Johann Ambühl

Aus Kloster-Engelberg
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Johann Ambühl (* unbekannt von Nieder-Rickenbach; † 28. August 1497 in Engelberg)

Ämter

Lehrer an der Klosterschule: vor 1450

Abt: 1450–1458

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Grossvater: Jenni Wildrich

Geschwister: Ruedi Ambühl, Adelheid Ambühl

Lebensbeschreibung[1]

Seine Familie hatte den Wohnsitz von der ursprünglichen Heimat Nieder-Rickenbach nach Stans verlegt.[2] Grossvater des Abtes war Jenni Wildrich[3], Ruedi Ambühl und die Schwester Adelheid dürften seine Geschwister sein.[4] Johann Ambühl war zunächst Lehrer an der Klosterschule.[5] Da über Wahl und Bestätigung jede Angabe fehlt, liegt die Vermutung nahe, dass Anhänger des abgesetzten Strin ihn nach dem kurzen Intermezzo des Rudolf Kaufmann zum Abt erhoben. Auch ihm wird von den zeitgenössischen Annalen ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.[6] Am 18. August 1454 verzichtete er auf das Ernennungsrecht der Geistlichen in der Pfarrei Buochs.[7] Am 17. November 1454 erlaubte er die Stiftung einer Kaplanei in Emmetten, die aber von Buochs abhängig und Engelberg präsentationspflichtig blieb.[8] Am 26. Januar 1457 verkaufte er den Hof Rossau bei Baar an das Kloster Kappel.[9] 1457 oder 1458 verzichtete er auf sein Amt.[10] Er erscheint noch 1481 und 1483 als Zeuge[11] und leitete am 6. November 1489 als Senior des Klosters die Wahl des Abtes Nikolaus Gratis.[12] Er starb am 28. August 1497.[13]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von der Helvetia Sacra (III I, S. 625f) übernommen.
  2. Durrer, Familiennamen, S. 148.
  3. StiBiEbg cod. 10, f. 28v, zum 2. Februar.
  4. Durrer, Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden, S. 673f. Verwandtschaft und Schwägerschaft im Jahrzeitbuch, StiBiEbg cod. 11, f. 31v und 40v.
  5. StiBiEbg cod. 218, f. 1.
  6. Jahrbücher Engelbergs, S. 107 und 113.
  7. StiArEbg Urkunden, Kopie in cod. 239, p. 371. Durrer, Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden, S. 56.
  8. Original: Pfarrlade Emmetten; Kopie: StiArEbg cod. 281, p. 215; ed. in Urkundliche Ährenlese, in Geschichtsfreund 19, 1863, S. 284-290, Nr. 32. Bischöfliche Bestätigung, s. Vermischte Urkunden, in Geschichtsfreund 4, 1847, S. 301-303, Nr. 33. Durrer, Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden, S. 88. REG 4, Nr. I 1834.
  9. UBZug1, S. 507, Nr. 993.
  10. Jahrbücher Engelbergs, S. 107 und 113.
  11. StiArEbg cod. 281, p. 290; cod. 239, p. 459.
  12. Ib. cod. 239, p. 390.
  13. StiBiEbg cod. 11, f. 31v.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense, Luzern 1882, S. 35.
  • Heer, Gall: Aus der Vergangenheit von Kloster und Tal Engelberg 1120–1970, S. 138-140.
  • Helvetia Sacra III I, S. 625f.