Jakob von Heidegg

Aus Kloster-Engelberg
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Jakob von Heidegg (* unbekannt; † 6. Februar 1606)

Lebensdaten

Profess: 1. Juni 1584

Lebensbeschreibung[1]

Die früheste Erwähnung Jakob von Heideggs findet sich im Eintrag einer Inkunabel der Stiftbibliothek Engelberg: "Sum Jacobi Heidegeri anno 1582, Engelberg 1582."[2] Da war er sicher noch Schüler. Ebenso findet sich ein Eintrag in einer Ausgabe Vergils: " Ex libris Jakobi ab Heideg".[3] Im Jahr 1583, beim Tod des Abtes Jakob Suter, wird er als Novize aufgeführt.[4] Am 1. Juni 1584 legte er Profess ab.[5] Am 13. September 1587 schrieb Abt Ulrich Wittwiler von Einsiedeln an die Schwyzer, dass man als Abt von Engelberg den Herrn Heidegger bestimmen könnte, Priester und Konventual von Engelberg, der ein "finer Herr sein sölle. Er für einige Zeit nach Einsiedeln kommen, damit er rechte klösterliche Zucht und Lehr an sich nehmen möchte".[6] Abt Jodoc Krämer sei auch etliche Jahr in Einsiedeln gewesen und ein guter Abt geworden.[7] Es sei besser, wenn einer aus dem betreffenden Kloster Abt werde, als wenn man einen Fremden haben müsse. Doch Abt Wittwiler sollte mit Heidegger eine schwere Enttäuschung erleben. 1593, am 5. April, schrieben die Schirmorte bei der Rechnungsablage, sie hätten vernommen, dass Melchior (gemeint ist Jakob) Heidegger sich mit einer Klosterfrau vergangen habe und damit schweres Ärgernis gegeben habe. Man solle von Seite des Abtes mit schweren Strafen einschreiten, sonst müssten die Orte selber zum rechten sehen. Abt Andreas Herrsch erklärte dazu am 12. April, die Klosterfrau sei von Heidegger schwanger und bereits aus dem Kloster entlassen worden. Man wisse nicht, wo sie Aufnahme gefunden habe. Heidegger selber wurde dem Bischof zur Bestrafung übergeben.[8] Über das weitere Leben Heideggers ist nichts mehr bekannt. Er starb schon am 6. Februar 1606. Der Eintrag im Nekrolog II lautet: "Anno Domini 1606 obiit in Domino Reverendus ac Religiosus Frater Jakobus ab Heidegg, conventualis et presbyter huius monasterii. - Cuius anima vivat Deo."[9]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. StiBiEbg Inc. 117. Bei der Inkunabel handelt es sich um ein „Vocabularius Ex quo“, gedruckt in Strassburg 1490.
  3. StiBiEbg Bibl. III 300.
  4. Collectanea Tanner 2 (1500-1600), StiArEbg cod. 282, S. 294.
  5. Collectanea Tanner 2 (1500-1600), StiArEbg cod. 282, S. 304
  6. StiArEbg cod. 339, p. 130.
  7. Er war dort wegen Kränklichkeit und zur Vorbereitung auf die Weihen.
  8. 27. April 1593, vgl. Collectanea Tanner 2 (1500-1600), StiArEbg cod. 282, S. 516f.
  9. Seine Seele lebe in Gott. StiBiEbg cod. 11, f. 5v.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 102.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.