Johann Baptist Ender

Aus Kloster-Engelberg
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Johann Baptist (Josef) Ender (* 4. Oktober 1714 in Luzern; † 22. Juni 1761 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 10. August 1739

Ämter

Pförtner: 1739–1761

Schneider: 1739–1761

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Jakob Ender und Barbara Stephan.

Paten: Johann Michael Krauer und Maria Stephan.

Firmpate: Jakob Schwendener.

Lebensbeschreibung[1]

Familie hatte das Bürgerrecht von Luzern. Hier wurde Br. Johannes am 4. Oktober 1709 den Eltern Jakob Ender und Barbara Stephan geboren und auf den Namen Joseph Michael getauft. Paten waren Johann Michael Krauer und Maria Stephan. Als Firmpate ist Jakob Schwendener genannt. So bescheinigte es Pfarrhelfer Paul Anton Halt­meyer im Hof in Luzern und vessah den Taufschein mit dem Datum vom 25. Juni 1738.

Im Kapitel vom gleichen Jahr wurde er als "weichliche Natur" geschildert, die wohl dem Harten und Rauhen des Klosterlebens nicht gewachsen sei. Er sei aber überaus fleissig in seinem Schneiderhandwerk und bescheiden. Andere finden, er habe zuviel Galle.[2] Wenige Tage vor dem zweiten Novizen­kapitel hatte er schon nach Hause geschrieben, er möchte wieder heimkommen, er habe schon alles für die Reise gerüstet. Als aber Abt Emanuel von einer

Er legte am 10. August 1739 die Profess ab und vertauschte seinen Namen Joseph mit dem des Täufers Johannes.[3] Br. Johannes war in seinen letzten Tagen in Fischingen wohl beruflich zur Aushilfe. Auf der Heimreise wurde er krank, doch drängte er heim ins Kloster. Am Tag nach seiner Rückkehr starb er abends um elf Uhr fast plötzlich. Er hatte tags zuvor die heiligen Sakramente empfangen. Es stellte sich Fieber ein, das zuhause zwar nachliess, aber dann umso heftiger wiederkehrte. Er war 22 Jahre lang Pförtner und Schneider gewesen und verstand sich in seinem Fach. Er sei in allem pünktlich, eifrig und sparsam und bei den Mitbrüdern sehr beliebt gewesen.[4]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Acta capitularia II (Okt. 1737 – Dez. 1746), StiArEbg cod. 191, S. 75.
  3. Über die Aussteuer vgl. Rb. 1731, 19. August, StiArEbg cod. 33, S. 617.
  4. StiArEbg cod. 396 (Pfarrbuch 1750-1777), Tabula Defunctorum IV, S. 550.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 129.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.