Fridolin Ehrler

Aus Kloster-Engelberg
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Fridolin (Konrad) Ehrler (* 20. August 1708 in Küssnacht; † 22. April 1752 in Sarnen)

Lebensdaten

Profess: 20. Februar 1729

Priesterweihe: 20. Dezember 1732

Ämter

Kapellmeister: 1735

Lehrer an der Stiftsschule: 1737

Präzeptor der Stiftsschule: 1737–1741

Lehrer der Philosophie und Theologie: 1741–1746?

Unterpfarrer in Engelberg: 1743–1746

Kapitelssekretär: 1743–1746

Spiritual in Sarnen: 1744, 1746–1752

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn des Johann Georg Ehrler und der Barbara Trachsler.

Paten: Konrad Heinrich Sidler und Maria Barbara Trachsler.

Lebensbeschreibung[1]

P. Fridolin stammte aus Küssnacht am Rigi und wurde den Eltern Johann Georg Ehrler und Barbara Trachsler am 20. August 1708 geboren und in der dortigen Pfarrkirche auf den Namen Konrad getauft. Als Paten werden genannt: Konrad Heinrich Sidler und Maria Barbara Trachsler, seine Tante. Die Firmung erhielt er durch den Weihbischof Geist des Konstanzer Ordinarius am 21. September 1710. Die Urkunde ist ausgestellt durch den Pfarrer Franz Carl Sidler in Küssnacht, einen Mann eigener Prägung, der auch 1730 wegen der Aussteuer Ehrlers mit dem Kloster in Streit geriet.[2]

Über seine Studien ist nichts bekannt. Er hat sie möglicherweise bei den Jesuiten in Luzern absolviert, über die aber keine Auskünfte vorliegen. Am 20. Februar 1729 legte er in Engelberg die Ordensprofess ab. Nach dem Klosterbrand kam er mit anderen Fratres und P. Emanuel Crivelli zum Studium der Theologie nach Muri und kehrte von dort am 20. Dezember 1733 nach Engelberg zurück.[3] Zur Priesterweihe reiste er in Begleitung des P. Subprior Maurus Thomsin von Muri und andern Fratres nach Luzern, wo er von Nuntius Barni in seiner Hauskapelle geweiht wurde.[4] Die Primiz feierte er in Muri.

Am 22. September 1735 wurde er Kapellmeister.[5] Am 27. Oktober 1737 ist er Lehrer der Syntax und bis 1741 Präzeptor der Schule,[6] dann zweiter Kapellmeister, nachher wieder erster Kapellmeister. Am 15. April 1741 wurde er zum Professor der Philosophie ernannt und im gleichen Jahr zum Musiklehrer der Fratres.[7] 1743 wurde er Unterpfarrer und Kapitelssekretär, blieb aber Professor der Theolgie.[8] Im Oktober 1744 war er Beichtiger in Sarnen.[9] 1742 nahm er mit P. Wolfgang Iten an der Disputation bei den Jesuiten in Luzern teil.[10] Am 29. September 1742 begleitete er drei Fratres zu den Weihen nach Chur. Am 6. Februar 1744 ist er mit P. Karl Breni Vertreter des Klosters am Schmutzigen Donnerstag beim Grossen Rat in Stans. Am 12. September 1745 musste er mit P. Karl Breni in Stansstad den Päpstlichen Legaten zur Kirchweihe abholen.

Von 1746 an bleibt er Beichtiger in Sarnen.[11] Er war auch Apostolischer Notar geworden. In allen Ämtern war er sehr eifrig. Er starb an Wassersucht und langsamem Fieber mit Asthma, war aber nicht lange krank. Er starb in Gegenwart der Klosterfrauen und des Subpriors P. Wolfgang Iten.[12]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. Festschrift Pfarrkirche St. Peter und Paul Küssnacht, 1965, 45ff, dazu Acta capitularia II (Okt. 1737 – Dez. 1746), StiArEbg cod. 191, S. 34.
  3. Acta capitularia I (Aug. 1729 – Okt. 1737), StiArEbg cod. 190, S. 222.
  4. StiAMG Rechnungsbuch von Abt Gerold Haimb in Muri, Bd. VII, 392.
  5. Acta capitularia I (Aug. 1729 – Okt. 1737), StiArEbg cod. 190, S. 318.
  6. Acta capitularia II (Okt. 1737 – Dez. 1746), StiArEbg cod. 191, S. 11.
  7. Ibidem, S. 174 und 188.
  8. Ibidem, S. 222.
  9. Ibidem, S. 327.
  10. StiArEBg Rechnungsbuch Crivelli zum 30. Juli.
  11. Acta capitularia II (Okt. 1737 – Dez. 1746), StiArEbg cod. 191, S. 329.
  12. StiArEbg cod. 396 (Pfarrbuch 1750-1777), Tabula Defunctorum IV, S. 508.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 127.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.