Johannes Steiner

Aus Kloster-Engelberg
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Johannes Steiner (* unbekannt; † 18. August nach 1409 in Engelberg)

Lebensbeschreibung[1]

Er wird ausdrücklich als Subsilvanus (Nidwaldner) bezeichnet. Über ihn gibt nur eine Urkunde Auskunft, die aber für das Verhältnis zwischen Engelberg und Nidwalden bezeichnend ist. Unter dem 15. Mai 1409 erklärt Bischof Albrecht von Konstanz, dass Johann Steiner von Nidwalden, Konventbruder des "Gotshuses ze Engelberg", sich bei ihm beklagt habe, dass ihm sein Erbteil vorenthalten werde, weil er in Engelberg ins Kloster eingetreten sei und er nicht erbberechtigt sei. In Stans war nämlich sein Onkel, Bruder der Belina Huwiler, gestorben. Nun sollte er von seinen Verwandten als Erbe übergangen werden. Der Bischof wandte sich ausdrücklich an Ammann, Landleute, Richter und Rechtssprecher des Landes Unterwalden mit der Erklärung, dass Johannes dadurch, dass er Mönch geworden sei, das Erbrecht nicht verloren habe. Er habe sich mit seinen Rechtskundigen am bischöflichen Hof genau beraten, die alle zur gleichen Auffassung gekommen seien. Es war demnach eine ausdrückliche, kirchenrechtliche Entscheidung gegenüber Nidwalden. Der Bruder könne im Namen des Klosters und das Kloster an seiner statt erben. Der Todestag Steiners ist nirgends überliefert.[2]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Vgl. Die Bischofsurkunde in Geschichtsfreund 57, 1902, Nr. 452. Dazu Heer, Aus der Vergangenheit, S. 119.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 80.
  • StiArEbg Professbucheinträge nach P. Gall Heer.