Johannes Evangelist Meyer

Aus Kloster-Engelberg
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Auf einem Foto aller Laienbrüder vom Herbst 1869 ist Br. Johannes Evangelist sitzend ganz rechts mit seinem Werkzeug abgebildet: "… und dem Schuhmacher und Poeten Johann Meyer".

Johannes Evangelist (Nikolaus) Meyer (* 10. April 1832 in Willisau; † 18. November 1884 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 9. September 1863

Ämter

Pförtner: ?

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Johann Nikolaus Meyer und der Marianna Reinhard.

Paten: Johann Nikolaus und Barbara Reinhard.

Lebensbeschreibung[1]

Br. Johannes Evangelist Meyer stammte aus Willisau und war ein uneheliches Kind. Als seine Eltern sind Johann Nikolaus Meyer aus Willisau und Marianna Reinhard von Horw genannt. Er wurde am 10. April 1832 geboren und auf den Namen Nikolaus getauft. Taufpaten waren Johann Nikolaus und Barbara Reinhard.[2] Die Familie Meyer, die offenbar nachträglich legimiert wurde, zog nach Horw, wo ihn Pfarrer Franz X. Bernert am 12. Juli 1862, nachdem er dort sieben Jahre gelebt und als Sattler und Schuster gearbeitet hatte, ein sehr gutes Zeugnis ausstellte. Er konnte als "Spätberufener" mit 30 Jahren 1862 ins Kloster Engelberg eintreten und legte am 9. September 1863 die Profess ab. Er war auch musikalisch begabt. Von Natur aus sehr ängstlich, bat er immer alle um Verzeihung, die er vielleicht beleidigt oder an denen er "gefehlt" hätte. Er besorgte längere Zeit die Klosterpforte, war aber lange Zeit krank und litt grosse Schmerzen. Er starb 52-jährig am 18. November 1884.

Professnummer

  • Nr. 639

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Bezeugt am 18. November von Pfarrer N. Limacher. Die Aufenthaltsbewilligung des Polizeiamtes Obwalden vom 19. Dezember 1861 ist vorhanden.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 152.
  • StiArEbg Personal-Akte Br. Johannes Evangelist Meyer.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.
  • Titlisgrüsse 18, September 1932, Ein Stündchen bei den ehrw. Laienbrüdern, S. 79-80.