Ignaz Reding

Aus Kloster-Engelberg
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Ignaz (Heinrich) Reding (* 31. Oktober 1728 in Schwyz; † 11. Juni 1814 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 26. September 1745

Priesterweihe: 18. September 1751

Ämter

Lehrer an der Stiftsschule: 1748

Kapitelssekretär: 1754–1760

Kanzleidirektor: 1754–17?

Archivar: 1754–1759

Unterpfarrer in Engelberg: 1760–17?

Spiritual in Sarnen: 1769–1814

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Rudolf Anton von Reding von Biberegg, Hauptmann, und Maria Magdalena Reichmuth.

Paten: Johann Franz Abegg und Maria Margaretha auf der Maur.

Lebensbeschreibung[1]

P. Ignaz stammte aus Schwyz, wo er den Eltern, Hauptmann Rudolf Anton von Reding von Biberegg und Maria Magdalena Reichmuth geboren und am 1. November in der Kirche von Schwyz auf den Namen Heinrich Franz getauft wurde. Paten waren Johann Franz Abegg und Maria Margaretha auf der Maur. Mit sieben Jahren wurde er vom Weihbischof von Konstanz gefirmt. Der Taufschein trägt die Unterschrift des Johann Sebastian Schorno, Pfarrers von Schwyz, und das Datum vom 20. April 1744. Heinrich hatte die Klosterschule in Engelberg besucht und gelangte 1744 an das Kapitel mit der Bitte um Zulassung zur Profess. Er wird dort als sehr kurzsichtig bezeichnet. In den Studien und in der Musik sei er aber tüchtig. Von den Eltern erhielt er 500 flor. Aussteuer sowie Kleidung und Unterhalt bis zur Profess.[2]

Er wurde ohne Schwierigkeiten zur Profess zugelassen, die er am 26. September 1745 auf den Namen des Märtyrers Ignatius ablegte. Die Philosophie und Theologie studierte er im Kloster und empfing am 21. Dezember 1749 die Weihe des Subdiakonates durch den Nuntius Filippo Acciaiuoli in seiner Privatkapelle, ebenso die des Diakonates am 20. Dezember 1750. Die Priesterweihe empfing er durch denselben Spender in der Abteikirche Einsiedeln am 18. September 1751 mit Altersdispens.

Schon am 6. Oktober 1747 wurde er noch als Kleriker zweiter Kapellmeister. Am 30. Oktober 1748 wurde er Lehrer der Rhetorik und Musiklehrer der Studenten.[3] Am 7. November 1750 Lehrer der Philosophie für den Studenten Josef Müller, den späteren P. Maurus Müller. Am 14. Juli 1754 wurde er zum Kapitelssekretär ernannt und blieb es bis Januar 1760.[4] Dann wurde er Unterpfarrer in Engelberg und Präses der beiden Bruderschaften.[5] Am 30. Mai 1753 nahm er in Schwyz an der Einkleidung einer Schwester teil.[6] Am 16. November 1754 wurde er Kanzleidirektor und Archivar.[7]

Am 21. November 1791 erhielt die erwähnte Schwester wegen ihrer grossen Verdienste um das Kloster, die allerdings nicht genannt werden, die Gebets­gemeinschaft mit dem Kloster und wurde nach ihrem Tod in Bezug auf die Gottes­dienste mit den Patres gleichgehalten.[8] 1769 wurde P. Ignaz Spiritual in Sarnen und blieb in dieser Stellung bis zu seinem Tod am 11. Juni 1814. Bei der Wahl des Abtes Karl Stadler am 21. Mai 1803 liess er sich entschuldigen, da er wegen Krankheit und Schwäche nicht reisen könne.[9]

Über ihn sagt das Engelberger Pfarrbuch: «R. P. Ignatius Reding a Biberegg jubileus et senior, per annos 40 monialium Sarnensium confessarius, senio lente consumptus, pius ut semper vixit, ad superos abiit.»[10]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Acta capitularia II (Okt. 1737 – Dez. 1746), StiArEbg cod. 191, S. 301.
  3. Acta capitularia III (Jan. 1747 – Juni 1754), StiArEbg cod. 192, S. 109.
  4. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, Vorwort VIII.
  5. Ibidem, S. 20.
  6. Rechnungsbuch Zingg, StiArEBg cod. 37, 30. Mai 1753.
  7. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 20.
  8. Ibidem, S. 457, 540 und 545.
  9. StiArEbg cod. 179, S. 17.
  10. StiArEbg cod. 399 (1778-1849), f. 468r. Übersetzung: Er war 45 Jahre Beichtiger der Frauen in Sarnen und verschied, durch das Alter aufgerieben, fromm, wie er gelebt hatte.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 131.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.