Johannes Melchior Betschart

Aus Kloster-Engelberg
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Johannes Melchior Betschart (* 1638 in Schwyz; † 2. Januar 1706 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 2. Januar 1706

Ämter

Kammerdiener: 1662–1706

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Ägid Betschart, Landesfähnrich, und der Anna Büeler.

Lebensbeschreibung[1]

Br. Johannes Melchior Betschart war der jüngere Bruder des Abtes Ignaz Betschart. Seine Eltern waren Ägid Betschart, Landesfähnrich, und Anna Büeler. Er wurde 1638 geboren. Er war Kammerdiener unter fünf Äbten seit seinem Bruder Abt Ignaz, der ihn in seinen Dienst nahm. Er besorgte vielfach Geschäfte ausserhalb des Klosters, nicht selten solche finanzieller Art.[2] Von ihm schreibt Abt Ignaz: "Anno 1662, mense Febr. ist er allhier ankommen und hat sich für min Kemmerling brauchen lassen. Ime habe ich kein gewüssen Lohn versprochen. Jerlich was er begehrt, habe ich ime geben. Hat aber wenig und rare etwas begehrt, sonderlich aber, so er zue gfatter gewunnen worden, hat er sich angemeldet. So er a parte notiert (Gfatter bei Taufen anstelle des Abtes). Anno 1675 uff Martini mit ihm alles, was er von mir empfangen und hingegen, was ich ihm bis dahin wägen sins Dienstes schuldig worden, konfrontiert und ihn völlig ausbezahlt. Anno 1679, den 3. Jenner aber(mals) mit ihm was er bis dato zu fordern gehabt, sit letzter Rechnung und was er hingegen empfangen, überschlagen und ihn aber(mals) bezahlt. Deo sint laudes! Moneo tamen, quia iste frater meus intuitu mei forte, totius fuerit requisitus pro patrinatu in levandis e Baptismo infantibus aequum erit ipsum hac in parte considerare, quod spero nemo injustum judicaverit. Quod rationes speciales hie non ponuntur, in causa est, diewill ich die Rächnung ihme überlassen, und was er gefordert, ihme auch gern bezahlt, da ich seiner diskreten Anforderung nichts abbrechen können, sondern hiemit bezügen muss, ich lebe oder sterbe, dass man ihme (quantum mihi quidem constat), wegen siner wahren Treu ein Dank schuldig." Br. Johannes Melchior starb am 2. Januar 1706, wobei er an diesem Tag noch seine Profess ablegte.

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Vgl. StiArEbg cod. 42, 246, 1670, 1673. Cod. 42, 285.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 122.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.