Frowin Bucher

Aus Kloster-Engelberg
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Grabplatte von P. Frowin Bucher.

Frowin (Josef) Bucher (* 7. November 1753 in Sursee; † 31. Januar 1831 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 23. Januar 1774

Priesterweihe: 1. November 1776

Ämter

Zeremoniar: 1786–?

Direktorist: 1786–?

Subprior: 1804–1813

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Joseph Bucher und der Anna M. Hunkeler.

Paten: Jakob Hunkeler und Anna M. Scheuber.

Lebensbeschreibung[1]

Ursprünglich kam die Familie von P. Frowin aus Ruswil, doch wuchs er in Sursee auf. Dort wurde er am 7. November 1753 den Eltern Joseph Bucher und Anna M. Hunkeler geboren und erhielt den Taufnamen Joseph Anton. Taufpaten waren laut Zeugnis Jakob Hunkeler und Anna M. Scheuber. Der Hinweis auf die Firmung fehlt. Unterschrieben ist das Zeugnis am 31. Januar 1773 von Pfarrer Johann Heinrich Leonz Göldlin. Nach dem Ausweis der helvetischen Kommission vom 2. November 1798 machte er alle Studien, auch die höheren, in Engelberg.[2]

Die Aussteuer für ihn wurde ratenweise bezahlt. Am 2. September 1772 kam er vor das Kapitel mit der Bitte um Zulassung zum Noviziat, er erhielt aber keine Zustimmung. Er konnte sich am 16. Januar 1773 nochmals melden und wurde aufgenommen. An die Kosten des Noviziates und der Profess erhielt er 21'000 flor. Ab 1773 trat die Mutter für ihn ein, da der Vater wohl gestorben war. Am 23. Januar 1774 konnte er die Profess auf den Namen des Abtes Frowin ablegen. Die Aussteuer wurde für ihn in Raten bezahlt. Das Rechnungsbuch des Abtes Leodegar Salzmann erwähnt am 3. Januar 1776: "von der Mutter des Fr. Frowin an die Aussteuer 400 gld".[3]

Alle drei Weihen erhielt er durch den Nuntius Giovanni Battista Caprara, den Subdiakonat am 10. Dezember 1775 in seiner Hauskapelle in Luzern, den Diakonat am 31. Dezember 1775, den Presbyterat am 1. November 1776 mit Dispens. Am 30. Juli erteilte ihm Bischof Max Christoph die Zulassung zur Seelsorge in seiner Diözese, auch für das Lehramt der Theologie. Am 24. November 1786 wurde er zum Zeremoniar und Direktoristen ernannt, zugleich zum Kapellenvogt der Talkapellen.[4] Am 28. August 1794 war er Rector Chori,[5] von 1804 bis 1813 war er Subprior. Bei der Abtswahl von 1822, nach dem Tod des Abtes Karl Stadler, wird er als Senior des Konventes bezeichnet. Er starb am 31. Januar 1831.

Professnummer

  • Nr. 574

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. StiArEbg cod. 278, S. 84.
  3. StiArEbg cod. 40, 3. Januar 1776.
  4. Acta capitularia IV (Juni 1754 – Dez. 1797), StiArEbg cod. 193, S. 433.
  5. Ibidem, S. 606.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 135.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.