Joachim Lutiger

Aus Kloster-Engelberg
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Joachim (Leonz) Lutiger (* 3. April 1720 in Zug; † 11. Mai 1750 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 1. Februar 1739

Priesterweihe: 30. Mai 1744

Primiz: 21. Juni 1744

Ämter

Präzeptor: 1744–17?

Lehrer an der Stiftsschule: 1744–17?

Kapitelssekretär: 1746–17?

Küchenmeister: 1747–1750

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Michael Anton Lutiger und der Margareta Huwyler.

Lebensbeschreibung[1]

Die Familie Lutiger ist in Zug heimatberechtigt. Hier wurde P. Joachim am 3. April 1720 den Eltern Michael Anton Lutiger und Margareta Huwyler geboren und auf den Namen Johann Leonz Wolfgang getauft. Der Taufschein nennt als Paten Leonz Muos und Barbara Luthlger. Die Firmung wird erwähnt, doch ohne weitere Angaben. Der Taufschein stammt von Pfarrer und Dekan Beat Wickart und ist datiert vom 27. Oktober 1737. Über seine Studien ist nichts überliefert.

1738 trat er in Engelberg ins Noviziat ein und legte am 1. Februar 1739 die Profess ab. Philosophie und Theologie studierte er im Kloster. Das Tischgeld wurde in Raten beglichen. Am 19. Dezember 1745 waren es 72 gld, am 1. Februar 1739 400 gld, für Extrakosten neben empfangenen Tuch 28 gld. Am 30. November 1746 wurde das Kostgeld für das Noviziat (115 gld) beglichen.[2]

Den Subdiakonat erhielt er am 27. Mai 1741 durch den Nuntius Carlo Francesco Durini in seiner Hauskapelle, den Diakonat am 22. September 1742 durch den Bischof Josef Benedikt von Rost von Chur, ebenso die Priesterweihe am 30. Mai 1744 in Chur. Zur Primiz am 21. Juni 1744 erhielt er einen Kelch, für den in der Aussteuer 100 gld angesetzt waren. Im Kelchfuss sieht man das Lutigerwappen mit Namensinschrift und der Jahrzahl 1744.[3]

Schon am 24. November 1744 wurde P. Joachim Präzeptor der Schule. Er konnte das Amt wegen Kränklichkeit und allgemeiner körperlicher Schwäche aber nur ein Jahr versehen.[4] Am 27. Mai 1746 wurde er Kapitelssekretär und Musiklehrer der Schüler,[5] am 6. Oktober 1747 Küchenmeister.[6] Am 4. September 1749, nach dem Tod des Abtes Emanuel Crivelli, war er offizieller "scrutator camerae abbatialis", der den Nachlass des Verstorbenen zu begutachten hatte.[7] P. Joachim starb im Alter von erst 30 Jahren an Wassersucht und heftigem Fieber.[8]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. StiArEbg cod. 34, S. 9.
  3. Beschaumarke: Luzern. Meistermarke: ein G, darin ein I (Gassmann), vgl. Hess, Goldschmiede­arbeiten, S. 7.
  4. Acta capitularia III (Jan. 1747 – Juni 1754), StiArEbg cod. 192, S. 221.
  5. Ibidem, S. 328.
  6. Ibidem, S. 69
  7. Ibidem, S. 216.
  8. StiArEbg cod. 396 (Pfarrbuch 1750-1777), Tabula Defunctorum IV, S. 502, vgl. dazu Vogel Adalbert, Catalogus biogr. S. 138, Iten, Tugium sacrum II, S. 37.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 129.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.