Johannes Knüttel

Aus Kloster-Engelberg
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Johannes Knüttel (* von Uznach; † 25. April 1620 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 1620

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Gattin: Elisabeth Rickenmann

Sohn: Abt Plazidus Knüttel

Lebensbeschreibung[1]

Br. Johannes war der Vater des Abtes Plazidus Knüttel und stammte aus Uznach. Seine Gattin, Elisabeth Rickenmann, war seit langem gestorben. So lebte er über Jahre im Kloster und wurde noch auf dem Todbett in die Konfraternität des Klosters aufgenommen. Er starb nach einem Sturz von einer Treppe an einem Schlaganfall.[2] Er erhielt noch kurz vor seinem Tod das Ordensgewand und damit die Aufnahme in die klösterliche Gemeinschaft.[3] An ihn erinnert noch eine deutsche "Nachfolge Christi"[4] in der Bibliothek[5]. Auf dem letzten Blatt steht der Eintrag: "Dieses buech gehört dem ersamen und wysen Hans Knüttel zuo Utznach anno Domini 1603 jahr." Ein weiterer Eintrag lautet: "Dem erwirdigen gotshaus Engelberg anno 1631". Der älteste Eintrag, ohne Jahrzahl lautet: "dem ersamen und wysen Herren Hanns Peter und Jakob Hottinger", wohl aus dem Bekanntenkreis Knüttels.[6] Ein weiterer Hinweis auf Johannes Knüttel sollt hier nicht übergangen werden, obwohl sie zu Zweifeln Anlass gibt. Josef Anton Saladin erwähnt in seiner Dissertation "Musikpflege im Stift St. Leodegar in Luzern" einen Johann Knüttel: "venit is huc ad nos 18. dies Januarii primum gratis org. languens und aber krank und es stirbt ihm ein Kind. 1559. Knüttel das g (Gehalt) totum bis Martii 1559 org. krank. die Januario abiit in suam patriam, rediit 29. Jan. 1560 org. krank. Ist in sin heimat gfaren."[7] Alt-Staatsarchivar P. X. Weber kannte diese Stelle auch, erwähnte aber nur den Namen "Küttel organista", ohne weitere Angabe.[8] Allerdings müsste Knüttel ein hohes Alter gehabt haben, wenn er bereits 1558 als Organist nach Luzern gekommen wäre. Wie alt er bei seinem Tod 1620 war, ist nicht bekannt. Auch der Sohn, P. Plazidus, spricht in seinen Annalen nirgends von seinem Eltern, und die übrigen Quellen schweigen sich darüber ebenfalls aus.[9] So wird man sich betreffend Vater Knüttel mit einer Hypothese begnügen müssen.

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Tab. defunctorum Eccl. 1620, 25. April.
  3. StiBiEbg cod. 11, f. 15v.
  4. Dillingen, bei Sebaldus Meyer 1555.
  5. Bezeichnung A 727.
  6. Eine Margaretha de Hottingen n.c. ist im Nekrolog I, StiBiEbg cod. 26, f. 18 zum 30. September im Frauenkloster eingetragen.
  7. Saladin, Josef Anton: Die Musikpflege am Stift St. Leodegar in Luzern: musikgeschichtlicher Beitrag unter stilkritischer Beleuchtung bestimmter Epochen, in: Geschichtsfreund 100, 1947.
  8. Geschichtsfreund 93, 1938, S. 27.
  9. Weil aber sonst der Name Knüttel nur ganz selten vorkommt - das Schweiz. Namenbuch enthält ihn überhaupt nicht und unter den Bürgern von Uznach fehlt er ebenfalls - ist das Vorkommen in Luzern doch nicht als unbegründet abzulehnen. Möglicherweise übte der Vater nur vorübergehend die Organistentätigkeit aus. In der Literatur über die Ostschweiz ist Küttel unbekannt, eine Anfrage von P. Gall Heer bei einem Kenner der Geschichte von Uznach, Dr. Paul Oberholzer (Brief vom 26. Okt. 1979) ergab ebenfalls keine weitere Hinweise.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 108.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.