eines Klosters. Ammann Jost A. Müller, Vater von P. Maurus Müller, hatte ihn auf Engelberg hingewiesen und ihn empfohlen. Abt Maurus Zingg, der mit seinem Kammerdiener nicht zufrieden war, stellte den an Jahren reiferen Regli ein. Dieser blieb denn auch jahrelang auf seinem Posten zur allgemeinen Zufriedenheit.

Als er aber mit der Zeit die Last der Jahre immer mehr spürte, äusserte er oft den Wunsch, ganz im Kloster leben zu dürfen. Er erhielt denn auch am 13. November 1775 in der Zelle des P. Prior das Ordensgewand, ohne aber formell die Gelübde abzulegen.[2] Seine Lebenszeit war durch schmerzhafte Wassersucht, aber auch durch eine vorbildliche Geduld gekennzeichnet. Wenn er schliesslich nicht als Laienbruder aufgenommen wurde, so geschah das wegen seines etwas schwierigen Charakters und seiner Eigenwilligkeit. Demnach bildete die Mitgift von 11'000 gld eine Art Einkaufsgeld als Pfründner. Er starb am 24. August 1777.[3]

Professnummer

  • Nr. 577

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 351f.
  3. Die Angaben über Regli sandte Pfarrer P. Agnell Lüthin in Andermatt an P. Gall Heer in Engelberg. Ausserdem: Acta capitularia III (Jan. 1747 – Juni 1754), StiArEbg cod. 192, S. 456, und Urner Neujahrsblatt 23, 1917, S. 70, StiArEbg cod. 396 (Pfarrbuch 1750-1777), Tabula Defunctorum IV, f. 596v.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 136, Nr. 577.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.