Johannes Giesch

Aus Kloster-Engelberg
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Johannes Giesch (* unbekannt; † 30. Juli nach 1543 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: ca. 1541

Lebensbeschreibung[1]

Frater Johannes trat ca. 1540 ins Kloster Engelberg ein. Er machte Einträge in ein Zisterzienserbrevier des 14./15. Jahrhunderts, die Einblicke in sein Leben erlauben.[2] So schreibt er im Kalendarium zum 25. Januar: "indutus sum cuculla"[3], zum 30. Juni: "obiit pater meus dilectus 1543",[4] zum 16. Oktober: "Meine liebe Mutter starb anno 1542." Dazu der Besitzervermerk "Breviarium spectat fratri Jo. Gi".[5] Leider hat er aber vergessen, die Namen seiner Eltern beizufügen. Eine Eigenart in diesem Brevier sind die eingezeichneten Hände, mit denen er auf die grossen Muttergottes­feste hinweist. Man darf daraus wohl auf einen besonderen Marienverehrer schliessen. Er scheint indes kein hohes Alter erreicht zu haben und nicht Priester geworden zu sein. Denn im Nekrolog zum 30. Juli heisst es: "Johannes Gisch, ein schueler" oder "Johann Giesch ein konventbruder et scholar".[6] Die ursprüngliche Heimat von Frater Johannes ist nicht mit Sicherheit festzustellen. P. Gall Heer hielt ihn für einen Ursner.[7]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. StiBiEbg cod. 156.
  3. Ich bin am Feste, der Bekehrung des heiligen Paulus eingekleidet worden.
  4. Es starb mein geliebter Vater.
  5. Dieses Brevier gehört dem Frater Johannes Giesch.
  6. StiBiEbg cod. 10, f. 14r.
  7. Heer, Urner als Konventuale und Klosterschüler in Engelberg bis 1800, S. 240.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 94.
  • Heer, Gall: Urner als Konventuale und Klosterschüler in Engelberg bis 1800, in: Geschichtsfreund 124, 1971, S. 240.
  • StiArEbg Professbucheinträge nach P. Gall Heer.