Johannes am Werd

Aus Kloster-Engelberg
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Johannes am Werd, de Wida (* unbekannt; † 8. Oktober 1455 in Luzern)

Ämter

Abt: 1429–1431

Lebensbeschreibung[1]

Seine Familie war in Luzern und Sempach verburgrechtet.[2] Am 31. Januar 1394 erscheint er als Konventuale, am 3. Dezember 1413 als Propst des Klosters Luzern.[3] Nach Engelberg kam er vor dem 12. Juni 1429, wobei ungewiss ist, ob er durch eine List des Abtes Johannes Kummer die Abtei erhielt, oder ob er auf rechtmäßige Art sein Amt angetre­ten hat.[4] Über sein Wirken in Engelberg liegen keine Quellen vor. Schon 1431 wird er durch hinterlistige Machenschaften Kummers wieder der Abtswürde beraubt.[5] Er kehrte nach Luzern zurück und starb dort als Chorherr am 8. Oktober 1455.[6] Vermutlich war er noch Lehrer an der Hofschule.[7]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von der Helvetia Sacra (III I, S. 623f) übernommen.
  2. Durrer, Familiennamen, S. 147. Er wird auch "Johannes Bölderlin am Werd" genannt, s. Urk. vom 12. Juni 1429, ed. in Kirchliche Sachen, in Geschichtsfreund 1, 1843/1844, S. 56, Nr. 33.
  3. S. Luzern, Pröpste.
  4. Vgl. Widerspruch zw. Ernennungsurk. seines Nachfolgers in Luzern vom 12. Juni 1429 (s. Anm. 1) und Jahrbücher Engelbergs, S. 112.
  5. Jahrbücher Engelbergs, S. 106 und 112.
  6. Jahrzeitbuch des Benediktiner- und Chorherrenstifts in Luzern, ed. Joseph Schneller, in Geschichtsfreund 4, 1847, S. 240.
  7. Ib., er vergabte den Schülern einen Schilling.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 33.
  • Heer, Gall: Aus der Vergangenheit von Kloster und Tal Engelberg 1120–1970, S. 128f.
  • Helvetia Sacra III I, S. 623f.