Ildephons Moos

Aus Kloster-Engelberg
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Ildephons (Beat) Moos (* 11. Februar 1730 in Zug; † 15. Februar 1767 in Sins)

Lebensdaten

Profess: 4. Februar 1748

Priesterweihe: 12. März 1753

Primiz: 25. März 1953

Ämter

Lehrer an der Stiftsschule: 1753–17?

Unterpfarrer in Engelberg: 1754–1759

Vestiar: 1754–1759

Subprior: 1759–1762

Fratresinstruktor: 1759–1762

Novizenmeister: 1759–1762

Pfarrer in Sins: 1762–1767

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Bartholomäus Moos, Kirchmeier, und der Elisabeth Werder.

Paten: Oberleutenant Plazidus Zurlauben und Maria Schmid.

Lebensbeschreibung[1]

Die Familie stammte aus der Stadt Zug, wo P. Ildephons am 11. Februar 1730 den Eltern Bartholomäus Moos, Kirchmeier, und Elisabeth Werder geboren wurde. Er wurde auf den Namen Jakob Plazidus Franz getauft. Im Taufzeugnis stehen die Namen der Paten: Oberleutenant Plazidus Zurlauben und Maria Schmid. Auch die Firmung ist attestiert, doch ohne Spender und Datum, unterzeichnet von Pfarrer Beat Wickart am 15. September 1747. Der Bruder, P. Gregor Moos, war Mönch im Kloster Rheinau. P. Ildephons hielt ihm 1762 die Professpredigt.[2]

P. Ildephons erscheint erstmals in den Engelberger Quellen, als sein Vater am 3. Oktober 1746 für seinen Sohn das Tischgeld bezahlte, samt 8 gld Schneidergeld, 146 gld.[3] Am 3. Februar 1748 zahlte er als Aussteuer 600 gld. Weitere Zahlungen erfolgten ratenweise, so am 10. Oktober 1746 für Zunder, Schwefelhölzli und 6 Rödel Kerzen[4], am 9. Januar 1749 ein halbes Buch feines Papier zu 3 s. 12. Beat war also ab 1746 Klosterschüler in Engelberg, vorher wohl in der Lateinschule in Zug. Der Vater hatte noch andere Söhne und konnte nicht mehr als 400 gld. leisten als Kirchenpfleger zu St. Michael in Zug.[5]

Im Kapitel wurde der Kandidat als fromm gerühmt, im Studium mittelmässig, aber sehr fleissig, in der Musik war er gut, aber kein angenehmer Sänger, da er eine rauhe, heisere Stimme hatte, sodass man vermutete, er leide unter Asthma. 1747 fand er Aufnahme ins Noviziat und legte am 4. Februar 1748 die Profess ab. Die Studien der Philosophie und Theologie machte er im Kloster. Den Subdiakonat erhielt er am 6. März 1751 durch Nuntius Filippo Acciaiuoli in seiner Privatkapelle in Luzern, den Diakonat am 27. Februar 1752 und den Presbyterat am 18. März 1753 mit Dispens. Bei seiner Primiz am 25. März 1753 wurde betont, er sei jetzt der 21. Priester des Klosters, soviele habe man noch nie oder seit Jahrhunderten nicht mehr gehabt.[6]

Am 12. Oktober 1753 wurde P. Ildephons bereits Lehrer der Philosophie, am 16. November 1754 Unterpfarrer in Engelberg und Präses der Bruderschaften und am 28. November Vestiar. Im Dezember 1759 erscheint er als Subprior und Fratresinstruktor und Novizenmeister. Am 19. Februar 1759 schickte er seinem Landsmann Beat Fidel Zurlauben auf seinen Wunsch eine Kopie der Urkunde vom 27. Juni 1266.[7]

Am 6. Februar 1762 wurde P. Ildephons Pfarrer und Ökonom in Sins. Hier starb er nach langer Krankheit "capitis defluctio" am 15. Februar 1767. Er war nach Aussage seiner Zeitgenossen in allen seinen Ämtern eifrig, treu und klug, ein grosser Muttergottesverehrer.[8]

Professnummer

  • Nr. 557

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Henggeler, Rheinau 15. November, Nr. 162.
  3. StiArEbg cod. 34, S. 7.
  4. Rechnungsbuch 1744, ff.
  5. StiArEbg cod. 34, S. 21.
  6. Acta capitularia III (Jan. 1747 – Juni 1754), StiArEbg cod. 192, S. 369.
  7. StiArEbg Zurlauben Korrespondenz 1783.
  8. StiArEbg cod. 396 (Pfarrbuch 1750-1777), Tabula Defunctorum IV, S. 559, dazu Vogel, Catalogus briogr. 1767, Iten, Tugium sacrum II, S. 37, Hess, Die Pfarrgeistlichen, S. 108.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 131, Nr. 557.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.