Eugen Wy

Aus Kloster-Engelberg
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Eugen (Johannes) Wy (* 3. Oktober 1645 in Luzern; † 3. Mai 1675 in Engelberg)

Lebensdaten

Profess: 20. Oktober 1661

Priesterweihe: 21. Dezember 1669

Ämter

Präzeptor der Stiftsschule: 1670?–16?

Küchenmeister: 16?–1676

Beziehungsnetz

Verwandtschaft

Sohn der Magdalena Villiger.

Bruder oder Cousin: P. Eustachius Wy, OCap, Franziskanerkloster Luzern.

Halbbruder: Cornel Bitterli.

Lebensbeschreibung[1]

P. Eugen war Stadtluzerner und wurde am 3. Oktober 1645 geboren und auf den Namen Johannes getauft. Der Name des Vaters ist nicht überliefert. Er scheint schon früh gestorben zu sein. Denn die Mutter, Magdalena Villiger, trat in der Regel für ihren Jungen, Johann Wy, auf. Sie besorgte die Auslagen für Tischeld, Kleider und Aussteuer. Sie konnte in bar nur 60 Gulden leisten. Mit ihrem älteren Sohn aus erster Ehe, Cornel Bitterli, führt sie einen Tuch- und Schuhhandel und stand auch in Kontakt mit dem Kloster.[2] Die Mutter scheint aber nicht arm gewsen zu sein. Denn auf die Primiz am 12. Januar 1662 versprach sie einen Kelch oder ein Messgewand.[3]

Die heiligen Weihen erhielt P. Eugen durch Nuntius Federico Baldeschi am 18. Dezember 1666 in der Peterskapelle in Luzern, den Diakonat am 17. Dezember 1667 ebenda. Die Priesterweihe erhielt er durch Nuntius Rodolfo Acquaviva d'Aragona in dessen Hauskapelle in Luzern am 3. Dezember 1669. P. Eustachius Wy aus dem Franziskanerkloster in Luzern scheint ein Bruder oder Cousin des P. Eugen gewesen zu sein. Er war zweimal Provinzial und starb am 29. Dezember 1675.[4] Aus dem kurzen Leben von P. Eugen ist nur wenig bekannt. Er war Küchenmeister und Präses der Rosenkranzbruderschaft, zeitweise auch Präzeptor der Klosterschule.[5] Noch als Frater erhielt er von der Mutter das Büchlein "Sulpici Sieveri Aquitani Sacrae Historiae", Paris 1560. Der handschriftliche Eintrag lautet: "Fr. Eugenius Wy, professus Ang. Montanus, scr. Ao 1663, die Januarii 2."

P. Eugen starb am 3. Mai 1675, abends halb sechs Uhr nach tagelangen Kopf­schmerzen und Kontraktion der Glieder in völliger Hingabe an Gott.[6] Kach Straumeyer wurde 1727 das Grab des P. Eugen geöffnet und die Bona Opera unversehrt gefunden mit einem Cilicium.[7]

Einzelnachweise

  1. Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend von P. Gall Heer (StiArEbg Professbucheinräge) übernommen.
  2. StiArEbg cod. 42, S. 61 und 65.
  3. Hess, Goldschmiedearbeiten S. 7.
  4. Kath. Schweizerblätter 1870, S. 511.
  5. StiArEbg cod. 42, S. 133.
  6. StiArEbg cod. 393 (Pfarrbuch 1605-1691), Tabula Defunctorum I, 3. Mai 1675.
  7. Straumeyer, Descriptiones, StiArEbg cod. 200, S. 89.

Bibliographie

  • Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 115.
  • StiArEbg Professbucheintrag nach P. Gall Heer.